Auszug - Jahresberichte 2010 der Eltern- und Erziehungsberatungsstellen im Landkreis Diepholz in Syke und Diepholz und der Diözese Osnabrück in Sulingen  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 07.06.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 16:40 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Kreishauses Syke
Ort: Amtshof 3, 28857 Syke
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Frau Freudenstein stellt den Jahresbericht 2010 für die Eltern- und Erziehungsberatungsstelle in Syke vor. Sie weist auf einen erneuten Anstieg der Fallzahlen hin und stellt fest, dass die Wartezeiten weitestgehend konstant gehalten werden konnten.

Im Berichtszeitraum sei ein deutlicher Anstieg von gerichtlich angeordneten, bzw. empfohlenen Beratungen zu verzeichnen gewesen, der vermutlich im Zusammenhang mit dem Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) zu sehen sei. Frau Freudenstein weist auf die Schwierigkeiten hin, die diesen Beratungen zugrunde liegen.

 

In der Beratungsstelle in Syke konnte erneut sowohl ein Anstieg an Trennungs- und Scheidungsberatungen als auch eine Zunahme des Anteils von Alleinerziehenden verzeichnet werden. Ca. 60 % der angemeldeten Kinder leben nicht bei den leiblichen Eltern.

 

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation führt Frau Freudenstein aus, bei mehr als einem Drittel der Familien sei der Haupternährer arbeitslos oder in Teilzeit beschäftigt.

 

Erfreulicherweise sei festzustellen, dass sich deutlich mehr Eltern mit Kindern unter drei Jahren angemeldet haben, demgegenüber sei die Zahl der Grundschulkinder eher rückläufig. Dieses Meldeverhalten lasse eine Tendenz zur Inanspruchnahme von frühzeitiger Beratung erkennen.

 

Frau Freudenstein informiert über ein gemeinsames Projekt der Beratungsstellen in Diepholz und Syke; es sei ein sogenanntes Begrüßungsschreiben für Eltern neugeborener Kinder entwickelt worden. Hierin werde eine Ermutigung für eine Inanspruchnahme frühzeitiger Hilfen gegeben.

 

Für die Beratungsstelle Sulingen weist Frau Hübner auf Veränderungen des Jahres 2010 hin: in diesem Jahr sei der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgt.

 

In diesem Kontext hebt sie die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis hervor, die u. a. dazu geführt habe, dass eine neue Kollegin mit einem Vertrag über 10 Wochenarbeitsstunden eingestellt werden konnte.

 

Zusammenfassend kann Frau Hübner auch für die Beratungsstelle in Sulingen eine Zunahme von Fallzahlen feststellen.

 

Für die Beratungsstelle in Diepholz bestätigt Herr Röhrbein-Kuntze konstante Fallzahlen, die sich jedoch nach wie vor auf einem hohen Niveau befinden.

 

Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Abbruchrate reduziert. Wahrnehmbar sei eine Zunahme der Fallzahlen bei jüngeren Kindern; bei ca. 40 % der Kinder liege das Alter unter neun Jahren.

 

Herr Röhrbein-Kuntze führt ergänzend aus, für das Jahr 2010 seien keine Besonderheiten feststellbar gewesen.

 

Eine weitere Aussprache zu den Berichten ergibt sich nicht.

 

Herr Heitmann bedankt sich für die Ausführungen und wünscht auch weiterhin eine erfolgreiche Beratungsarbeit.