Auszug - Berichte aus den Fachgruppen und der Verwaltung  

Sitzung des Psychiatriebeirates
TOP: Ö 5
Gremium: Psychiatriebeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 12.06.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:00 Anlass: Sitzung
Raum: Sozialraum A042 des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Bericht aus der Fachgruppe Erwachsene:

Herr Jürs berichtet als Fachgruppensprecher, dass die Fachgruppe (FG) ca. 19 Personen umfasst und hauptsächlich aus Leistungserbringern und Fachdienstvertretern des Landkreises bestehe (FD50 und 53). Die FG hat sich seit 03/2017 bisher fünf Mal getroffen.

Im Zuge dessen wurden die Einrichtungen der Delme Werkstätten (Bildungszentrum in Syke), der AWO Trialog sowie der Selbsthilfekontaktstelle (KiBis) vorgestellt und besichtigt und folgende wesentlichen Schwerpunktthemen diskutiert:

- Auftragsklärung der Fachgruppe

- Bedarfsfeststellungsverfahren Nds. (BeNi)

- Gesamtplanverfahren im Landkreis DH

- Kommunale Psychiatrieberichtserstattung

 

Im Allgemeinen wurde seitens der FG-Mitglieder festgestellt, dass sich die psychiatrische Versorgung im Landkreis auf quantitativer Ebene gut entwickelt habe. Qualitativ sei aber insbesondere die Vernetzung (zwischen den Leistungserbringern und auch den Leistungsträgern) noch zu verbessern.

 

Bericht aus der Fachgruppe Junge Erwachsene:

Frau Gerken berichtet als Fachgruppensprecherin, dass die Fachgruppe (FG) aktuell ca. 25 Personen umfasst und sich im letzten Jahr drei Mal getroffen hat. Hauptsächlich seien die Mitglieder Anbieter versch. psychosozialer Hilfen, Berufsbetreuer und Landkreismitarbeiter (FD50 u. 53).

Die Fachgruppe hat sich im letzten Jahr überwiegend mit der Erstellung einer Angebotsübersicht befasst, indem erst einmal die aktuellen Gesetzesgrundlagen für die anvisierte Klientelgruppe (Junge Erwachsene) zusammengetragen wurden. Es wurde festgestellt, dass eine Vielzahl von Leistungsträgern für die die Klientelgruppe (J. E. ) formal zuständig ist und insbesondere in den Überschneidungsbereichen von SGB I, II, III, VIII, IX und XII ein kompliziertes Geflecht von Zuständigkeiten in Bezug zum Lebensalter, vorausgegangenen Hilfezuwendungen und Nachrangigkeitszuordnungen bestehe.

In mehreren Fallgesprächen wurden zudem verschiedene Versorgungsprobleme diskutiert. So bräuchten bspw. zu Hause lebende junge psychiatrieerfahrene Erwachsene, Hilfen zum ABW, insbesondere um sich von einem potenziell schwierigen Elternhaus loslösen zu können.

Weiterhin besteht seitens einiger FG-Mitglieder der Wunsch nach vermehrten präventiven Angeboten damit sich psychische Erkrankungen bei J. E. gar nicht erst entwickelten.

Als weitere wichtige Punkte werden zudem Hilfen zum bezahlbaren Wohnraum sowie die Schaffung geeigneter Arbeitsangebote angesehen. Aus diesem Grund wurde auch ein Mit-arbeiter des Jobcenters in die FG eingeladen, um die Maßnahmen für J. E. vorzustellen.

 

Bericht aus der Fachgruppe Ältere Menschen:

Herr Klee berichtet als Fachgruppensprecher, dass sich die Fachgruppe aktuell aus ca. 25 Personen zusammensetzt, von denen aber durchschnittlich weniger als 10 Personen bei den drei Sitzungen im vergangenen Jahr anwesend waren.

Zunächst wurde innerhalb der Fachgruppe der Personenkreis definiert, den die Klientelgruppe, über die diskutiert wird, umfassen soll. Es wurde festgelegt, dass für Menschen, die aus beschützt beschäftigter Arbeitsstruktur heraus in das Rentenalter eintreten, für ausreichende Beschäftigungsangebote und gesunde Tagesstruktur gesorgt werden soll. Die Klientelgruppe wurde außerdem erweitert auf alle psychisch Erkrankten im Rentenalter. Auch pflegebedürftige Menschen aus dieser Gruppe sollen Berücksichtigung finden.

Die Senioren- und Pflegestützpunkte des Landkreises wurden in der Fachgruppe als ein zentrales Beratungsinstrument vorgestellt.

Hinsichtlich der Beratung des definierten Personenkreises, wird von Herrn Klee vorgeschlagen, entsprechendes Personal vermehrt fort- und weiterzubilden, um auch die Bedarfe von Älteren psychisch Erkrankten adäquater berücksichtigen zu können. Der demografische Wandel werde diesbezüglich große Herausforderungen an das Hilfesystem stellen, denen es zu begegnen gelte.

 

Bericht aus der Fachgruppe Kinder und Jugendliche

Die Fachgruppe, die aktuell ca. 20 Mitglieder (MG) umfasst, hat sich im letzten Jahr zwei Mal getroffen. Es waren jeweils 9 MG anwesend. Bisher hat sich kein Fachgruppensprecher finden können. Herr Dr. Kotsch berichtet daher stellvertretend für diese Gruppe.

Zu Beginn wurde die Erwartungshaltung der Mitglieder abgeklärt und folgende Fragestellungen bzw. Ziele festgelegt:

-          Wo gibt es kinder- und jugendpsychiatrische Angebote im Landkreis Diepholz?

-          Was kann und soll Jugendhilfe leisten?

-          Angebote für psychisch kranke Eltern und deren Kinder entwickeln.

-          Arbeit mit den psychisch kranken Eltern.

-          Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Erwachsenpsychiatrie und Jugendhilfe anstoßen.

-          Akteure und Schnittstellen sowie Strukturen und Gesichter dazu kennen lernen

-          Ideen entwickeln, wie lange Wege für bestimmte Zielgruppe überbrückt werden können, damit diese zu den Angeboten im Landkreis kommen.

 

In der zweiten Sitzung wurde zusätzlich zu den bereits festgelegten Arbeitsschwerpunkten die Frage nach der konkreten Umsetzung des BTHG im Allgemeinen sowie im Landkreis DH aufgeworfen.

 

Bericht aus der Fachgruppe Sucht

Ein Bericht zur Fachgruppe Sucht, die sich als einzige Fachgruppe selbstständig trifft, konnte aufgrund der Vakanz des Fachgruppensprechers Herrn Hoppe (Leiter Fachklinik Bassum Bethel im Norden) leider nicht erfolgen.