Auszug - Bericht der Verwaltung - Bildungs- und Teilhabepaket; Sachstand - neue Angebote der Wohnungslosenhilfe - Altenhilfeplanung; Sachstand  

Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 10.01.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:10 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Frau Fahrenholz berichtet, dass im Landkreis Diepholz ca. 9.000 Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien einen Anspruch auf Leistungen aus dem sogenannten Bildungspaket haben. Etwa 4.700 hiervon sind dem Bereich SGB II - Jobcenter- zuzuordnen. Diese Aufgaben aus dem Bildungspaket werden mit Ausnahme des Schulbedarfes seit dem 01.01.2012 ebenfalls vom Fachdienst Soziales bearbeitet.

 

Zehn Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes würde nahezu jedes zweite Kind Leistungen aus dem Bildungspaket erhalten. Vorrangig seien die Leistungen für den Schulbedarf (43,5%), die Klassenfahrten und Schulausflüge (21%), sowie für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (20%) beantragt worden.

 

Die Sondermittel, die der Landkreis zur Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die Leistungen aus dem Bildungspaket vom Bund in den Jahren 2011-2013 erhält, würden in eine durch die VHS angebotene flächendeckende Lernförderung und in Schulsozialarbeit an Förderschulen und allen Schulen im Sekundarbereich I und II fließen.

 

Herr Albers beantragt aufgrund der fortgeschrittenen Zeit eine Verschiebung der weiteren Punkte unter „Bericht der Verwaltung“ in den nächsten regulären Ausschuss. Dort sollten sie gerne auch als eigenständige TOP behandelt werden. Hiergegen gibt es allerseits keine Bedenken.

 

Herr Bockhop stellt die Bemühungen des Landkreises vor, Ärzte für die geburtshilfliche Abteilung im Krankenhaus Bassum zu gewinnen. Es seien  22 niedergelassene gynäkologische Ärzte und 10 Ärzte im Ruhestand angeschrieben worden. Seitens der niedergelassenen Ärzte habe es 7 Rückmeldungen mit 5 Absagen gegeben. Bei den Ruheständlern können sich zwei eine eingeschränkte Mitarbeit vorstellen, ebenso bei den noch aktiven Ärzten. Allerdings würde auch der damit abgedeckte zeitliche Rahmen nicht ausreichend sein, um die geburtshilfliche Abteilung beim Krankenhaus Bassum aufrecht zu erhalten.

 

Herr Bockhop plädiert vor dem Hintergrund der jüngsten Aktionen auf einigen Wochenmärkten im Landkreis für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und macht darauf aufmerksam, dass solche Aktionen nicht zum guten Image der Krankenhausversorgung und zur Ärzteakquise beitragen. Er betont ausdrücklich die Bemühungen des St.Ansgar Klinkverbundes und die Entwicklung zu einem erfolgreichem Krankenhausstandort.