Auszug - Bericht der Verwaltung  

Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 01.12.2011 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: Gymnasium Sulingen, Raum 15/16
Ort: Schmelingstraße 37, 27232 Sulingen
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

·           Unterrichtsausfall wegen extremer Witterungsverhältnisse:

 

Herr Lyko berichtet, dass die Informationen über den Rundfunk und über das Internet als ausreichend angesehen würden. Die zusätzlichen Möglichkeiten über einen SMS-Service und/oder über eine Hotline wurden verworfen, weil beide auch nicht kostenlos seien. Die Entscheidung solle rechtzeitiger erfolgen und spätestens um 05.45 Uhr getroffen sein, damit eine Bekanntgabe im Rundfunk ab 06.00 Uhr gewährleistet sei.

 

Auf die Frage von Frau Flöte, auf Grund welcher Wetterlage, die im weitflächigen Landkreis unterschiedlich sein könne, die Entscheidung über Unterrichtsausfall getroffen werde, antwortet Herr Lyko, dass dies im Einzelfall unterschiedlich sei.

 

Kreistagsabgeordneter Engelbart weist darauf hin, dass Berufsschüler aus entlegenen Gebieten bereits ab 5.30 Uhr unterwegs seien und deshalb die Entscheidung über Unterrichtsausfall zu spät komme.

 

Anmerkung: Im Rahmen der Schülerbeförderung sind im Landkreis Diepholz keine derart frühen Schulwegzeiten bekannt.

 

·           Schwerpunktbildung im berufsbildenden Bereich:

 

Herr Lyko erläutert den Sachstand in dieser Angelegenheit. Noch im Dezember würden Vorschläge der Verwaltung festgelegt und den Kreistagsfraktionen vorgestellt. In der ersten Jahrehälfte 2012 seien die politischen Entscheidungen vorgesehen. Dabei werde auch der Schulausschuss eingebunden.

 

·           Sicherheitsbelange in den Liegenschaften des Landkreises Diepholz:

 

Herr Lyko teilt mit, dass Sicherheitsbelange für die Liegenschaften des Landkreises Diepholz oberste Priorität hätten. Brandschauen hätten in manchen Fällen Mängel ergeben, die abgestellt werden müssten.

 

Vorsitzender Dr. Dr. Griese hält es für erforderlich, Sicherheitsstandards mit anderen Schulträgern zu verzweigen.

 

·           Inklusive Beschulung und sonderpädagogische Grundversorgung:

 

Herr Lyko weist auf den jetzt vorliegenden Gesetzentwurf zur Regelung der Inklusion hin. Demnach könne die inklusive Beschulung bereits ab Schuljahr 2012/13 und müsse spätestens ab Schuljahr 2013/14 verbindlich umgesetzt werden. Die Stadt Diepholz möchte Ihre Grundschule an der Hindenburgstraße als Schwerpunktschule für Inklusion im Stadtgebiet einrichten. Der räumliche Zusammenhang mit der Förderschule sei dafür eine gute Grundlage. Hier werde noch eine gemeinsame Konzeption von der Dr.-Kinghorst-Schule und der Grundschule erarbeitet und dem Schulausschuss vorgestellt.

 

Die sonderpädagogische Grundversorgung sei fast flächendeckend eingerichtet. Lediglich im Einzugsbereich der Dr.-Kinghorst-Schule in Diepholz seien noch 3 Gemeinden nicht versorgt.

 

Vorsitzender Dr. Dr. Griese sieht in der Umsetzung der Inklusion für die nächste Zeit ein großes Tätigkeitsfeld für den Landkreis.

 

·           Schulsozialarbeit:

 

Herr Lyko stellt die Ergebnisse der Verteilung der Schulsozialarbeit vor. Alle Schulen des Sek. I würden versorgt. Die Einrichtung „Bethel im Norden“ werde die Aufgabe in den Schulen des Landkreises übernehmen. Alle Beteiligten seien bestrebt, das Konzept schnellstmöglich umzusetzen.

 

Frau Human erklärt, dass die Mittel im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets bis Ende 2013 zur Verfügung stünden und deshalb auch die Schulsozialarbeit bis dahin befristet sei.

 

Anmerkung: Auf Anregung von Frau Kurz ist diesem Protokoll ein Merkblatt über das Bildungs- und Teilhabepaket als Anlage 2 beigefügt.

 

Herr Schwarz merkt an, dass die Leistungen im Bildungs- und Teilhabepaket nicht aus dem Bildungsressort sondern aus dem Sozialressort finanziert würden.

 

·           Oberschulen:

 

Herr Lyko berichtet, dass zum 01.08.2012 die Genehmigung für die Oberschule Sulingen beantragt worden sei. Dann werde es nur noch in Diepholz getrennte Hauptschule und Realschule geben. Die Zusammenfassung sei perspektivisch nicht zwingend notwendig, beide Schulen würden auch getrennt Bestand haben. Insoweit bestehe Einvernehmen mit der Landesschulbehörde. Inzwischen sei eine Trendwende festzustellen. Die HS sei hinsichtlich einer Zusammenfassung mit der RS zu einer Oberschule initiativ geworden, während die RS weiterhin zurückhaltend sei. Die Verwaltung gehe davon aus, dass eine Oberschule frühestens zum Schuljahr 2013/14 möglich sein werde.

 

Vorsitzender Dr. Dr. Griese sieht in dem Willen der Schulen die entscheidende Grundlage für die Errichtung von Oberschulen und spricht sich für eine Vorbereitungsphase ohne Zeitdruck aus.