Auszug - Bedarfsgerechte Versorgung im kinder- und jugendtherapeutischen Bereich  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 17.10.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:35 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
Zusatz: Im Anschluss an die Sitzung besteht die Möglichkeit, das neue Jugendmobil des Landkreises Diepholz auf dem Parkplatz am Niedersachsenhaus zu besichtigen.
 
Wortprotokoll
Beschluss

Wortprotokoll:

Frau Human führt aus, die Situation im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung der Kinder und Jugendlichen, hier insbesondere im Versorgungsgebiet Sulingen bereite große Sorge. Sie weist darauf hin, dass nicht nur in dieser Region Wartezeiten zwischen sechs und zwölf Monaten auf ein Erstgespräch oder einen freien Therapieplatz bestehen. Es sei daher der große Wunsch, intensiv auf Veränderungen hinzuwirken.

 

Herr Schmitz bestätigt, diese Situation sei inzwischen erkannt worden. Er führt weiterhin aus, der Versorgung mit Psychotherapeuten liege ein Bedarfsplan zugrunde, der in den 90er Jahren von dem Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, kurz Zulassungsausschuss, anhand von Messzahlen entwickelt wurde. Diese Planung entspreche nicht mehr den aktuellen Erfordernissen.

 

Herr Schmitz stellt für die Versorgung im Landkreis Diepholz eine besondere Situation fest: Der Landkreis werde zusammen mit dem Raum Delmenhorst als Versorgungsgebiet betrachtet und erreiche damit einen Versorgungsgrad von 260 %. Diese rechnerische Überversorgung ergebe sich aufgrund der Mitversorgung durch die Stadt Bremen lediglich für den Nordkreis. Für den gesamten Landkreis sei ein Nord-Süd-Gefälle mit einem Mangel im Südkreis feststellbar.

 

Für den Landkreis Diepholz habe der Zulassungsausschuss „Sonderzulassungen“ veranlasst, damit würden mehr Kinder- und Jugendlichentherapeuten-Stellen zur Verfügung stehen. Es sei jedoch festzustellen, dass die Auslastung der einzelnen Therapeuten nicht angestiegen sei. Einen Hauptgrund sehe er darin, dass Kinder und Jugendliche ausschließlich in den Nachmittagsstunden behandelt werden könnten.

 

Nach Beantwortung von Einzelfragen betont Herr Schmitz, im Zulassungsausschuss darauf hinwirken zu wollen, die Sondersituation des Landkreises Diepholz bei der Bedarfsplanung entsprechend zu berücksichtigen.