Auszug - Bericht des Kreisjägermeisters  

Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 17.03.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 17:30 Anlass: Sitzung
Raum: DRK-Haus
Ort: Südstraße 51, 27232 Sulingen
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Jägermeister Hespe berichtet stellvertretend für den Kreisjägermeister Dr. Reeßing.

 

Der 3-jährige Abschussplan sei soeben abgelaufen und habe sich bewährt.

Ebenfalls seit drei Jahren sei die Schonzeit bei Schwarzwild – mit Ausnahme von führenden Bachen – aufgehoben. Dies habe sich bewährt; es seien mehr Schweine gestreckt worden. Ca. 386 Tiere seien geschossen worden. Die Tendenz sei im Südkreis abnehmend und im Nordkreis steigend. Die Aufhebung der eingeschränkten Jagdausübung bei Schwarzwild am Dümmer habe sich ebenfalls bewährt. Allerdings sei aus der Sicht der Jägerschaft außerdem noch die Genehmigung der Bejagung von Raubwild am Dümmer wichtig, um die Uferschnepfe und andere Brutvögel besser zu schützen.

 

Die Zusammenarbeit mit den Fachdiensten 32 und 39 zur Tierseuchenbekämpfung sei sehr gut.

Auffällige Füchse werden nach wie vor zur Untersuchung beim Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz über den Bürgerservice in Syke oder direkt abgegeben.

Die Verbreitung der Myxomatose sei noch kein Problem.

 

Die Notzeit wurde nicht ausgerufen; im Nachhinein sei das wohl eine richtige Entscheidung gewesen; das Niederwild hatte noch reichlich Futter; es wurden gut genährte Hasen gesichtet.

 

Ein Drittel mehr Fallwild sei zu beklagen; deshalb gebe es einen zunehmenden Aufwand für die Jagdausübungsberechtigten.

 

Fragen der Kreistagsabgeordneten Ritterhoff und Schwenn beantwortet Herr Hespe, die Population der Marderhunde sei mit weniger als 10 Tieren noch nicht als stark zu bezeichnen. Die Zuwanderung erfolge aus dem Osten; die der Waschbären aus dem Süden der Bundesrepublik. Es seien lediglich sporadisch (bis zu vier) Waschbären gesichtet worden.

 

Von einer Kaninchenplage könne derzeit noch nicht gesprochen werden. Wichtig sei die Bejagung vor Ort.

 

Herr Hespe appelliert an die Politik und die Verwaltung, die Jägerschaft und die Naturschützer gleich zu behandeln. Jäger seien zu dem ausgebildeten Personenkreis unter den Naturschützern zu zählen.

Insbesondere seien die heimischen Jäger zu schützen, sie würden sich im Vergleich zu auswärtigen Jägern verantwortlich um die Fallenjagd, die Artenvielfalt im Wildbestand und bei den Anpflanzungen sowie um das Fallwild kümmern. Im Interesse der Sache bitte er darum, auf die Erhebung der Jagdsteuer zu verzichten.