Auszug - Bekanntgaben  

Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 06.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:05 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Herr Kowalzik berichtet über das Jugendberufshilfeprojekt „Sprungbrett. Es handelt sich dabei um ein Modellprojekt der Jugendberufshilfe am Schulstandort Diepholz. Ziel dieses Projektes ist es, Beratungen zum Übergang in die Ausbildung oder in das Berufsleben aus einer Hand anzubieten und damit zu verhindern, dass junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf beim Gang durch die „Instanzen“ und verschiedenen Rechtskreisen verloren“ gehen. Bei dem Projekt arbeiten die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und der Fachdienst Jugend mit dem Pro Aktiv Center noch enger zusammen und bilden mit jeweils einen Mitarbeiter (jeweils stundenanteilig) das gemeinsames Beratungsteam, dass ab dem Schuljahr 2019/20 unter dem Namen „Sprungbrett“tig wird. Grundlage für die Zusammenarbeit ist das „Arbeitsbündnis Schule, Ausbildung und Beruf“, bestehend aus den genannten Institutionen, die Anfang 2018 dazu eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben. Zentrale Aufgabe des Beratungsteams soll es sein, die Zukunftschancen aktiv und positiv zu gestalten. Zielgruppe des Projektes sind zuchst Schülerinnen und Schüler der Vorentlassklassen, ein Jahr später dann auch der Entlassklassen, der Haupt- und Realschule in Diepholz sowie der Berufseinstiegsklassen des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup. Jeder Schüler dieser Klassen wird in einer verbindlichen Art und Weise mindestens einmal in einem ausführlichen Gespräch zum Stand seiner weiteren Schul- oder Berufslaufbahnplanung befragt. Bei Bedarf werden konkrete Unterstützungshilfen vereinbart und weiterverfolgt. Nach den Einzelgesprächen hat jeder Schüler die Möglichkeit einmal im Monat eine offene Sprechzeit an seiner Schule zu nutzen oder konkrete Termine mit dem Beratungsteam zu vereinbaren. Daneben gibt es auch Informationsangebote für die Eltern. Die Beteiligung von PACE ist bei besonderem Interventionsbedarf in Abstimmung mit der Schulsozialarbeit vorgesehen. Vor dem Übergang in die Ausbildung oder an eine weiterführende Schule wird es zum Schuljahresende mit jedem Schüler ein Abschlussgespräch geben und eine Dokumentation des Verbleibs erstellt. Bei Bedarf können weitere erforderliche Maßnahmen und Angebote anschließend erfolgen bzw. eine Überleitung an die Beratungsfachkräfte der beteiligten Institutionen. Bei Erfolg des Modellprojektes soll es eine Entscheidung geben, ob eine Ausweitung auf weitere Schulstandorte ab dem Schuljahr 2020/21 möglich ist. Eine Übersicht zum Ablauf der Beratungstätigkeit ist als Anlage beigefügt.

 

Frau Plate fragt nach, ob das Projekt für jeden Schüler verpflichtend sei und auch später an Gymnasien durchgeführt werden soll. Herr Kowalzik erläutert, dass jeder Schüler der Schule zum Gespräch eingeladen wird. Eine Ausdehnung auf Gymnasien habe man im Sinn, allerdings fehle es momentan noch an Kapazitäten. Frau Tammen bekräftigt diese Ansicht und fügt hinzu, dass es das Ziel sei, das Projekt in Zukunft auch auf die Gymnasien auszudehnen, da der Trend mittlerweile vom Studium weg hin zur Ausbildung gehe.

 

Herr Albers bedankt sich für den Vortrag.

 

Als weitere Bekanntgabe weist Herr Klusmeyer auf die ausliegenden Berichte der Elternberatungsstellen hin. Die Berichte der Beratungsstellen des Fachdienstes in Diepholz und Syke sind erstmals in einer Berichtsbroschüre zusammengefasst. Hierdurch gibt es die bessere Möglichkeit einer vergleichenden Betrachtung der Daten aus beiden Beratungsstellen.

Weitere redaktionelle Anpassungen zur besseren Vergleichbarkeit sind für den nächsten Bericht noch ergänzend angedacht. Sollte es zu den Berichten Nachfragen oder Erörterungsbedarf geben, möge man sich bei der Verwaltung melden. Turnusmäßig würden dann erst die Berichte über das Jahr 2019 wieder ausführlicher im JHA beraten. Der Ausschuss nimmt zustimmend Kenntnis.

 

Frau Tammen informiert darüber, dass die Gespräche mit der Landesschulbehörde bezüglich der Aktion „Rein in den Verein“ noch andauern würden.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Ablauf Sprungbrett in den Schulen (183 KB)