Auszug - Beratung des Antrages der SPD-Kreistagsfraktion zur Entwicklung eines Konzeptes zur Zusammenarbeit und Vernetzung der Jugendhilfe mit den Schulen  

17. Sitzung 2005 (15. Sitzung VII.) Jugendhilfeausschuss
TOP: Ö 9
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 22.06.2005 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:30 - 17:50 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal der Gemeinde Weyhe
Ort: Rathausplatz 1, 28844 Weyhe
 
Wortprotokoll

Kreistagsabgeordnete Schlegel begründete für die SPD-Fraktion den Antrag, die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule z

Kreistagsabgeordnete Schlegel begründete für die SPD-Fraktion den Antrag, die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule zu optimieren. Es gehe der Fraktion, wie in dem Antrag erläutert, um eine bessere Vernetzung und Kooperation von Jugendhilfe und Schulen. Gerade die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit würde zeigen, dass es hier doch Defizite gebe. Viele Dinge, die in der Kooperation und Vernetzung eigentlich selbstverständlich sein sollten, seien nicht oder zu wenig entwickelt. Die SPD-Fraktion wolle mit ihrem Antrag einen ersten Schritt machen, die von vielen Seiten beklagten Verhältnisse zu verbessern.

Stellvertretende Fachdienstleiterin Schwartz machte deutlich, dass sich auch der Fachdienst Jugend eine Verbesserung der Vernetzung und Zusammenarbeit vorstellen könne. Allerdings sei zu bedenken, dass zwei unterschiedlich ausgerichtete Systeme miteinander vernetzt werden müssten. Dies sei sicher notwendig, aber ebenso seien auch festgefahrene Strukturen und Rollenbilder zu verändern. Dies brauche engagierte Beteiligte und sei auch dann noch eine anspruchsvolle Aufgabe.

Vorsitzender Heitmann erwiderte, dass er dies gut nachvollziehen könne. Man müsse allerdings mit dem ersten Schritt beginnen. Diese Initiative habe die SPD mit ihrem Antrag ergriffen. Es komme jetzt darauf an, nicht etwa eine breit angelegte und großflächige Konzeptentwicklung zu beginnen, sondern mit ausgewählten Schulen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Alltags- und Zusammenarbeitsbeziehungen zu entwickeln. Man müsse sich Schritt für Schritt auf den Weg machen und engagierte Pilotschulen für eine Mitarbeit gewinnen. In diesem Sinne sei der SPD-Antrag zu verstehen.

Fachdienstleiter Klusmeyer äußerte, dass sich der Fachdienst dieser Aufgabenstellung widmen könne, wenn es um einen praxisnahen schrittweisen Aufbau einer verbesserten Vernetzung und Zusammenarbeit in dem Sinne gehe, wie Herr Heitmann dies eben skizziert habe. Dies sei für den Fachdienst mit den bestehenden Personalressourcen gerade noch leistbar. Bei einer breit angelegten aufwendigen Konzeptentwicklung sei dies sicher anders, da die Personalkapazitäten des Fachdienstes durch die diversen weiteren Projekte und Aufgaben ausgeschöpft seien.

 

Auf Nachfrage von Herrn Wächter bestätigte Herr Klusmeyer, das interne Personalzuordnungen verändert werden müssten, um neue Prioritäten zu setzen, wenn der SPD-Antrag beschlossen werde. Es sei vorgesehen, Frau Fäth (neben weiteren Aufgaben) mit der Federführung zur Umsetzung des Antrages zu betrauen.

 

Frau Horstmann äußerte, dass sie eine Zustimmung zu dem Antrag erteilen könne, wenn dieser in der von Frau Schlegel und Herrn Heitmann skizzierten pragmatischen Umsetzungsweise mit Pilotschulen angegangen werde.

 

Herr Klusmeyer verwies noch darauf, dass dem Fachdienst auch daran gelegen sei, die Vernetzung von Jugendhilfe und Schule im sozialräumlichen Zusammenhang anzugehen, da auch dort entsprechende Vernetzungsideen umgesetzt werden sollen.

Herr Heitmann äußerte, dass sich dies mit den Intentionen der Antragsteller decke.

Die anschließende Abstimmung ergab, dass der Antrag der SPD-Kreistagsfraktion einstimmig angenommen wurde und in dem durch die Diskussionsbeiträge skizzierten Rahmen umgesetzt werden soll.