Auszug - Jugendberufshilfe im Fachdienst Jugend - Berichte aus den Projekten PACE und Jugend stärken - Aktiv in der Region -  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 14.03.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal des Rathauses Twistringen
Ort: Lindenstr. 14, 27239 Twistringen
Zusatz: Im Anschluss an die Tagesordnung findet ein Besuch des Jugendhauses Twistringen, Lindenstraße 39, 27239 Twistringen, statt.
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Kowalzik blickt einleitend auf die Entwicklung der seit dem Jahr 2012 geförderten Projekte „Pro-Aktiv-Center“ (PACE) und „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region zurück. In der Zusammenwirkung beider Projekte sei es im Landkreis gelungen, den Bereich der Jugendberufshilfen erfolgreich zu entwickeln.

 

Während für das Berufshilfe-Projekt „Jugend stärken – Aktiv in der Region“, das mit einem Eigenanteil von rd. 20 % zu finanzieren sei, nach 2013 keine Weiterfinanzierung durch EU-Mittel erfolgen werde, sei das über ein Landesprogramm geförderte PACE zusätzlich durch eine 50 %ige Kofinanzierung des Job-Center mindestens auch für 2014 abgesichert.

 

Das Finanzvolumen beider Projekte betrage während der Projektlaufzeit bis Ende 2013 insgesamt 1,5 Mio. Euro.

 

Frau Gronwald und Herr Wittmershaus erläutern die Tätigkeitsbereiche der Jugendberufshilfe und des Pro-Aktiv-Center (PACE) im Rahmen einer PowerPoint-Präsentation.

 

Herr Wittmershaus führt aus, das PACE sei als offene Beratungsstelle für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren in Syke, Sulingen und Diepholz angesiedelt und arbeite auf der Einzelfallebene. Ein Schwerpunkt der Arbeit seien Beratungs- und Informationsgespräche, die oft auch von Angehörigen initiiert und/oder begleitet werden. Bei komplexeren Problemlagen biete PACE Unterstützung im Rahmen des Case-Managements.

 

Nach Klärung der jeweiligen Unterstützungsbedarfe sowie vorhandener Kompetenzen und Ressourcen werden konkrete Ziele vereinbart und der Förderprozess ggf. unter Einbeziehung externer Partner im Netzwerk geplant. Dabei bleibe die Prozesssteuerung und Erfolgskontrolle in den Händen des PACE.

 

Das Gesamtziel sei, die Jugendlichen langfristig unabhängig von Transferleistungen zu machen.

 

Herr Wittmershaus berichtet abschließend von einer sehr guten Akzeptanz durch die Jugendlichen.

 

Frau Gronwald erläutert, der Bereich „JUGEND STÄRKEN“ bearbeite die entsprechenden Aufgaben auf struktureller Ebene.

 

Das aktuelle Förderangebot im Landkreis Diepholz könne auf der Online-Datenbank www.sprungbrett-diepholz.de eingesehen werden.

 

Eine Bedarfserfassung erfolge sowohl per Datenerhebung als auch im fachlichen Austausch mit Netzwerkpartnern und durch die Einbeziehung der jungen Menschen selbst. Auf dieser Grundlage werden Lückenschlussprojekte zur Ergänzung der Förderlandschaft entwickelt.

 

Zu den aktuellen Projekten zählen Mentorenprojekte als Form bürgerschaftlichen Engagements, „Baby-Bedenkzeit“ mit Baby-Simulatoren, „WohnTraum“ zur Vorbereitung für die erste eigene Wohnung, „Auskommen mit dem Einkommen“ für die erfolgreiche Verwaltung des eigenen Geldes, zusätzlich werde ein Angebot für schulmüde Jugendliche vorgehalten.

 

Am 17. April 2013 sei ein Fachtag in Planung, der die besonderen Herausforderungen rechtskreisübergreifender Förderverläufe thematisiere.

 

Die enge Zusammenarbeit beider Projekte begünstige beide Ebenen. Die Erfahrungen aus der Einzelfallarbeit fließen in die strukturellen Überlegungen ein. Die aktive Mitgestaltung des Förderangebots wiederum unterstütze die tägliche Arbeit mit den jungen Menschen bedarfsgerecht.

 

Frau Gronwald fügt hinzu, dass 50 % der Jugendlichen im Mentorenprojekt in reguläre Ausbildungsgänge vermittelt werden konnten, sie ergänzt, PACE biete den Jugendlichen eine konkrete Anlaufstelle, während die Tätigkeit der Jugendberufshilfe eher im Hintergrund verlaufe.

 

Herr Klusmeyer bemerkt abschließend in den Projekten eine gegenseitige Ergänzung zu sehen, deren gemeinsames Ziel es sei, die Jugendberufshilfen zu bündeln.

 

Es sei in jedem Fall wichtig, die Jugendlichen frühzeitig zu erreichen, ab einem Alter zwischen 13 und 17 Jahren seien die Weichen zu stellen.

 

Herr Klusmeyer verweist auf die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Juni, in der mögliche Entscheidungen zur Fortführung der Aufgaben nach Ablauf der Förderperioden zu klären seien.

 

Frau Schwartz zeigt sich ebenfalls überzeugt von den Projekten und weist auf die sehr vorteilhafte Zusammenarbeit mit den Sozialraumteams hin.

 

Die Präsentation ist dem Protokoll als Anlage beigefügt.