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Sitzung der Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz
TOP: Ö 6
Gremium: Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 19.09.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:40 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Die fehlenden Plätze in der Kurzzeitpflege im Landkreis Diepholz werden thematisiert. Herr Klee erklärt, dass die Kurzzeitpflege eigentlich der Entlastung von Angehörigen dienen sollte, heute aber vielfach für einen Übergang in die Langzeitpflege genutzt werde. Er sieht den wichtigsten Grund für die fehlende Kurzzeitpflege im Fachkräftemangel und bringt die Idee ein, aus dem Beruf ausgeschiedenes Pflegepersonal für die Kurzzeitpflege wiederzugewinnen. Die Arbeit mit ausländischen Pflegekräften sieht er aufgrund der sprachlichen Barrieren skeptisch. Laut Frau Tammen ist grade die Arbeit in der Kurzzeitpflege mit besonderen Anstrengungen verbunden, weshalb die Wiedereinbindung ehemaliger Fachkräfte in diesem Bereich schwierig sei. Frau Ebenthal tendiert dazu, die Tätigkeiten in Pflegeeinrichtungen anders aufzuteilen und verschiedene Aufgabenprofile zu erstellen. Durch solche Aufgabenprofile könnten Fachkraftaufgaben über Weiterbildungen möglicherweise an Pflegehilfskräfte weitergegeben werden. Weiterhin wird eine digitale Plattform zur Anzeige von vakanten Plätzen in den Pflegeeinrichtungen diskutiert, die bei der Suche nach einem Platz helfen könnte, aber von den Einrichtungen auch gepflegt werden müsste. Herr Klee spricht dem Landkreis eine große Verantwortung im Prozess des Fachkräftemangels zu. Frau Tammen erklärt daraufhin, dass eine Verbesserung nur durch eine Zusammenarbeit aller relevanten Akteure gelingen kann. Kurzzeitpflege wird häufig in Folge eines Krankenhaus-Aufenthaltes in Anspruch genommen, obwohl es laut Frau Helms teilweise auch im ambulanten Bereich Möglichkeiten der Versorgung geben würde. Die geriatrische Rehabilitation würde häufig nicht in Anspruch genommen werden. Auch Frau Stroink appelliert dafür, dass eine frühzeitige Einbindung der Pflegeberatung schon vor der Entlassung aus dem Krankenhaus wichtig ist, um den häuslichen Bereich zu stärken. Herr Klee spricht daraufhin die Schwierigkeit an, ambulante Unterstützungsleistungen zu erhalten, wenn die Pflegedienste Wartelisten führten und keine Klienten mehr aufnehmen würden.

 

Frau Tammen betont, dass die gesamte Thematik komplex sei und eine weitere Vertiefung erfordere. Aus diesem Grund schlägt sie vor, die nächste Sitzung der Pflegekonferenz als Workshop zu gestalten, was allgemeinen Anklang bei den Anwesenden findet.