Auszug - Sachstandsbericht Rettungsdienst  

Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 11.06.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:35 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrtechnische Zentrale Barrien
Ort: Bremer Straße 39, 28857 Syke
Zusatz: Um 15:30 Uhr wird vor dem Beginn der Sitzung eine Besichtigung der Feuerwehrtechnischen Zentrale Barrien angeboten.
VO/2015/098 Sachstandsbericht Rettungsdienst
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Pragal (i. V.)
Federführend:FD 32 - Sicherheit und Ordnung   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Fachdienstleiter Speckmann verweist zu diesem Tagesordnungspunkt auf die der Ladung beigefügte Sitzungsvorlage vom 29.05.2015 und der Vorgabe des Nds. Rettungsdienstgesetzes, wonach zwischen dem Beginn der Einsatzentscheidung durch die Leitstelle bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Einsatzort der Zeitraum in 95 % der Fälle 15 Minuten nicht übersteigen soll. Er führt dazu aus, dass die Anzahl der Einsätze im Jahre 2008 von 7.300 auf 9.640 Einsätze im Jahre 2014 angestiegen ist und die Nichteinhaltung der vorgegebenen Hilfsfrist von 12,6 % im Jahre 2009 auf 6,1 % im Jahre 2014 verbessert werden konnte. Auch im I. Quartal 2015 ist die Anzahl der Einsätze um weitere 5 % gestiegen.

 

Von Herrn Speckmann wird weiter ausgeführt, dass die Inbetriebnahme der Rettungswache Diepholz sich äerst positiv für das Gebiet der Samtgemeinde Lemförde auswirkt und hier zu einer Halbierung der Hilfsfristüberschreitungen in Lemförde geführt hat. Probleme hingegen bereiten noch die Bereiche Kirchdorf, Freistatt und Bruchhausen-Vilsen wegen der insbesondere dort auftretenden Duplizitätsfälle und der weiten Wege zum nächstgelegenen Krankenhaus. In der Ortschaft Freistatt tritt ein Großteil der Hilfsfristüberschreitungen in der Samtgemeinde Kirchdorf auf. In der Gemeinde Wagenfeld konzentrieren sich die Hilfsfristüberschreitungen vor allem auf die Ortschaft Ströhen. Auch der Bereich Barnstorf ist nach seiner Auffassung weiter zu beobachten. Die aktuell anstehende Krankenhausneustrukturierung werde sehr wahrscheinlich Auswirkung auf die Steuerung des Rettungsdienstes haben, ggf. würden zusätzliche Rettungsmittel erforderlich. Nach Auffassung des Fachdienstleiters werde das neue Gutachten weitere Klarheit geben, das dann die Änderung der Krankenhausstruktur berücksichtigen werde. Zuchst sind jedoch die Einsatzzahlen 2014 und 2015 mit dem Ziel der 95%igen Hilfsfristeinhaltung abzuwarten.
 

Ausschussvorsitzender Dr. Genthe regt wegen der starken Hilfsfristüberschreitung in der Gemeinde Wagenfeld an, ein Fahrzeug von Sulingen zur FTZ Wehrbleck zu verlegen, worauf Herr Speckmann vorschlägt, die Expertise des Gutachters abzuwarten. Auch Herr Engelbartlt die Situation in der Gemeinde Wagenfeld, insbesondere im Ortsteil Ströhen,r äerst unbefriedigend und bittet eindringlich um Lösung dieser Problematik. Die Steigerung der Notfalleinsätze in den vergangenen Jahren um 32 % hält Herr Barthelr sehr auffällig, den Herr Speckmann mit dem demografischen Wandel und der Veränderung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie der Bereitschaft und dem Anspruchsdenken der Belkerung begründet. Herr Dr. Callies untermauert als ärztlicher Leiter Rettungsdienst die vorgetragenen Gründe und gibt zu bedenken, dass alle Kommunen im Landkreis Diepholz betroffen sind und eine angemessene Reaktion erfolgen müsse.

 

Ausschussmitglied Brockhoff ist erfreut über die hohe Zahl der Hilfsfristeinhaltung in den Gemeinden Stuhr, Weyhe und Syke und bittet um Auskunft zu den einzelnen zeitlichen Überschreitungen, worauf Herr Speckmann antwortet, dass eine detaillierte Betrachtung bei dem Gutachten vorgenommen werde. Auch Frau Roitsch-Schröderlt das Gutachten für notwendig, wobei auch die Ursachen des Notrufs betrachtet werden müssen. Herr Wehrbein gibt zu bedenken, das weitere Gutachten abzuwarten und erkundigt sich nach Kosten weiterer Rettungsmittel. Daraufhin führt Herr Speckmann aus, dass bei einer zeitlichen Besetzung mit weiteren 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr ein Rettungswagenhrliche Kosten von ca. 500.000 EUR verursacht. Der Ausschussvorsitzende Dr. Genthe fasst die inhaltliche Diskussion dahingehend zusammen, dass der Ausschuss eine Überprüfung der Wagenfelder Hilfsfristüberschreitung möchte und eine Begutachtung unterstützt wird.


Beschluss:

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig