Auszug - Vortrag zu den ersten Ergebnissen aus dem Pflegebericht 2017, Lennart Sandvoss vom Fachdienst Soziales  

Sitzung der Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 4
Gremium: Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 16.05.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:30 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Der Vorsitzende Herr Pragal stellt den neuen Landkreismitarbeiter Herr Sandvoss vor, der die Aufgaben von Frau Münzer übernommen hat und in der Folge mit der Altenhilfe- und Eingliederungshilfeplanung betraut ist. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich Herr Sandvoss aktuell mit der Erstellung des örtlichen Pflegeberichts, der in diesem Jahr erscheinen wird. 

 

Herr Sandvoss stellt zunächst die regionalen Entwicklungen in der Bevölkerungsentwicklung vor. Die Gemeinden im nördlichen Landkreis seien in diesem Zusammenhang deutlicher von Alterungsprozessen betroffen als die Gemeinden im südlichen Landkreis. Insbesondere zeigt sich eine erhebliche Zunahme der Zahl der Menschen über 80 Jahren bis ins Jahr 2030, die eine große Wahrscheinlichkeit besitzen, pflegebedürftig zu werden. Gleichermaßen sei im gleichen Zeitraum eine landkreisweite Abnahme der Zahl der Menschen zwischen 45 und 65 Jahren zu verzeichnen, die bisher oftmals die Pflege der Angehörigen übernommen haben.

 

Weiterhin berichtet Herr Sandvoss, dass die regionalen Pflegesettings, d.h. die Verteilung der Pflegebedürftigen auf die Leistungsarten Angehörigenpflege, Pflegedienst und Pflegeheim in den Sozialräumen deutlich voneinander abweichen, so dass mit unterschiedlichen zukünftigen Herausforderungen gerechnet werden könne.

 

Letztlich prognostiziert Herr Sandvoss, dass eine erheblich Anzahl von zusätzlichen Fachkräften zur zukünftigen Sicherstellung der pflegerischen Versorgung benötigt würde.

 

Herr Pragal teilt mit, dass die detaillierten Ergebnisse im Sozialausschuss vorgestellt und evtl. vorab mit den Gemeinden besprochen werden sollen. Der vollständige Bericht würde dann im Herbst dieses Jahres veröffentlicht.