Auszug - Aussprache über die Arbeit der Jugendwerkstatt  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 29.03.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:30 - 18:00 Anlass: Sitzung
Raum: BNVHS (Bildungswerk Niedersächsicher Volkshochschulen), Alter Ratssaal, 1. Stock
Ort: Lange Straße 12, 49356 Diepholz
Zusatz: Vor Beginn der Sitzung findet um 14:30 Uhr eine Besichtigung der Jugendwerkstatt Diepholz, Kohlhöfen 12 A, 49356 Diepholz, statt.
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Vor Beginn der Sitzung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Jugendwerkstatt Diepholz, Kohlhöfen 12 A, durch einen Rundgang kennen zu lernen.

 

Herr Koopmann, der die Führung durch die Einrichtung übernommen hatte, heißt die Anwesenden im Alten Ratssaal, der von dem BNVHS genutzt wird, herzlich willkommen.

 

Herr Koopmann erläutert, das BNVHS bediene auf den Gebieten „Berufliche Bildung“ und „Beschäftigungsförderung“ insbesondere den Bereich öffentlich geförderte Beschäftigung von jungen Menschen, die aufgrund multipler persönlicher Vermittlungshemmnisse auf dem Arbeitsmarkt keine oder auch nur sehr geringe Möglichkeiten einer regulären Beschäftigung hätten.

 

Der Übergang Schule/Beruf sei für eine Vielzahl junger Menschen zunehmend schwieriger zu bewältigen, hier biete das Bildungswerk Unterstützung. Das BNVHS biete auch Personen mit Migrationshintergrund diese Unterstützung, aber auch eine Integration in die Arbeitswelt.

 

Herr Koopman führt aus, das Bildungswerk in Diepholz verfüge über Einrichtungen mit den Bereichen Holz und Garten, kaufmännische Schulungen werden im Alten Rathaus durchgeführt.

 

Die Jugendwerkstatt stehe unter dem Leitbegriff „Bildungsstätte“, in der eine Verortung zur Jugendberufshilfe erfolge.

 

Neben der angebotenen Eignungsdiagnostik und Multiplikatoren-Schulungen werden auch

klassische Lehrgänge im Auftrag des Job-Center für Jugendliche, die aus allen Maßnahmen herausgefallen seien, angeboten.

 

Das vorgehaltene Angebot aus einer Verkettung von verschiedenen Maßnahmen biete den Jugendlichen gute Voraussetzungen dafür, sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stabilisieren.

 

Bedingt durch eingebundene Praktika, verfüge die Jugendwerkstatt über eine starke Verzahnung mit den heimischen Betrieben.

 

Das Bildungswerk biete aktuell 52 Erstauszubildenden in sieben verschiedenen Gewerken die Möglichkeit einer Ausbildung. Eine Förderung erfolge bis zur Erlangung des Gesellenbriefes. Herr Koopmann konstatiert, über 90 % der Auszubildenden erreichten einen Abschluss.

 

Herr Koopmann bemerkt abschließend, er sehe der künftigen Zusammenarbeit mit dem Pro-Aktiv-Center (PACE), dem Hauptakteur im Bereich der Jugendberufshilfen mit Freude entgegen. In den nunmehr geschaffenen kurzen Wegen durch räumliche Nähe seien gute Voraussetzungen geschaffen worden.

 

Frau Peukert dankt Herrn Koopmann für die ausführlichen Informationen und stellt fest, hier sei ein Quantensprung zu der Jugendberufshilfe geschaffen.