Auszug - Krisenintervention des Fachdienstes Jugend zur Kindeswohlsicherung a) Organisation eines Bereitschaftsdienstes während der Tages- und Nachtzeit b) Personalbedarf  

8. Sitzung 2008 (28. Sitzung VII.) Jugendhilfeausschuss
TOP: Ö 8
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 10.04.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Kreishauses Syke
Ort: Amtshof 3, 28857 Syke
 
Wortprotokoll

Frau Kreisrätin Human erläutert anhand der in der Sitzung ausgelegten Tischvorlage noch einmal die Entwicklungen seit der letz

Frau Kreisrätin Human erläutert anhand der in der Sitzung ausgelegten Tischvorlage noch einmal die Entwicklungen seit der letzten Jugendhilfeausschusssitzung im Dezember. Nachdem sich auch der Kreisausschuss am 18.01.2008 mit der Situation im Fachdienst Jugend befasst hatte, wollte man mit konkreten Maßnahmen nicht bis zur heutigen Jugendhilfeausschusssitzung warten. Im Fachdienst Jugend seien bereits konkrete Handlungsschritte erarbeitet worden, die sich auch auf die Bereiche beziehen, die in dem SPD-Antrag vom 19.12.2007 benannt sind. Die verschiedenen Handlungserfordernisse (u. a. die Einrichtung zusätzlicher Personalstellen für den Aufbau einer Kinderschutz-Fachgruppe im Fachdienst Jugend) seien dann im Kreisausschuss am 21.02.2008 bereits abschließend beraten und auch beschlossen worden. Dies sei geschehen, um möglichst schnell handlungsfähig zu sein, insbesondere hinsichtlich der Ausschreibung der genannten Stellen. Man habe also im Prinzip bereits im Vorgriff auf die von der SPD geforderten Beratungen zu diesem Thema im Jugendhilfeausschuss eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet. Man sei davon ausgegangen, dass man hier im Sinne des Jugendhilfeausschuss handele, wenn man zügig reagiere.

 

Herr Klusmeyer stellt sodann anhand der Folie 3 der Tischvorlage den aktuellen Sachstand zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen dar und erläutert diese nochmals im einzelnen für den Jugendhilfeausschuss.

 

Frau Peukert äußert für die SPD-Fraktion, dass sich die inzwischen eingeleiteten Schritte mit den Intentionen des SPD-Antrages decken würden. Die SPD unterstütze die vom Fachdienst vorgeschlagenen und vom Kreisausschuss gebilligten Maßnahmen. Sie gab allerdings zu bedenken, dass man den Blick nicht ausschließlich auf das Thema Kindeswohlgefährdungen und Hilfen zur Erziehung richten solle. Vielmehr dürfe man auch allgemeine Maßnahmen zur Familienunterstützung, zur Prävention und auch zur Jugendberufshilfe nicht vernachlässigen. Man müsse auch hier künftig die Personal- und Finanzausstattung des Fachdienstes im Blick behalten und müsse die politischen Schwerpunkte auch so setzen, dass die allgemeinen Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien verbessert würden.

 

Fraktionsvorsitzender Meyer äußerte, dass die CDU-Fraktion die vom Fachdienst vorgeschlagenen Maßnahmen im Kreisausschuss unterstützt habe und diese auch für gerechtfertigt erachte. Es habe eine gute Aufbereitung der Entscheidungsgrundlagen durch die Verwaltung gegeben. Dem habe man sich anschließen können. Für die Zukunft sei es aber wichtig, objektivierte Indikatoren für eine Personalbemessung, insbesondere in den sozialen Diensten zu entwickeln. Man brauche dieses, um nicht jeweils Entscheidungen zur Personalausstattung aufgrund situativer Belastungsbeschreibungen zu treffen. Er könne daher das Ansinnen des Fachdienstes nur unterstützen, zum Thema Belastungsfaktoren und Personalbemessung in den sozialen Diensten Orientierungsmerkmale und Standards zu entwickeln.

 


Vorsitzender Heitmann äußerte seine Anerkennung dafür, dass sich eine Reihe von Mitarbeitern des Fachdienstes an einem freiwilligen Bereitschaftsdienst beteiligen wollen. Dies verdiene Anerkennung.

 

Insgesamt fasst er im Einverständnis mit dem Gremium die Diskussion so zusammen, dass die von der Verwaltung vorgestellten Maßnahmen die einhellige Unterstützung und Zustimmung des Jugendhilfeausschusses finden.