Auszug - Aussprache über die Jugendarbeit im Jugendfreizeitheim Diepholz und über aktuelle Themen der Jugendarbeit im Bereich der Stadt Diepholz  

12. Sitzung 2009 (32. Sitzung VII.) Jugendhilfeausschuss
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 30.04.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Jugendfreizeitheim Diepholz
Ort: Bahnhofstr. 16, 49356 Diepholz
 
Wortprotokoll

Herr Kowalzik, Jugendpfleger des Landkreises Diepholz, zeigt auf, dass er das Angebot des JFZ Diepholz und die dort tätigen A

Herr Kowalzik, Jugendpfleger des Landkreises Diepholz,  zeigt auf, dass er das Angebot des JFZ Diepholz und die dort tätigen Akteure als sehr lebendig, kreativ und hoch motiviert wahrnehme. Die Renovierung und Anpassung der Räumlichkeiten sei nur ein Baustein der Konzeption. Es brauche weiterhin ausreichend Personal, sowie Zeit und Raum, um die Konzeption im Ganzen umzusetzen und die damit verbundenen Ziele erreichen zu können.

 

Herr Dr. Schulze stellt klar, dass die Jugendarbeit ihren Stellenwert habe, insbesondere unter dem Aspekt der selbstbestimmten Arbeit. Er wolle auch keine Kritik üben, sondern lediglich die Realität darstellen und aufzeigen, dass die Arbeit im JFZ Diepholz gegenwärtig den Ansprüchen der Konzeption nicht gerecht werden könne.

 

„Konzeptionen haben oftmals hohe Ansprüche“ zeigt Herr Borchers auf. Die Realität zeige, was in der jeweiligen Einrichtung leistbar sei. Im Bedarfsfall halte er es für legitim, eine Konzeption zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen. Auch wenn hier die Ziele Integration und Selbstbestimmung noch nicht erreicht werden, sei positiv zu bewerten, dass die Einrichtung angenommen werde, auch wenn es sich dabei überwiegend um Jugendliche mit Migrationshintergrund handele.

 

Herr Jaeger begrüßt zunächst die Bereitschaft der Stadt Diepholz, Jugendfreizeiten mit einem Kostenbeitrag von 2,50 € pro Person und Tag zu fördern.

 

Auf Anfrage zur Personalsituation im Jugendfreizeitheim erläutert Herr Dr. Schulze, dass dort im Prinzip bereits drei Vollzeitkräfte beschäftigt seien, von denen eine Kraft im Hortangebot an der Mühlenkampschule und im Stadtteilladen eingesetzt ist. Die Ein-Euro Kraft im Jugendfreizeitzentrum habe sich bewährt. Aus diesem Grunde sei die Maßnahme bereits einmal verlängert worden. Eine feste Anstellung könne jedoch nicht ermöglicht werden, auch vor dem Hintergrund, dass voraussichtlich weiteres Personal im Zusammenhang mit dem vom Bund geförderten Sanierungsprojekt „Soziale Stadt“ im Unterprojekt „Stärken vor Ort“  gebraucht werde.

 

Frau Schönefeld berichtet aus der eigenen Tätigkeit als Jugendleiterin und regt an, dem hauptamtlichen Personal in der Jugendarbeit engagierte Jugendliche zur Seite zu stellen. Dies eröffne automatisch neue Zugänge und biete eine erweiterte Kompetenz.

 

Die Stadt Diepholz habe Mut zum Handeln bewiesen und bereits einiges erreicht, stellt Frau Peukert abschließend fest.