Auszug - Bekanntgaben  

Sitzung des Kreistages
TOP: Ö 14
Gremium: Kreistag Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 16.06.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:30 - 16:10   (öffentlich ab 15:40) Anlass: Sitzung
Raum: Gasthaus "Zur Post"
Ort: Hauptstraße 16, 27211 Bassum-Neubruchhausen
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Asbestbelastung in der Sporthalle Bassum

 

Landrat Bockhop verweist auf die Berichte in der Presse zu dieser Problematik. Der Ausbau und die Entsorgung von asbesthaltigen Lüftungsklappen sollte durch eine Firma erfolgen, die die erforderlichen Nachweise besitzt, um diese Arbeiten durchführen zu können. So sei die Ausschreibung erfolgt.

 

Die zusätzliche, erst durch die Baumaßnahme erforderlich gewordene weitere Asbestsanierung müsse durchgeführt werden. Messungen hätten einen Wert von 46.000 Fasern/m³ ergeben, was deutlich über dem Grenzwert von 1000 Fasern/m³ liege. Diese Belastung habe im laufenden Betrieb der Sporthalle nicht bestanden, sondern sich erst durch die unsachgemäßen Arbeiten ergeben.

 

Die Kosten für die Sanierung der Sporthalle seien mit 1,8 Mio. € veranschlagt worden, weitere 400.000 € habe die Stadt Bassum für die Neugestaltung des Fußballumkleidebereichs zur Verfügung gestellt. Nun sei von Mehrkosten in Höhe von rund 500.000 € auszugehen, für die nach seiner Einschätzung die beauftragten Firmen bzw. der Architekt aufkommen müssten.

 

Wenn nun gefragt werde, ob ein Abriss nicht günstiger sei, müsse berücksichtigt werden, dass auch dann die gleichen Kosten für die Entsorgung sämtlichen belasteten Materials entstünden. Üblich bei einer Asbestsanierung sei es, das Gebäude einzuhüllen und die Fasern auszublasen. Fraglich sei jedoch, ob der Hallenschwingboden und das offenporige Mauerwerk gereinigt werden könnten.

 

Landrat Bockhop erklärt abschließend, dass er nicht davon ausgehe, dass der Landkreis die Mehrkosten tragen müsse und dass die Belastung erst mit Beginn der Baumaßnahme eingetreten sei. Die Verzögerung um vier Monate sei ärgerlich, aber die Gesundheit gehe vor.


 

Abstimmungsergebnis: