Vorlage - VO/2011/160  

Betreff: Geburtshilfliche Angebote im Landkreis Diepholz
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:van Lessen (i. V.)
Federführend:Verwaltungsführung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales Vorberatung
15.12.2011 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
19.12.2011 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Zusammenfassung des Gutachtens  

Beschluss

Beschlussvorschlag:

Ziel ist es, für die Menschen im Landkreis Diepholz langfristig eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dieses beinhaltet auch die Sicherstellung geburtshilflicher Angebote.

 

Der Kreistag spricht sich dafür aus, grundsätzlich am Fortbestand der klinischen Versorgung festzuhalten. Hierzu gehört insbesondere auch, die Baumaßnahmen zum Ausbau der geburtshilflichen Abteilung an der Klinik Bassum fortzusetzen.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und der Politik zur Entscheidung vorzulegen sowie ihr kontinuierlich über die weitere Entwicklung zu berichten.

SV

Sachverhalt:

Wie in vielen ländlichen Gebieten wird auch im Landkreis Diepholz die ärztliche Versorgung in den kommenden Jahrzehnten schwieriger. Um dem Problem des Ärzte- und Fachärztemangels zu begegnen, bestehen Überlegungen, ob z. B. durch Konzepte wie dem eines Ärzte-Stipendiums mittelfristig Menschen aus unserer Region an den Landkreis gebunden werden können. Hierzu arbeitet die Verwaltung derzeit an einer Konzeption.

 

Neben den fehlenden Ärzten im ambulanten Bereich (niedergelassene Haus- und Fachärzte) besteht das Problem der Nachbesetzung von Arztstellen auch im stationären Bereich. Fachlich gut ausgebildete Ärzte bilden mit ihrer Kompetenz auch hier die Voraussetzung für eine qualitativ gute Versorgung der Menschen.

 

Der St. Ansgar Klinikverbund war aufgrund der ab Januar 2012 eintretenden fehlenden fachärztlichen Versorgung im Entbindungsbereich gezwungen, die Geburtshilfeabteilung zu schließen. Trotz intensivster Bemühungen zur Akquirierung von Ärzten seitens der Klinikleitung, u. a. auch im Ausland, war es aufgrund der bundesweit fehlenden Geburtshelfer nicht möglich, die Wiederbesetzung dieser Facharztstellen kurzfristig vorzunehmen. Entgegen mancher öffentlicher Diskussion und gefühlter Wahrnehmungen hat sich der Klinikverbund bis zuletzt sehr stark für den Erhalt der Entbindungsstation engagiert.

 

Die langjährige Erfahrung und die hohe Kompetenz des St. Ansgar Klinikverbundes bilden die Basis für die Fortsetzung dieser strategischen Partnerschaft mit dem Ziel, gemeinsam den Fortbestand der klinischen Angebote zu sichern. Der hohe Spezialisierungsgrad der einzelnen Kliniken hat sich bewährt, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu gewährleisten, und wird getragen vom großen Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Angebot der Grund- und Regelversorgung gehört wünschenswerter Weise auch das Vorhalten einer Entbindungsstation für die Menschen im Landkreis. 

 

Zur Beurteilung der Möglichkeiten für einen langfristigen Erhalt von geburtshilflichen Angeboten im Landkreis Diepholz wurde Ende November 2011 die Fa. DKI GmbH (eine aus dem Deutschen Krankenhausinstitut hervorgegangene Unternehmensberatung) mit der Erstellung einer Struktur- und Wirtschaftlichkeitsanalyse für die Bereiche Gynäkologie und Geburtshilfe vom Landkreis  beauftragt.

 

Gegenstand des Gutachtens ist die Klärung möglicher Lösungsalternativen zur strategischen Ausrichtung der Geburtshilfe im Landkreis Diepholz. Durch eine Analyse des Leistungsspektrums wird das künftige Leistungspotential durch den Gutachter ermittelt. In dem Gutachten werden verschiedene Szenarien für die Fortführung eines Entbindungsangebotes im Landkreis und die damit verbundenen personellen und finanziellen Auswirkungen dargestellt. Eine Zusammenfassung des Gutachtens ist als Anlage beigefügt.

 

Der Gutachter, Herr Plücker, wird die Ergebnisse seines Gutachtens in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales vorstellen und steht für eine Diskussion zur Verfügung.

Zusammenfassung des Gutachens

Anlage/n:

Anlage:

 

Zusammenfassung des Gutachtens

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Zusammenfassung des Gutachtens (157 KB)