Auszug - Bericht des Betriebsleiters, Rück- und Ausblick, Weiterentwicklung des Dümmer-Museums  

Sitzung des Betriebssausschusses des Kreismuseums
TOP: Ö 6
Gremium: Betriebsausschuss des Kreismuseums Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 02.12.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:35 Anlass: Sitzung
Raum: Syker Vorwerk
Ort: Am Amtmannsteich 3, 28857 Syke
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Betriebsleiter Dr. Vogeding berichtet über die Aktivitäten des Kreismuseums Syke im vergangenen Jahr und geht dabei insbesondere auch auf die mittlerweile abgeschlossene Museumsregistrierung (Zertifizierung) durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und des Museumsverbandes.

 

Im Jahre 2010 konnte die Besucherzahl des Kreismuseums Syke gesteigert werden. Dies ist insbesondere den heutigen Aktionstagen und Wochenendveranstaltungen zu verdanken. Er weist darauf hin, dass allerdings hier mittlerweile die Kapazitätsgrenze hinsichtlich der vorhandenen Ressourcen erreicht sei. Auch wenn die Aktivitäten des Kreismuseums Syke ausgebaut werden sollen (Events gehören heute dazu) wird es schwierig werden, diese Steigerung halten zu können.

 

Herr Betriebsleiter Dr. Vogeding ging anschließend auf die erfolgte Museumsregistrierung (Zertifizierung) ein und schilderte den mit erheblichem Aufwand verbundenen Ablauf und stellte die Ergebnisse dar. Es ergab sich hierzu eine eingehende Diskussion aller Betriebsausschussmitglieder hinsichtlich insbesondere der Sammlungskonzeption, der Zusammenarbeit mit anderen Museen und der Funktion eines Museums im ländlichen Raum.

 

Der Betriebsausschuss nahm die Ergebnisse des Zertifizierungsverfahrens positiv zur Kenntnis und wies darauf hin, dass das Kreismuseum Syke den eingeschlagenen Weg weiter gehen solle.

 

Herr Betriebsleiter Dr. Vogeding wies darauf hin, dass die Zahl der kulturellen Veranstaltungen im Kreismuseum perspektivisch sich reduzieren würden, da mittlerweile viele andere Orte in der Region entsprechende Räumlichkeiten und Veranstaltungen vorsehen.

 

Frau Museumsleiterin Hacke berichtete über die Aktivitäten im Dümmer-Museum in Lembruch und ging dabei auf das Zertifizierungsverfahren für das Dümmer-Museum ein. Zu ihrem Bedauern sei das Dümmer-Museum lediglich für drei Jahre zertifiziert worden da nach Auffassung der Registrierungskommission verschiedene Kritikpunkte so z. B. die personelle Ausstattung, das Sammlungskonzept und die Vernetzung mit anderen Museen vorhanden seien. Obwohl sowohl der Museumsleitung als auch dem Ausschuss diese Kritikpunkte unverständlich erscheinen, werde daran gearbeitet, die Zertifizierung für den gesamten Zeitraum zu erhalten.

 

Frau Museumsleiterin Hacke berichtete anschließend über die Entwicklung der Besucherzahlen und die Aktivitäten insbesondere über die Sonderausstellungen und die Zusammenarbeit mit anderen Museen der Region.

 

Obwohl die Besucherzahlen geringwertig zurück gegangen seien, konnte bei der Arbeit mit Gruppen und Kindern ein Anstieg erreicht werden. Hier sehe sie auch den museumspädagogischen Ansatz um die Attraktivität des Dümmer-Museums zu steigern. Gerade Gruppenveranstaltungen, die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindern biete den Ausbau der Aktivitäten die Durchführung neuer Programme um damit letztendlich eine Steigerung der Attraktivität perspektivisch zu erreichen. Hierbei wies sie darauf hin, dass das Dümmer-Museum nicht alleine am See aktiv sei, sondern insbesondere das Dümmer-Kleeblatt auch entsprechende Aktivitäten entwickele. Eins der größten Probleme zur Steigerung der Gruppenaktivitäten sei allerdings die räumliche Begrenztheit des Dümmer-Museums. Es sei in vielen Fällen noch nicht einmal möglich Sonderausstellungen, die im Kreismuseum in Syke sehr gut liefen aufgrund der engen räumlichen Bedingungen im Dümmer-Museum diese dort vorzustellen. Eine Ausweitung im museumspädagogischen Sinne der Aktivitäten bedürfe letztendlich auch einer räumlichen Erweiterung des Dümmer-Museums.

 

Frau Museumsleiterin Hacke berichtete anschließend über eine mögliche Zusammenarbeit mit der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e. V. (NUVD) die mit der Bitte und dem Wunsch an das Dümmer-Museum herangetreten sei, auf der Freifläche des Dümmer-Museums ein begehbares Teichaquarium zur Darstellung der Unterwasserwelt des Dümmers zu errichten.

 

Der Betriebsausschuss diskutierte eingehend und umfassend unter den Aspekten der perspektivischen Entwicklung des Dümmer-Museums, der positiven Impulse für den Tourismus in der Region, möglicher Synergieeffekte für die beiden Museen der Errichtung des begehbaren Teichaquariums sowie die räumliche Erweiterung des Dümmer-Museums.

 

Im Ergebnis erteilte der Betriebsausschuss den Auftrag, den Bau des Teichaquariums durch den NUVD unter Wahrung der Interessen des Dümmer-Museums zu ermöglichen und erteilte einen Prüfantrag für eine mögliche räumliche Erweiterung des Dümmer-Museums mit den Schwerpunkten Zusammenarbeit Dümmer-Museum – Kreismuseum Syke, museumspädagogisches Konzept hinsichtlich der Ausweitung von Gruppenaktivitäten und Auswirkungen auf den Tourismus.