Auszug - Politische Bildung als Programmbereich der Volkshochschule  

Sitzung des Betriebsausschusses der Volkshochschule des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 5
Gremium: Betriebsausschuss "Volkshochschule des Landkreises Diepholz" Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 21.03.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:25 Anlass: Sitzung
Raum: VHS des Landkreises Diepholz
Ort: Waldstr. 1 (Erdgeschoss), 28857 Syke
VO/2013/046 Politische Bildung als Programmbereich der Volkshochschule
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage VHS
Unterzeichner/in:1. Herr Hermenau (päd. Leiter)
2. Herr Peukert (kaufm. Leiter)
Federführend:Eigenbetrieb 43 - Volkshochschule   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Herr Hermenau erläutert zunächst den Grund für die Nichtbeantragung einer weiteren Förderperiode für das Europäische Informationszentrum in Diepholz (EIZ). Des Weiteren hebt er hervor, dass die politische Bildung bei der VHS weiterhin ein Schwerpunkt bleibt. Auch das Thema Europa wird in Kooperation, wenn sinnvoll, mit der Europaunion fortgeführt. Es finden weiterhin offene Veranstaltungen zu diesem Thema statt. Besonders aktuelle Themen sollen zukünftig zeitnah als Angebot des Bildungsbetriebes vorgehalten werden. Als Beispiel hierfür führt Herr Hermenau das Projekt „TalentCampus“ an, dessen Hintergrund der Präventionsgedanke ist. Dieses soll als Reaktion auf den Gewaltvorfall in Weyhe als Projekt in der Gemeinde erstmals starten. Anschließend gestellte Fragen der Betriebsausschussmitglieder werden entsprechend beantwortet. Herr Dr. Dr. Griese weist noch einmal auf die offene Jugendarbeit am Beispiel des Jugendhauses Bruchhausen-Vilsen hin.

 

Herr Peukert geht hinsichtlich des Themas Europa und EIZ noch einmal auf die Gründe für einen Verzicht auf die Beantragung einer weiteren Förderperiode (2013-2017) ein. Insbesondere die finanzielle Situation gestaltet sich für eine Fortführung problematisch, da das EIZ im kommenden Zeitraum mit weniger Fördermitteln auskommen und somit die VHS einen Zuschuss zum Betrieb leisten müsste. In der Vergangenheit war ein kostenneutraler Betrieb des EIZ nur durch die Mitfinanzierung über ein weiteres Europaprojekt möglich. Herr Dr. Dr. Griese erkundigt sich nach diesem zusätzlichen Projekt und Herr Peukert erklärt, dass es sich bei diesem um eine Städtepartnerschaft der Europäischen Kommission handelte. Ein erneuter Antrag im Jahr 2012 wurde abschlägig beschieden. Daher ist es nicht weiter möglich, das EIZ kostenneutral zu betreiben, vor allem vor dem Hintergrund, dass das Personal entsprechend der Vorgaben der Kommission vorgehalten werden muss. Herr Husmann bittet in diesem Zusammenhang dem Protokoll eine Einnahmen- und Ausgabendarstellung des vergangenen Förderzeitraums für das EIZ beizufügen.

 

In der anschließenden Aussprache stellt Herr Schmitz heraus, dass in den Arbeitsstellen das Thema Europa stets präsent sein soll. Herr Kropf, als Vertreter der Arbeitsstellenleiter, stellt die derzeitige Situation in den Arbeitsstellen zum Thema Europa dar und weist auf die immer wiederkehrenden Schwerpunkte in den einzelnen Programmen der Jahre hin. Herr Schmitz regt weiterhin die Durchführung von Gesprächskreisen unentgeltlich an. Herr Hermenau bekräftigt diese Auffassung und teilt mit, dass auch weiterhin kostenfrei Veranstaltungen angeboten werden. Herr Dr. Dr. Griese bittet um Erläuterung der Position politischer Bildung bei anderen VHS´n und regt an, politische Bildung in allen Arbeitsstellen des Landkreises gleichmäßig anzubieten. Herr Hermenau bittet um Verständnis, dass dieses Vorgehen problematisch ist, da die ehrenamtlich tätigen Arbeitsstellenleitungen durch die VHS-Leitung aufgrund ihres Statuses  nicht angewiesen werden können (es besteht keine Weisungsbefugnis). Darüber hinaus ist es erfahrungsgemäß besser, die je individuellen Gegebenheiten der Arbeitsstellen als Ausgangspunkt von Planungen zu berücksichtigen. Frau Hermenau, als Arbeitsstellenleiterin für die Stadt Diepholz gibt zu bedenken, dass nicht in allen Orten ein so hoher Bedarf an politischer Bildung besteht und sich die Kooperation mit Schulen als sehr schwierig erweist.

 

Im Verlauf des Gesprächs stellt sich heraus, dass unterschiedliche Gründe für die Entwicklung eines Bildungsangebots in den einzelnen Städten, Samtgemeinden und Gemeinden existieren. Ein Indiz dafür kann gemäß Dr. Dr. Griese die Bereitstellung eigener Seminarräume vor Ort sein. Für das laufende Semester hat Herr Hermenau beispielsweise eine Reihe von Vorschlägen für die inhaltliche Gestaltung des Schwerpunktthemas den Arbeitsstellenleitungen unterbreitet, dies hat jedoch zu keinen konkreten Veranstaltungen vor Ort geführt. Er gibt außerdem zu bedenken, dass die Veranstaltungen, die im Fachbereich 1 statistisch abgebildet werden, nur zu einem kleinen Teil Veranstaltungen der politischen Bildung sind. Daher können Vergleiche der Arbeitsstellen, die auf dieser Statistik beruhen, leicht ein verzerrtes Bild ergeben.

 

Herr Schröder erkundigt sich nach dem Leitbild der VHS und bekräftigt die Durchführung der flächendeckenden Bildung im Landkreis Diepholz. Herr Kropf geht auf das Leitbild der VHS ein und teilt mit, dass auch andere VHS´n erhebliche Probleme bei der Durchführung von politischen Veranstaltungen haben. Einige Beispiele hierfür sind das Speed-Dating, das im Landkreis Diepholz, speziell in Kirchdorf gut angenommen wurde und in anderen Landkreisen überhaupt nicht zustande kam. Herr Hermenau begrüßt ausdrücklich, den Bereich politische Bildung weiter als aktiven Bildungsauftrag voranzutreiben und sichert den Arbeitsstellen bei der Planung Unterstützung zu. Man muss aber wissen, dass die Teilnehmerresonanz im Durchschnitt sehr gering ist. Die anschließende Beschlussfassung erfolgt einstimmig.

Beschluss:

Beschluss:

Politische Bildung gehört mit all ihren Facetten zum Bildungsauftrag der Volkshochschule des Landkreises Diepholz. Die Volkshochschule fühlt sich verpflichtet, mit ihren Angeboten, zur politischen Bewusstseinsbildung der Bürgerinnen und Bürger beizutragen sowie deren gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

 

Das Angebot soll neben der Thematisierung grundlegender Aspekte jeweils gesellschaftlich relevante und aktuelle Entwicklungen aufnehmen und in geeigneten Veranstaltungsformen aufbereiten.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig