Auszug - Bericht der Verwaltung  

Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung und Umwelt
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 08.03.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:40 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Vogel erläutert, dass bisher Aufträge zur Untersuchung von 7 Bohrschlammplätzen erteilt wurden. Hierbei handelt es sich um Gutachten zur Gefährdungseinschätzung für die Phasen 1 und 2 zur Untersuchung des Oberbodens und im eingeschränkten Umfang des Grundwassers.

 

Nach den vorliegenden Vorabinformationen sind im landwirtschaftlich genutzten Oberboden nur Spuren von MKW gefunden worden,hrend BTEX und PAK unterhalb der Bestimmungsgrenze lagen und der Oberboden ansonsten  in die Schadstoffklasse Z0 einzustufen ist und damit uneingeschränkt verwendbar wäre. Der deponierte Boden (Deponat) selbst ist, wie erwartet, stark belastet. Im Grundwasser wurden keine Schadstoffe nachgewiesen, aber teilweise erhöhte Chlorid-Werte gemessen. Allerdings wurden die Brunnen nur auf 5 m Tiefe gebohrt, sodass belastbare Daten hierzu noch nicht vorliegen. Umfangreichere Grundwasseruntersuchungen wären erst in Phase 3 vorgesehen. Herr Vogel betont, dass bislang nur Vorabinformationen vorliegen und weitere Aussagen erst nach Vorlage der Gutachten möglich sind. Herr Vogel wird in einer der nächsten Sitzungen über die konkreten Ergebnisse berichten.

In 2017/2018 sollen weitere 20 Bohrplätze untersucht werden.

 

Herr van Lessen ergänzt, dass der Landkreis Diepholz die Untersuchung mit 80 % Förderung und 20 % Eigenanteil übernommen hat, obwohl Zweifel an der Zuständigkeit bestehen (für den Bergbau besteht eine Regelzuständigkeit des LBEG). Eine andere Bodenschutzbehörde plant eine Musterklage gegen das Land Niedersachsen auf Feststellung der Zuständigkeit des LBEG.