Auszug - Impulsvorträge a. "Alternative Demenzversorgung im In- und Ausland" (Wolfgang Klee, Bethel im Norden, Verbundleiter für die Pflegeeinrichtungen Heimstatt und Kirchdorf) b. "Demenzversorgung in Stuhr und Weyhe und deren Begründung" (Dr. Eberhard Hesse, Vorsitzender des Vereins "PRO DEM e. V.") c. Vorstellung der Technikberatungsstelle "besser zuhause" in Weyhe (Debora Stockman, Beratungsstelle-Mitarbeiterin)  

Sitzung der Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 3
Gremium: Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 09.07.2015 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 18:10 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Pragal leitet nach einführenden Worten zu den Vorträgen von Herrn Klee, Herrn Dr. Hesse und Frau Stockmann von der Technikberatungsstelle über.

 

a.

 

Herr Klee referiert über die Joint Demtia Initiative in Falkirk / Schottland und das davon in Teilen abgeleitete Projekt „SOwieDAheim“ des Main Kinzig-Kreises (MKK) in Hessen. Die Initiative in Schottland besteht aus 7 Angeboten, wobei im MKK nur das Projekt „Home from Home“ (häusliche Tagespflege) umgesetzt wird. Bei beiden Initiativen handelt es sich um ein kommunales Angebot mit MitarbeiterInnen aus der Verwaltung und ehrenamtlich tätigen Personen. Es ist ein flächendeckendes niedrigschwelliges Angebot in den jeweiligen Verwaltungseinheiten, die in Größe und Einwohnerzahl mit dem Landkreis Diepholz vergleichbar sind.

 

Der präsentierte Vortrag ist dieser Niederschrift als Anlage 1 beigefügt.

 

b.

 

Herr Dr. Hesse legt in seinem Impuls-Vortrag zunächst die Ergebnisse einer Umfrage, die mit standardisierten Interviews durchgeführt worden ist, dar. Anschließend stellt er den Verein PRO DEM e.V. mit seinen drei Kernkompetenzen „Beratung, Unterstützung und Förderung“ vor. Zu den Projekten des Vereins gehören die Senioren- und Pflegestützpunkte und das Quartiersmanagement. Beide Projekte sind in den Gemeinden Stuhr und Weyhe umgesetzt. Abschließend referiert er noch über den Zusammenhang von Stress mit Demenzerkrankungen sowie über das ständige Herausfordern von Nervenaktivitäten um das Fortschreiten dieser Erkrankung zu reduzieren.

 

Die Präsentation des Impuls-Vortrages ist dieser Niederschrift als Anlage 2 beigefügt

 

c.

 

Das Modellprojekt wird von der Beraterin Frau Stockmann vorgestellt. Die Beratungsstelle wird im Rahmen des Förderprogramms „Besser Leben im Alter durch Technik“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt. Das Projekt wird in den Gemeinden Stuhr und Weyhe umgesetzt und ist beim Senioren- und Pflegestützpunkt in Stuhr angesiedelt. Es richtet sich an Senioren, an Zugehörige und an die lokale Wirtschaft. Zu dem Leistungsangeboten gehören Schulungen für MultiplikatorInnen, Aufklärung / Sensibilisierung des Themas, Beratung von SeniorInnen und Zugehörige sowie die Etablierung von altersgerechter Technik in der lokalen Wirtschaft. Die Projektfinanzierung durch das BMBF endet zum 31.12.2015. Die beteiligten Akteure (Träger, ergänzende Beratungsstellen) streben eine Fortführung an damit die erworbene spezielle Beratungskompetenz im Landkreis erhalten bleiben kann. Außerdem könnte die Zielgruppe auf Menschen mit Behinderungen erweitert und das Einzugsgebiet auf den gesamten Landkreis ausgedehnt werden. Für die Umsetzung fehlen aber die finanziellen Mittel.

 

Bei der anschließenden Diskussion sprechen Herr Klee und Frau Heckmann die Schaffung von Doppelstrukturen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten an.

Frau Stockmann berichtet, dass bezüglich der weiteren Finanzierung mit der lokalen Wirtschaft Gespräche stattgefunden haben, diese Akteure aber keine Möglichkeit sehen, diese Arbeit zu unterstützen. Außerdem beschreibt Frau Stockmann die Beratung als sehr umfassend für die ein spezielles Fachwissen nötig ist und daher nicht so einfach von bestehenden (Beratungs-)Stellen übernommen werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich dabei um schnelllebige Informationen handelt, die immer aktualisiert werden müssen und diese Arbeit sehr ressourcenbindend ist.

Herr Pragal merkt an, dass Aufgabe der Senioren- und Pflegestützpunkte die Erstellung eines eigenen Konzeptes zur Wohnraumberatung sei und somit auch das Thema der Technikberatung hiermit verbunden werden könnte  Ggfls. könnte ein SPN die federführende Rolle hierbei einnehmen.

Frau Fischer gibt den Hinweis, dass der Wissenstransfer über die Weiterentwicklung der Technik dann von einer koordinierenden Kraft in die Senioren- und Pflegestützpunkte transportiert werden müsste.

 

Die Vorstellung der Beratungsstelle ist dieser Niederschrift als Anlage 3 beigefügt.

 

Herr Pragal bedankt sich bei Herrn Klee, Herrn Dr. Hesse und Frau Stockmann für Ihre Ausführungen.