Auszug - Anfragen  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 06.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:05 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Langhorst fragt an, ob es eine tabellarische Gesamtübersicht aller Projekte gibt, die vom Landkreis Diepholz gefördert werden mit den dazugehörigen Mittel- und Personaleinsätzen. Herr Klusmeyer verneint dies. Eine solche Liste wäre schwer zu erstellen, da z. B. zunächst genau definiert werden müsste, was unter „Projekten“ und einer „Projektförderung“ zu verstehen sei. In einigen Fällen würden für Maßnahmen auch Fördermittel des Landes, des Bundes oder der EU eingesetzt und diese würden z. B. über den Landkreis an die Kommunen weitergereicht. So werden beispielsweise die Kindertagesbetreuung oder auch die Frühen Hilfen aus sehr vielen Förderquellen und auch aus Mitteln des Landkreises finanziert. Herr Langhorst ergänzt, dass es ihm um alle Aufgaben geht. Eine Art Index, der die Aufgaben und die damit verbunden Zwecke aufführt.

Herr Klusmeyer verweist auf den Produkthaushalt. Dieser beinhaltet alle Aufgaben des Landkreises Diepholz und die entsprechenden Mitteleinsätze. Eine ergänzende tabellarische Gesamtübersicht der Aufgaben, Maßnahmen und Projekte mit zugehörigen Finanzdaten sei neben den Haushaltsdarstellungen nicht zielführend und landkreisweit auch nicht vorgesehen.

 

Weiter spricht Herr Langhorst eine Familiensituation an, bei der ein Jugendlicher bzw. ein Kind Zuhause nach dem Schulunterricht bei der Pflege von Familienangehörigen helfen muss, während die Eltern oder der alleinerziehende Elternteil bei der Arbeit seien. Er fragt nach, ob solche Fälle dem Jugendamt bekannt sind. Frau Schwartz erläutert, dass der Fachdienst in der Arbeit mit unterschiedlichsten belastenden Familiensituationen befasst sei. Zum Einsatz von Kindern bei der Pflege oder Betreuung von Familienangehörigen gebe es aber keine besonderen statistischen Erfassungen, die einen Überblick über die Fälle im Landkreis ermöglichen würden. Auch gebe es sicher Fälle, die dem Fachdienst nicht bekannt seien. Zum Umfang dieser „Dunkelziffer“ könne sie aber mangels Daten keine Angaben machen.