Auszug - Bericht der Verwaltung  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 07.06.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 16:40 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Kreishauses Syke
Ort: Amtshof 3, 28857 Syke
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Nachbesetzung im Jugendhilfeausschuss

 

Frau Thöle informiert über die Nachbesetzung des Jugendhilfeausschusses. Dem Kreistag werde vorgeschlagen; Herrn Marcus Grosser als stellvertretendes stimmberechtigtes Mitglied als Nachfolger für Herrn Walter Koopmann (Freie Vereinigungen der Jugenswohlfahrt) zu benennen. Für die Katholische Kirche werde Frau Nina Heskamp als Nachfolgerin für Sabine Kuper vorgeschlagen.

 

Neubildung des Jugendhilfeausschusses

 

Herr Klusmeyer macht in diesem Zusammenhang auf die Neubildung des Jugendhilfeausschusses nach der im September stattfindenden Kommunalwahl aufmerksam.

Die rechtliche Grundlage für die Zusammensetzung stelle die Satzung des Jugendamtes dar. Es gebe jedoch Überlegungen zur einer Veränderung und Erweiterung des Gremiums „Jugendhilfeausschuss“.

 

Herr Klusmeyer weist auf den Aspekt der Kindertagespflege hin, der einen immer größeren Raum einnehme, allerdings zur Zeit im JHA nicht repräsentiert werde.

 

Auch aus der Arbeitgemeinschaft nach § 78 SGB VIII sei der Wunsch geäußert worden, die Träger der Hilfen zur Erziehung (HzE-Träger) bei der Sitzverteilung zu berücksichtigen.

 

Um diesen Aspekten Rechnung tragen zu können, biete es sich an, den Jugendhilfeausschuss um zwei beratende Sitze zu erweitern – nämlich für den Bereich der Kindertagespflege und der HzE-Träger aus deren Arbeitsgemeinschaft.

 

Das Vorschlagsrecht für die personelle Besetzung dieser Sitze solle den beiden jeweils betroffenen Arbeitsgemeinschaften eingeräumt werden.

 

Notwendige Voraussetzung sei ein formelles Verfahren zur Änderung der Satzung des Jugendamtes, über die der neu zu wählende Kreistag zu beschließen habe.

 

Die Verwaltung werde dieses Verfahren für die Neuwahl des JHA wie beschrieben vorbereiten.

 

Bedenken hiergegen werden aus der Mitte des JHA nicht geäußert.

 

Das Gremium nimmt Kenntnis.

 

Elternbriefe

 

Frau Schwartz informiert, der Fachdienst Jugend stelle zwischenzeitlich wieder Elternbriefe zur Verfügung. Die Kosten werden vom Landkreis getragen, während die Zuständigkeit für die Verteilung bei den Kommunen liege.

 

Der Ausschuss begrüßt diese Maßnahme.

 

Image-Kampagne

 

Herr Klusmeyer weist rückblickend auf die Image-Kampagne des Jugendamtes hin. Ziel sei es gewesen, den Bürgern einen Einblick in die Aufgaben des Fachdienstes Jugend zu geben. Dieses Ziel sei insbesondere durch die in der Kreiszeitung veröffentlichte Artikelserie gelungen. Er verteilt eine schriftliche Zusammenstellung zu den veröffentlichten Presseartikeln und Aktionen im Rahmen der Image-Kampagne im Landkreis Diepholz an alle Ausschussmitglieder.

 

Änderung des Vormundschaftsrechtes

 

Weiterhin informiert Herr Klusmeyer über die Änderungen zum Vormundschaftsrecht.

Ein Vormund dürfe lediglich 50 Mündel betreuen, müsse nachweislich jedes seiner Mündel einmal pro Monat in häuslicher Umgebung aufsuchen.

 

Ausgehend von der Gesetzesänderung werde sich ein zusätzlicher Personalbedarf ergeben.

 

Alkoholprävention

 

Herr Kowalzik berichtet ausführlich über die Aktivitäten des Teams Jugendpflege am Himmelfahrtstag.

 

In Zusammenarbeit mit der Polizei wurden erneut Alkoholkontrollen durchgeführt, in diesem Jahr sei das Schützenfest in Lindern ausgewählt worden.

 

Er berichtet von insgesamt 400 Kontrollen, bei denen 50 Alkoholproben durchgeführt wurden. Es wurden Alkoholwerte zwischen 0,2 und 1,65 Promille festgestellt.

 

Insgesamt wurden 22 Jugendliche an deren Eltern übergeben, die Eltern wurden auf die Jugendschutzbestimmungen hingewiesen. In zwei Fällen seien die Eltern nicht auffindbar gewesen, so dass die Jugendlichen an Verwandte übergeben werden mussten.

Herr Kowalzik fügt ergänzend hinzu, der Alkoholkonsum der Jugendlichen sei im Jahresdurchschnitt rückgängig gewesen.

 

Bildungs- und Teilhabepaket

 

Frau Human berichtet über den Stand der Umsetzung des sog. Bildungs- und Teilhabepaketes. Sie berichtet in diesem Zusammenhang von ca. 9.500 Fällen im Landkreis, bei denen ein Anspruch auf Förderung bestehe. Im Fachdienst Soziales sei eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten eingerichtet, die die weitere Umsetzung des Paketes erarbeite.

 

Es sei die Möglichkeit gegeben, die Anträge in Zusammenarbeit mit dem Job-Center zu bearbeiten, aber auch die Zuständigkeit den Kommunen zu übertragen.

 

Auf Nachfrage führt Frau Human aus, beim Landkreis seien bisher rund 300, beim Job-Center ca. 400 – 500 Anträge abgegeben worden. Zur Vermeidung von Kosten hätten die Antragsteller die Möglichkeit, die Förderanträge bei den jeweiligen Kommunen abzugeben.