Auszug - Bekämpfung und Vermeidung der Wildschweinepest für das Gebiet des Landkreises Diepholz  

9. Sitzung 2005 (9. Sitzung VII.) Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 29.06.2005 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 17:35 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal des Kreishauses Diepholz
Ort: Niedersachsenstraße 2, 49356 Diepholz
65/2005 Bekämpfung und Vermeidung der Wildschweinepest für das Gebiet des Landkreises Diepholz
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Verwaltung
Federführend:FD 32 - Sicherheit und Ordnung   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Buchert erläutert die Sitzungsvorlage

Herr Buchert erläutert die Sitzungsvorlage. Grundlage des Beschlussvorschlages sind die gestiegenen Abschusszahlen sowie Empfehlungen des Jagdbeirates, der Kreisjägerschaft und des Veterinäramtes.

 

Aus Sicht des Abgeordneten Rendigs sind die gestiegenen Abschusszahlen noch kein Indiz für einen überhöhten Schwarzwildbestand im Landkreis Diepholz. Er möchte wissen, welche Schäden durch das Wild entstanden sind. Bei der Formulierung der Beschlussvorlage habe man sich auf den Rat der Fachleute, vor allem des Jagdbeirates, verlassen, so Herr Buchert, zumal Bestandszahlen nicht vorlägen. Für die Bearbeitung von Wildschäden seien die Gemeinden zuständig. Er weist auf die Gefahr von Krankheitsübertragungen durch Schwarzwild hin.

 

Frau Dr. Niebuhr bestätigt, dass eine Überpopulation vorliegt. Die tatsächliche Population könne nur geschätzt werden, zumal die Tiere weit wanderten. Stabile Bestände könnten nur durch eine sinnvolle Bejagung geschaffen werden.

 

Abgeordneter Hartje verweist auf entstandene Flurschäden, die auch das Verhältnis zwischen den Landwirten und der Jägerschaft belasteten.

 

Abgeordneter Meyer berichtet über das plötzliche Auftreten von Schwarzwild im Revier. Die Bejagung sei mühsam, Flurschäden könnten nicht verhindert werden. Die Witterung der letzten Jahre habe das Anwachsen der Population begünstigt. Der infolge der Errichtung von Biogasanlagen gestiegene Maisanbau locke die Tiere an.

 

Abgeordneter Jürgens schränkt ein, dass die Population im Landkreis Diepholz nicht gleichmäßig verteilt sei. Dort, wo sie übermäßig auftrete, seien die Schäden jedoch erheblich und es bestehe die Gefahr von Differenzen zwischen Pächtern und Jägerschaft.

 

Abgeordneter Tannhäuser schlägt vor, den Beschlussvorschlag um die Formulierung „für dieses Jagdjahr“ zu ergänzen, so wie dies auch in der Sachverhaltsdarstellung zum Ausdruck komme. Außerdem sollten im nächsten Jahr Daten über das Ausmaß der verursachten Wildschäden vorgelegt werden.

 

Abgeordneter Könemund fragt, wie die Verwaltung ihre Informationen für die Vorbereitung jagdlicher Entscheidungen erhalte. Herr Buchert nennt Daten und Empfehlungen des Jagdbeirates, Informationen aus der Jägerschaft und die gesetzlich vorgesehene Beratungsfunktion des Kreisjägermeisters.

 

Der Beschlussvorschlag wird um die Formulierung „im Jagdjahr 2005/2006“ ergänzt.

 

In der anschließenden Abstimmung empfiehlt der Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit dem Kreisausschuss einstimmig folgenden Beschluss:

 

Der Empfehlung des Kreisjagdbeirates f r die Beibehaltung der Aufhebung der Schonzeiten beim Schwarzwild, bis auf f hrende Bac

Der Empfehlung des Kreisjagdbeirates für die Beibehaltung der Aufhebung der Scho n zeiten beim Schwarzwild, bis auf führende Bachen, im Jagdjahr 2005/2006 wird zug e stimmt.