Auszug - Vorstellung des Orientierungsangebots Musikschule macht Schule („Mumaschu“)  

Sitzung des Betriebsausschusses der Kreismusikschule des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 5
Gremium: Betriebsausschuss "Kreismusikschule des Landkreises Diepholz" Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 20.11.2018 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Kreishauses Syke
Ort: Amtshof 3, 28857 Syke
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Zu Beginn des Tagesordnungspunktes geht Herr Wegert auf die Gebäudeplanung in Syke ein. Die Überlegungen sind noch nicht weit genug vorangeschritten, daher wird dieser Sachverhalt nach weiterer Prüfung und Planung in einem der kommenden Betriebsausschüsse behandelt. Er berichtet nun über das Orientierungsangebot „Musik macht Schule“ (Anlage 2). Dieses wurde bereits 2014 bei der Kreismusikschule begonnen und im Rahmen des Musikalisierungsprogramms „Wir machen die Musik“ des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt je zu einem Drittel durch die Kommunen, die entsprechende Gelder an die teilnehmenden Schulen weiterleiten, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Kreismusikschule. Ziel ist es Schüler bereits im Grundschulalter an Instrumente heranzuführen, was auch seitens der KMS zur Steigerung der Schülerzahlen beitragen kann. Als Beispiel wird von Herrn Wegert ein youtube-Video über die Arbeit mit Grundschülern an der Grundschule Leeste gezeigt. In einem Rückblick auf seine Schulzeit und der seiner Kinder stellt Herr Timm dar, wie wichtig dieses Projekt für Schüler ist, da heute die Ansprüche an diese doch sehr gestiegen sind. Frau Klomburg erkundigt sich bei Herrn Wegert nach noch vorhandenen Kapazitäten. Diese sind nach seiner Aussage vorhanden. Bisher ist jedes Jahr eine Schule hinzugekommen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei der Einsatz geeigneter Lehrkräfte, die es verstehen, die Schüler für Instrumente und Musik zu begeistern. Die KMS ist selbstverständlich bereit, den Bereich stetig auszubauen, was aber in Abhängigkeit mit den Schulleitungen der jeweiligen Grundschulen steht, obwohl insbesondere Eltern keine Kosten tragen müssen. Da Musik auch ein Schulfach ist möchte Herr Schnieder wissen, wie ausgeprägt dieses Fach an Schulen ist. Gemäß Herrn Wegert kann hierzu keine eindeutige Aussage getroffen werden, da der Unterricht von der inhaltlichen Gestaltung der Schule abhängig ist. Auf die Frage von Frau Heckmann, wieviel Wochenstunden die KMS an einer Grundschule unterrichtet und ob die Instrumente gestellt werden, antwortet Herr Wegert mit 24 Jahreswochenstunden. Die Instrumente werden von der Kreismusikschule den Schülern zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei um 4 Instrumente für jeweils 8 Wochen, die jedoch in der Schule verbleiben und nicht mit nach Haus genommen werden dürfen. Herr Schröder wünscht der KMS weiterhin viel Erfolg beim Ausbau des Projektes, da die Suche nach geeignetem Lehrpersonal nicht leicht ist. Ihn interessiert, ob Überlegungen angestrebt werden, auch im Bereich Gesang tätig zu werden. In diesem Punkt verweist Herr Wegert auf zwei bereits eingerichtete Singklassen an der Grundschule in Sankt Hülfe und einer in Bassum. Weitere Gespräche mit anderen Schulen haben bereits stattgefunden, gestalten sich jedoch schwierig. Worin begründet sich die Haltung der Schulleiter, der Musik gegenüber nicht so empfänglich zu sein, möchte Herr Schröder wissen. Die Einschätzung von Herrn Wegert ist, dass die Schulleiter sich überfordert fühlen, wenn die KMS an sie mit dem Wunsch zur Kooperation herantritt. Frau Klomburg interessiert inwieweit sich bereits ein Erfolg eingestellt hat. Nach Auskunft von Herrn Wegert liegt der Zuwachs an Schülern bei 71%, wovon 15% - 20 % mit Instrumentalunterricht weitermachen und Andere erst später in den Musikschulunterricht einsteigen. Herr Kortkamp bedankt sich bei Herrn Wegert für das Engagement in diesem Projekt und wünscht weiterhin viel Erfolg. Daraufhin appelliert Herr Timm an die Betriebsausschussmitglieder in ihren Kommunen in Erfahrung zu bringen warum sich vor Ort nicht alle Grundschulen in das Projekt einbringen. Auch die Landesschulbehörde sollte angeschrieben werden. Frau Klomburg und auch Herr Schröder sprechen sich in diesem Kontext für mehr Werbung aus.

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2018-11-20 TOP _5 Präsentation Musikschule macht Schule (100 KB)