Auszug - Neuregelungen des Inobhutnahme-Verfahrens im Landkreis Diepholz  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 17.10.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:35 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
Zusatz: Im Anschluss an die Sitzung besteht die Möglichkeit, das neue Jugendmobil des Landkreises Diepholz auf dem Parkplatz am Niedersachsenhaus zu besichtigen.
VO/2012/138 Neuregelungen des Inobhutnahme-Verfahrens im Landkreis Diepholz
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Inge Human (i. V.)
Federführend:FD 51 - Jugend   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Herr Klusmeyer weist auf die dringende Notwendigkeit hin, unter hohem Druck zu Veränderungen kommen zu müssen. Er berichtet von einem starken Anstieg der Fallzahlen in der jüngeren Vergangenheit sowie über eine Steigerung der fachlichen Anforderungen.

 

Die Veränderungen des bisherigen Inobhutnahme-Systems seien in Zusammenarbeit mit den beteiligten Jugendhilfeträgern vorgenommen worden.

 

Die Optimierung des Inobhutnahme-Verfahrens sehe eine konzeptionelle Trennung der Kriseninterventions- und Elternaktivierung von der eigentlichen Inobhutnahme-Betreuung des Kindes vor.

 

Herr Klusmeyer fügt abschließend hinzu, es seien zwischenzeitlich noch bauliche Anforderungen der Betriebserlaubnisbehörde zu prüfen und zu bewerten. Die Erfüllung dieser Anforderungen im Bereich des Brandschutzes und der Sanitärausstattung könnte sich auf die Fragen des endgültigen Mietpreises und des Termins der Inbetriebnahme auswirken. Diese Fragen müssten in den kommenden Wochen endgültig geklärt werden.

 

Im Gremium wird die Meinung vertreten, das Konzept mache Sinn, in der Prävention müssten andere Wege gegangen werden, die hiermit eingeschlagen seien.

 

Die im Rahmen einer lebhaften Diskussion entstandenen Fragen beantwortet Herr Klusmeyer dahingehend, dass durch die Neuregelung des Inobhutnahme-Verfahrens die Struktur der familiären Bereitschaftspflege, in der insbesondere jüngere Kinder aufgenommen werden, nicht tangiert werde.

 

Er betont, auch die bisher bestehenden sieben Inobhutnahme-Einzelplätze, die sich bei verschiedenen Trägern im Südkreis befinden, bleiben bestehen. Die vertraglichen Regelungen behalten ihre Gültigkeit, wenn gleich künftig Inobhutnahmen vorrangig in der Inobhutnahme-Einrichtung erfolgen würden.

 

Die durchschnittliche Verweildauer in der Inobhutnahme-Stelle sei u. a. stark abhängig vom Alter des Kindes/Jugendlichen. Während die Hauptgruppe der 14-15jährigen ca. eine Woche in der Einrichtung verbleibe, sei ein hoher Zeitaufwand erforderlich, wenn jüngere Kinder oder auch Geschwisterkinder betroffen seien. Es bestehe ein Problem darin, diese in geeignete Pflegefamilien zu vermitteln.

Beschluss:

Beschluss:

Die nachfolgend dargestellten, vom Fachdienst Jugend gemeinsam mit den beteiligten Trägern entwickelten Neuregelungen und Grundlagen zu den Inobhutnahmeverfahren im Landkreis Diepholz werden zustimmend zur Kenntnis genommen und beschlossen.

 

Die damit einhergehenden Umsetzungsschritte im Zusammenwirken mit dem Konzept einer sozialräumlichen „Familienaktivierung in der Krise“ werden unterstützt.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die zum Betrieb der Inobhutnahme-Einrichtung notwendigen Vereinbarungen mit dem Träger Stephansstift wie beschrieben abzuschließen. Ebenso soll die Verwaltung die notwendigen Anpassungen in den Sozialraumvereinbarungen zur Realisierung der Krisenintervention im Rahmen des Konzeptes „Familienaktivierung in der Krise“ wie beschrieben vornehmen, damit das Konzept in dem abgestimmten Gesamtrahmen umgesetzt werden kann.

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig