Auszug - Vorstellung eines Fragebogens zur Erhebung der allgemeinen Situation in der pflegerischen Versorgung im Landkreis Diepholz  

Sitzung der Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 4
Gremium: Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 23.10.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:00 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Zur Erhebung der pflegerischen Situation und des Fachkräftemangels im Landkreis Diepholz wurde ein Fragebogen erstellt, der auch aus der Diskussion der letzten Sitzung der Pflegekonferenz heraus entstanden ist. Frau Tapken stellt die konzipierten Fragen anhand einer Präsentation vor, die diesem Protokoll als Anlage 1 beiliegt. Der Fragebogen ist aufgeteilt in die Sektoren stationär, teilstationär und ambulant und betrachtet die Bereiche der Einrichtungen und Dienste allgemein, die Struktur der Klienten, des Personals und der Einrichtung sowie das Vorhandensein von Ausbildung und Praktika in den einzelnen Pflegebereichen.

 

Die anwesenden Mitglieder der Pflegekonferenz ergänzen den derzeitigen Fragenkatalog während des Vortrages: Für die Klienten der jeweiligen Dienste und Einrichtungen wird eine Altersabfrage der unter 60-jährigen Personen hinzugefügt. Außerdem sollen die stationären Einrichtungen nach der weiteren Auslastung im Bereich der Kurzzeitpflege befragt werden. Um eine Berücksichtigung aller Geschlechter zur gewährleisten, wird im ersten Bereich des Fragebogens eine Anmerkung zur Vereinfachung der Fragen durch Verwendung der männlichen Form hinzugefügt. Die Fragen zur Spezialisierung werden durch die Aufgabengebiete der jüngeren Pflegebedürftigen, der Intensivpflege, der Palliativpflege und der geschützten Unterbringung ergänzt. Frau Fischer spricht sich für eine Darstellung der Überstunden des Personals aus, da viele Pflegekräfte mehr arbeiten würden als in ihrem Arbeitsvertrag festgehalten wird. Herr Plumhof verweist darauf, dass der Fragebogen nicht überfüllt werden dürfte, damit die Einrichtungen mit dem Ausfüllen nicht überfordert seien. Eine gewisse Anonymität solle außerdem gegeben sein.

 

Frau Helms berichtet, dass der Verein ProDem nach der letzten Pflegekonferenz für die Kommunen Stuhr und Weyhe bereits eine auf wenige Fragen reduzierte Befragung der Einrichtungen und Dienste im Pflegebereich vorgenommen hätte. Dabei hätten etwa 50% der Einrichtungen und Dienste die Fragen beantwortet. Frau Helms weist aufgrund dieser Erfahrung darauf hin, dass der Stichtag nicht weit in der Vergangenheit liegen sollte, damit das Beantworten der Fragen für die Einrichtungen einfacher wird. Frau Fischer hält es außerdem für sinnvoll, eine Verknüpfung zwischen den Ergebnissen des Fragebogens und der Befragung der Compass Pflegeberatung herzustellen.

 

Im weiteren Verlauf entsteht eine rege Diskussion über die Schaffung von Anreizen zur Erhöhung der Rücklaufquote des Fragebogens. Einerseits wird eine Versendung der Abfrage über die Senioren- und Pflegestützpunkte befürwortet, während andererseits eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung in Betracht gezogen wird. Schließlich wird sich darauf geeinigt, dass der offizielle Charakter unter dem Logo des Landkreises gewährleistet sei und das Anschreiben die Absicht der Befragung als Planungsinstrument deutlich machen müsste. Zudem solle ein Pre-Test mit dem Fragebogen unternommen werden, damit im Anschreiben eine ungefähre Ausfüllzeit angegeben werden könne. Frau Tammen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Mitglieder der Pflegekonferenz sich gegenüber den Einrichtungen und Diensten für die Beantwortung der Abfrage aussprechen sollten. Alle anwesenden Mitglieder der Pflegekonferenz stimmen darin überein, dass der Fragebogen ein gutes Instrument für eine weitere Planung sei und die Pflegekonferenz bei den Einrichtungen für eine Teilnahme an der Befragung werben sollte.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage_1_TOP_ 4_Abfrage_zur_Erhebung_der_pflegerischen_Versorgung (381 KB)