Auszug - Aktualisierung des Kreisstraßenbauprogramms  

Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung und Umwelt
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Kreisentwicklung und Umwelt Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 07.05.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:15 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Kreishauses Syke
Ort: Amtshof 3, 28857 Syke
VO/2019/067 Aktualisierung des Kreisstraßenbauprogramms
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:In Vertretung: gez. Kleine
Federführend:FD 66 - Umwelt und Straße   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Herr Maaß gibt eine kurze Zusammenfassung der vorliegenden Sitzungsvorlage.

 

Herr Struthoff stellt fest, dass der Radweg an der K 116 in Melchiorshausen, der durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt sei, bereits seit 40 Jahren bestehe.

Für den jetzt geplanten Radwegbau auf einer Länge von ca. 500 m ab Kreuzungsbereich der B 6 bevorzuge er ebenfalls die Anlage eines Grünstreifens. Diese Alternative sei kostengünstiger als die Herstellung einer Hochbordanlage und man würde nicht unnötig Fördermittel in Anspruch nehmen.

 

Herr Maaß bezweifelt, ob ein Grünstreifen kostengünstiger sei. Darüber hinaus dürfe man den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht lassen.

 

Herr Iven vertritt die Auffassung von Herrn Struthoff und schlägt außerdem das Setzen von Leitpfählen vor, die z. B. in einem Abstand von 50 m gesetzt werden könnten. Damit dürfte auch eine ausreichende Sicherheit im Vergleich zum Bau eines Hochbords gegeben sein.

 

Herr Borchers weist darauf hin, dass die Initiative zum Radwegbau lediglich vom ADFC ausgegangen sei und schlägt andere kostengünstigere Materialien vor - z. B. sog. S-Verbundsteine. Allerdings bezweifelt er grundsätzlich die Notwendigkeit eines Radwegbaus.

 

Sollte die Wahl auf die Hochbord-Variante fallen, möchte Herr Struthoff wissen, ob es eine Absenkung zu den beiden Grundstückszufahrten geben oder der Radweg höhengleich gebaut werden solle.

 

Während Herr Borchers für Höhengleichheit plädiert, wendet sich Herr Lampe allgemein gegen eine Hochbordanlage. Die Zufahrt betreffe ja nur zwei Anlieger und der Bau einer Hochbordanlage sei insgesamt teurer. Er bevorzugt einen Grünstreifen von 0,5 bis 1 m Breite mit Begrenzungspfählen. Der Abstand zur Fahrbahn bleibe ja aus dem Sicherheitsgedanken heraus eh bestehen.

 

Herr Dr. Genthe ist überhaupt froh, dass der Radwegbau an der Kreisstraße in Angriff genommen werde. Ob ein Grünstreifen oder ein Hochbord gewählt werde, könne letztlich dahinstehen, wenn die Lösung vernünftig und sicher sei. Aber auch die Kostenfrage solle nicht außer Acht gelassen werden.

 

Herr Struthoff führt aus, dass es sich bei der Strecke, die jetzt saniert werden solle, um keinen Unfallschwerpunkt handele und bezweifelt die Notwendigkeit der Maßnahme. Nur um der Anregung des ADFC nachzukommen, seien die Ausgaben i. H. v. 431.000 € zu hoch.

 

Herr Estermann spricht sich für die Beschlussvorlage aus. Die soeben vorgetragenen Anregungen sollten aber mit eingearbeitet werden.

 

Frau Plate hegt Bedenken, ob bei einer Grünstreifenanlage der Radweg nicht zu schmal werden würde.

 

Herr Maaß sieht bei der Grünstreifen-Variante Gefahrenpotential. Der Radweg müsse eine Breite von 2,50 m aufweisen. Im Übrigen möchte er die Förderfähigkeit nutzen.

 

Frau Söfty stellt die Frage, was mit dem anderen Bereich passiere, wenn jetzt für die Hochbord-Variante plädiert werde.

 

Herr Maaß gibt dazu an, dass es ein Programm für Sanierungen gebe.

 

Herr Lampe kann keinen Sinn darin erkennen, für die ersten 500 m eine Hochbordanlage von 2 m Breite direkt an der Straße zu favorisieren, zumal im Anschluss daran der bestehende ca. 3 km lange Radweg mit einem Grünstreifen  von 1 m Breite versehen sei. Die Grünstreifen-Variante mit Begrenzungspfählen sehe er durchaus als sicher an.

 

Herr Maaß versichert, die Anregungen, die sich gegen die Hochbord-Variante richten, aufzunehmen.

 

Herr Kleine nimmt den Hinweis von Herrn Borchers mit der Alternative „S-Steine“ auf und gibt den Auftrag an den Fachdienst 66, die Anregungen aus dieser Sitzung mit einzubauen. Wenn diese Aufgabe bis kommenden Freitag zur KA-Sitzung zeitlich nicht erledigt werden könne, werde das Thema „Radwegbau an der K 116“ aus der Beschlussvorlage für den KA herausgenommen.

 

Herr Dr. Buryn fasst die Vereinbarung zusammen, dass über den Beschlussvorschlag in der vorliegenden Form abgestimmt werden solle, aber die Anregungen aus der Sitzungsrunde noch bis kommenden Freitag abgearbeitet werden müssten.

 

Herr Lampe nimmt noch kurz Bezug auf den beabsichtigten Radweg an der K 114 und fragt, aus welchem Grund der Bau auf der Südseite und nicht auf der Nordseite geplant sei.

 

Dazu merkt Herr Kleine an, dass im Rahmen der Prüfung eben diese Entscheidung getroffen worden sei. Er kenne die genauen Gründe nicht, weshalb die Südseite bevorzugt worden sei. Sofern diese Entscheidung nun geändert werden würde, bedeute dies einen erneuten Planungsaufwand.

 

Trotzdem bevorzugt Herr Lampe die Nordseite, weil bei dieser Version weniger Anwohner betroffen seien und regt daher eine Änderungsplanung an.

 

Herr Kleine fasst zusammen, dass nochmals eine Klärung mit der Gemeinde Weyhe erfolgen solle. In diesem Zusammenhang solle analog der Verfahrensweise zur K 116 verfahren werden. Wenn die Angelegenheit bis kommenden Freitag zur KA-Sitzung nicht geklärt werde könne, werde das Thema „Radwegbau an der K 114“ aus der Beschlussvorlage des KA herausgenommen.

 

Herr Dr. Buryn nimmt diese Aussage auf und schlägt vor, dass über den Beschlussvorschlag in der vorliegenden Form abgestimmt werden solle, aber die Anregung von Herrn Lampe noch bis kommenden Freitag abgearbeitet werden müsse.


Beschluss:

Die beschriebene Aktualisierung des Kreisstraßenbauprogrammes wird zustimmend zur Kenntnis genommen und das Kreisstraßenbauprogramm wird insoweit ergänzt.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig