Auszug - Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, der Tagesordnung und der Beschlussfähigkeit  

12. Sitzung 2009 (32. Sitzung VII.) Jugendhilfeausschuss
TOP: Ö 1
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 30.04.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Jugendfreizeitheim Diepholz
Ort: Bahnhofstr. 16, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Stellvertretende Vorsitzende Peukert eröffnet die Sitzung und begrüßt die anwesenden Mitglieder/Innen des Jugendhilfeausschuss

Stellvertretende Vorsitzende Peukert eröffnet die Sitzung und begrüßt die anwesenden Mitglieder/Innen des Jugendhilfeausschusses sowie die Vertreter der Verwaltung. Einen besonderen Gruß richtet sie an Herrn Dr. Schulze, den Bürgermeister der Stadt Diepholz, sowie Frau Brüning, die Leiterin des Büros für Bildung und Familie und damit Ansprechpartnerin für den Jugendbereich der Stadt Diepholz, und dankt im Namen des Ausschusses für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

 

Herr Dr. Schulze heißt den Jugendhilfeausschuss in den Räumlichkeiten des Jugendfreizeitzentrums Diepholz herzlich willkommen und skizziert einleitend den historischen Werdegang sowie die Entwicklung des Jugendfreizeitzentrums, das nun seit fast 27 Jahren besteht. Vor zwei Jahren habe man die schrittweise Renovierung des Hauses in Angriff genommen, um die Einrichtung den Bedürfnissen der Jugendlichen anzupassen. Dabei sei entsprechend der Konzeption eine Einbindung und Beteiligung der Jugendlichen erfolgt.

 

Frau Brüning lädt den Jugendhilfeausschuss zu einer Führung durch das Gebäude ein und erläutert dabei die durchdachte Planung und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Im bereits renovierten Erdgeschoss befindet sich neben dem farbenfroh gestalteten Jugendcafé mit  Chillecke, welches auch für Kochangebote genutzt werden kann, eine Internet-Insel. Das Internet Angebot wird gegen geringe Gebühr zur Verfügung gestellt. Der separate Raum ist   durch große Glaselemente vom angrenzenden Büro aus einsehbar. Das überwiegend noch nicht renovierte Obergeschoss bietet eine große „Disco“ mit Bühne sowie einen separaten Raum für AG`s und Kreativangebote. Eine weitere bereits renovierte Räumlichkeit eignet sich für Schulungszwecke, die gerne auch Externen gegen Gebühr zur Verfügung gestellt wird. Im Erdgeschoss findet sich eine weitere in Renovierung befindliche Räumlichkeit. Hier solle dem Bedarf und den Wünschen der Jugendlichen entsprechend noch in diesem Jahr ein Fitnessraum entstehen, berichtet Frau Brüning. Die Bereitstellung des Angebotes erfolge ausschließlich unter fachlicher Anleitung. Ebenfalls in 2009 habe man ein Treppenhaus saniert. Damit sei der Etat zunächst erschöpft.

 

 

Herr Dr. Schulze blickt kurz auf 27 Jahre JFZ Diepholz zurück und weist darauf hin, dass das Jugendfreizeitzentrum über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahre inhaltlich sowie auch baulich vernachlässigt wurde. Ein Antrag aus der Politik im Jahre 2007 habe den Anstoß für eine Neukonzeption der offenen Jugendarbeit in Diepholz gegeben. Das Papier haben eine Reihe von Interessenträgern gemeinsam erarbeitet. Es seien Aufgaben und Ziele, wie z.B. Prävention und Integration, Mitwirkung und Selbstbestimmung vereinbart worden, die sich in der Realität jedoch nicht zu 100% umsetzen lassen.

 

Die Besucherzahlen mit ca. 1000 Jugendlichen im Monat seien immens gestiegen. Es handele sich jedoch überwiegend um Jungen (ca. 90%) ausländischer Herkunft oder mit ausländischem Hintergrund. Deutsche Jugendliche oder Mädchen seien im JFZ praktisch nicht anzutreffen. Der Bürgermeister berichtet, der Betreuungs- und Unterhaltungsteil sowie die Ferienspaß-Aktionen haben an Qualität und Professionalität gewonnen. Zu beanstanden sei jedoch, dass die Kids und Jugendlichen im JFZ das Angebot lediglich konsumieren. Es finde keine Selbstverwaltung, kein ehrenamtliches Engagement und keine Integration statt. Die Jugendlichen des JFZ`s seien auch nicht in Vereinen oder Organisationen außerhalb des Freizeitzentrums anzutreffen. Einzig ein vom JFZ organisiertes offenes Sportangebot in der Mühlenkamphalle werde wahrgenommen. Herr Dr. Schulze schließt seinen Vortrag mit der Frage „sind Jugendfreizeitheime noch adäquate Orte der Jugendarbeit“ und resümiert, dass die Schulsozialarbeit in den Focus genommen werden müsse, denn dort könne man die Jugendlichen in der gesamten Bandbreite ansprechen und erreichen.

 

Stellvertretende Vorsitzende Peukert dankt für die ausführliche Berichterstattung und weist auf die unter Top 4 vorgesehene Aussprache zur Jugendarbeit hin.

 

Sie stellt die ordnungsgemäße Ladung, die Tagesordnung und die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest.