Auszug - Kompetenzteam Baumunfälle  

Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 27.04.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:00 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Frau Wilkens führt zunächst in das Thema ein. Sie verteilt Bilder von Warnschildern, die entlang der Bundesstraße 51 aufgestellt wurden. Sie berichtet, dass bei Geschwindigkeits-messungen die allein durch den Landkreis Diepholz durchgeführt werden, keine Identitäts-feststellung  von Motorradfahrern möglich sei. Sie appelliere an die Polizei, vermehrt gemeinsame Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.

 

Vorsitzender Dr. Genthe erinnert an einen schweren Verkehrsunfall im Bereich der Gemeinde Weyhe, bei dem vier junge Menschen bei einem Baumunfall tödlich verunglückten, und bittet Herrn Rehling um seinen Vortrag.

 

Herr Rehling geht zunächst auf die Bildung und die Ziele des Kompetenzteams Baumunfälle ein. Er führt aus, dass es im Landkreis Diepholz rund 4.000 Verkehrsunfälle jährlich gebe – davon ca. 10 % auf der Bundesstraße 51. Hauptunfallursache sei im Südkreis eine überhöhte Geschwindigkeit; im nördlichen Bereich sei es dagegen ein enormer Überholdruck.

 

Die bisher durchgeführten Maßnahmen hätten bereits Wirkung gezeigt. Als weitere Maßnahmen werden der Umbau der Bundesstraße 51 im Einmündungsbereich von Nordwohlde auf einer Länge von fünf Kilometern zu einer 2+1 Lösung sowie der konsequente Rückbau von kleineren Wegen und Straßen vorgeschlagen.

 

Herr Rehling beendete seinen Vortrag mit der Bitte, die geplanten Maßnahmen zu unterstützen. Nur so könnten die Unfallzahlen auf der Bundesstraße 51 reduziert werden.

 

Vorsitzender Dr. Genthe bedankt sich bei Herrn Rehling für den ausführlichen Vortrag und bittet um Fragen.

 

Abgeordnete Helmerichs äußert die Befürchtung, dass durch den Ausbau von Straßen noch mehr Verkehr angezogen würde. Herr Rehling informiert, dass die 2+1 Lösung keinen Vorteil für den Schwerlastverkehr bieten würde, wohl aber für den Personenkraftverkehr. Dieser könnte durch Überholmöglichkeiten entspannter fahren. Erfahrungen mit dieser Lösung in anderen Regionen hätten bestätigt, dass kein weiterer Verkehr angezogen worden sei.

 

Abgeordneter Ritterhoff informiert sich über den von der Autobahn 1 auf die Bundesstraße 51 ausweichenden Schwerlastverkehr. Herr Rehling berichtet über eine Zählstelle im Bereich der Stadt Twistringen. Bei der Einführung der LKW-Maut hätten sich die Werte für den Schwerlastverkehr für ca. drei Monate erhöht. Danach hätten sich die Zahlen dem früheren Niveau wieder angepasst. Aktuelle Zahlen könnten aufgrund der lang andauernden Baustelle im Bereich Cornau nicht vorgelegt werden.

 

Abschließend informiert sich Vorsitzender Dr. Genthe bei Herrn Rehling über die Auswirkungen des LKW-Fahrverbotes auf der Kattenturmer Heerstraße in Bremen.
Herr Rehling konnte berichten, dass die Gemeinde Stuhr bereits Schilder für ein LKW- Nachtfahrverbot für ihre betroffenen Bereiche beschafft habe. Nach Inkrafttreten der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung sollten diese aufgestellt werden.

 

Vorsitzender Dr. Genthe bedankt sich bei Herrn Rehling für seine Ausführungen und verabschiedet ihn.