Auszug - Projektierungsbeschluss Erweiterung des Gymnasiums in Syke  

Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 27.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:35 Anlass: Sitzung
Raum: Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, Raum A203
Ort: Bogenstraße 3, 27232 Sulingen
Zusatz: Trakt A, 2. OG, Raum A203
VO/2019/118 Projektierungsbeschluss Erweiterung des Gymnasiums in Syke
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:In Vertretung: gez. van Lessen
Federführend:FD 65 - Liegenschaften Beteiligt:FD 40 - Bildung
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll:

Vor Eintritt in die Beratung zu diesem Tagesordnungspunkt bemängelte Herr Struthoff, dass die betreffende Schülerzahlenprognose zu spät übermittelt wurde und eine grundlegende Vorbereitung somit nicht möglich gewesen sei. Im Übrigen könnten die Entwicklungen der Schülerzahlen nicht nachvollzogen werden, so dass er den Antrag stellte, den Tagesordnungspunkt bis zur nächsten Sitzung zu vertagen.

 

Vorsitzender Herr Engelbart wies darauf hin, dass es vor der Sitzung noch eine Vorbesprechung zu diesem Punkt gegeben hätte. Darin wären die Schülerzahlen so schlüssig und nachvollziehbar erläutert worden, dass er den Sachvortrag der Verwaltung in dieser Sitzung bevorzugen würde. Falls die Mitglieder des Schulausschusses anschließend noch immer die Vertagung wünschten, könne dies auch anschließend noch geschehen.

 

Die Mitglieder des Schulausschusses stimmten dieser Vorgehensweise zu, so dass Herr Flaspöhler vom Fachdienst Liegenschaften die vorgesehene Projektierung mit den verschiedenen Standortvarianten auf Grundlage der vorliegenden Sitzungsvorlage darstellte.

 

Da der vorgesehenen Projektierung letztlich die Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2028/2029 zugrunde liegen, erläuterte Herr Hülskämper vom Fachdienst Bildung die Entstehung und Fortschreibung dieser Werte sehr eingehend.

 

Obwohl diese Prognosen ihren Ursprung in realen Werten (vorhandene Schülerzahlen oder auch Geburtenzahlen) hätten, erfolge die Fortschreibung über Jahre hinweg naturgemäß im Rahmen einer Wahrscheinlichkeitsrechnung.

 

Anhand einer Prognose aus dem Jahr 2008 verdeutlichte Herr Hülskämper allerdings, dass die hausinternen Prognosen sehr nah an der Realität seien: So habe man 2008 für das Gymnasium Syke im Schuljahr 2018/2019 Schülerzahlen von insgesamt 1.129 prognostiziert - immerhin 10 Jahre später kann festgestellt werden, dass diese Annahme mit tatsächlich 1.064 SuS nur um 65 SuS verfehlt wurde.

 

Angesichts der prognostizierten Schülerzahlen machte Herr Schröder geltend, dass ein Gymnasium mit knapp unter 1.600 SuS aus eigener Erfahrung für Schulleitungen nicht mehr handhabbar sei. Nach den rechtlichen Vorgaben würde für Gymnasien im Grundsatz die 6-Zügigkeit als Obergrenze gelten, so dass er anstelle eines Erweiterungsbaus für die Realisierung eines zweiten Gymnasiums in Syke plädiere.

 

Während Herr Schmidt und Herr Struthoff die Ausführungen von Herrn Schröder durchaus nachvollziehen konnten, widersprach Herr Jahnke dieser Ansicht, da die Schulgröße bisher noch nie ein Problem gewesen sei.

 

Frau Flöte bezeichnete die von Herrn Flaspöhler dargestellte Anrechnung von Differenzierungsräumen als sehr bedenklich, da der Bedarf an derartigen Räumen eher zunehme.

 

Hierzu führte Herr Flaspöhler aus, dass zu den vorgesehenen 20 AUR ohnehin noch 6 Differenzierungs-/Gruppenräume hinzukämen. Darüber hinaus könnte im Entwurfsprozess selbstverständlich auch an anderer Stelle noch umgeplant werden, indem von der neu zu schaffenden Gesamtnutzfläche gewisse Kontingente für Gruppenräume vorgesehen werden.

 

Nach den ausführlichen Darstellungen der Verwaltung erklärte Herr Struthoff, dass er seinen anfänglichen Antrag auf Vertagung des Beratungspunktes zurückziehe.

 

Herr Schröder stellte den Antrag, die Verwaltung mit der Erstellung einer Alternativplanung dahingehend zu beauftragen, ob die Errichtung eines zweiten Gymnasiums in Syke sinnvoll wäre.

 

Vorsitzender Herr Engelbart ließ sodann über den Antrag abstimmen

 

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen:    4

Nein-Stimmen:  7

Enthaltungen:   2

 

Damit war der gestellte Antrag abgelehnt.


Herr Schröder (Freie Wählergemeinschaft) stellte in dem Schulausschuss

folgenden weitergehenden Antrag:

 

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Größe des Gymnasiums Syke mit

prognostizierten rund 1.600 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2028/2029 soll die

Verwaltung mit einer Alternativplanung beauftragt werden, ob ggf. der Bau eines

zweiten Gymnasiums in Syke sinnvoll wäre.

 

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen: 4

Nein-Stimmen: 7

Enthaltungen: 2

 

Der Antrag wurde damit abgelehnt.

 

 

 

Beschluss:

Das Gymnasium Syke wird entsprechend der Variante 2/1 aus dem in Vorlage VO/2019/118 dargestellten Konzept um 20 Allgemeine Unterrichtsräume erweitert. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 8,2 Mio. € sind im Haushalt des Landkreises Diepholz bereit zu stellen.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen: 11

Enthaltungen:   2