Vorlage - VO/2011/161  

Betreff: Sachstandbericht Rettungsdienst
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:C. Bockhop
Federführend:FD 32 - Sicherheit und Ordnung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Vorberatung
06.12.2011 
Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Entscheidung

Einer der beiden in Weyhe-Leeste stationierten Rettungswagen wird bis auf weiteres an den Standort „Hermannstr

Beschlussvorschlag:

Einer der beiden in Weyhe-Leeste stationierten Rettungswagen wird bis auf weiteres an den Standort „Hermannstr. 2“ in Stuhr-Brinkum ausgelagert, wenn die Kostenträger dieser Maßnahme zustimmen.

Es wird Bezug genommen auf die bisherigen Sachstandsberichte sowie das Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz,

Sachverhalt:

Es wird Bezug genommen auf die bisherigen Sachstandsberichte sowie das Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit vom 21.06.2011.

 

Der aktuelle Bedarfsplan Rettungsdienst sieht u.a. die Einrichtung von zwei neuen Rettungswachen in Bruchhausen-Vilsen und Drentwede vor, die jeweils mit einem Rettungswagen (RTW) rund um die Uhr (365 Tage je 24 Stunden) besetzt sein werden.

 

Die Rettungswache Bruchhausen-Vilsen wurde am 01.08.2011 durch die „Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH“ an ihrem vorläufigen Standort an der Homfelder Straße in Betrieb genommen. Dort arbeiten sechs Rettungsassistenten und drei Rettungssanitäter. Der Rettungswagen ist ein Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI mit einem Aufbau der Firma Hospi-Mobil aus Aurich. Genau der gleiche Fahrzeugtyp wird auch bei der DRK Diepholz Rettung und Krankentransport GmbH eingesetzt.

 

Für den endgültigen Standort der Rettungswache Bruchhausen-Vilsen wurde vom Landkreis inzwischen das direkt an der Bundesstraße 6 gelegene Grundstück „Syker Str. 19“ gekauft. Auf diesem 1.052 m2 großen Grundstück wird im Jahr 2012 die neue Rettungswache gebaut. Die Rettungswache wird neben der Garage für den Rettungswagen u.a. einen Desinfektions-raum, einen Aufenthaltsraum, eine kleine Küche, einen Medizin- und Geräteraum, Sanitär-räume sowie ein kleines Büro enthalten. Es werden alle fachlichen Anforderungen an eine Rettungswache erfüllt. Der Umzug ist in Bruchhausen-Vilsen für den Sommer 2012 vorgesehen. In Drentwede werden ebenfalls sechs Rettungsassistenten und drei Rettungssanitäter arbeiten. Dort wird auch ein Rettungswagen Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI mit einem Aufbau der Firma Hospi-Mobil eingesetzt.

 

Die Suche nach einem Grundstück in Drentwede gestaltete sich mangels bauplanungs-rechtlich geeigneter Flächen schwieriger. Als optimaler Standort für die Rettungswache Drentwede wurde vom Gutachter der Bereich der Kreuzung der B 51 mit der K 33 festgelegt. Nach langwierigen Bemühungen kann die Rettungswache Drentwede nun in diesem Bereich auf dem Grundstück "Bahnhofstr. 2", das unmittelbar an der Kreuzung der B 51 und der K 33 liegt, entstehen. Die K 33 ist die Bahnhofstraße. Die Auf- und Zufahrt befindet sich an der K 33. Von dort erreicht man nach ca. 70 m die Kreuzung B 51 / K 33 und kann gut in alle Richtungen, insbesondere auch nach Barnstorf und Twistringen, fahren.

 

Der Grundstückseigentümer errichtet auf dem Grundstück ein neues Gebäude zur Nutzung als Rettungswache und vermietet es an die Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH. Die neue Rettungswache wird ähnlich wie in Bruchhausen-Vilsen ausgestattet und daher gute Arbeitsbedingungen bieten. Die Garage befindet sich in Richtung zur B 51 und wird somit für eine gewisse "Abschirmung" des restlichen Gebäudes gegenüber der B 51 sorgen. Die Inbetriebnahme der Rettungswache Drentwede soll spätestens am 01.04.2012 erfolgen.

 

Bereits zum 01.12.2011 wird die neue Außenstelle Rehden der Rettungswache Diepholz bezogen. Die DRK Diepholz Rettung und Krankentransport GmbH mietet in einem direkt an der B 214 gelegenen Neubau Räume, um dort den bisher in Diepholz stationierten zweiten Rettungswagen rund um die Uhr einzusetzen. Eine Garage für den Rettungswagen und alle übrigen erforderlichen Räume sind vorhanden. Damit wird ein weiterer wichtiger Punkt des Bedarfsplans realisiert.

 

Für die Verlagerung der Rettungswache Diepholz an den südlichen Stadtrand konnte die Standortfrage noch nicht verbindlich gelöst werden. Dies soll im Jahr 2012 erfolgen.

 

Für die Rettungswache Sulingen konnte mit Unterstützung der Stadt Sulingen bereits ein neuer Standort am südlichen Stadtrand in der Nähe der Barenburger Straße gefunden werden. Die genauen Planungen zum Neubau der Rettungswache Sulingen sind beim DRK Diepholz in Arbeit.

 

Die im Bedarfsplan Rettungsdienst vorgesehene Verlagerung der Rettungswache Weyhe-Leeste an einen neuen Standort in Weyhe-Erichshof lässt sich hingegen unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten bisher nicht lösen, weil im Bereich Weyhe-Erichshof momentan trotz Beratung durch die Gemeinde Weyhe kein im Rahmen der Kostenrichtlinien Rettungsdienst bezahlbares Grundstück zur Verfügung steht und auch kein Mietobjekt zu finden ist. Der ursprünglich befürchtete Abriss der jetzigen Rettungswache Weyhe-Leeste ist nach verlässlichen Angaben der Gemeinde Weyhe als Vermieterin in den nächsten Jahren nicht mehr zu befürchten.

 

Als Übergangslösung könnte ein Rettungswagen der Rettungswache Weyhe-Leeste nach Stuhr-Brinkum ausgelagert werden. In Brinkum stünde in der Hermannstraße 2 (Ecke Bahnhofstraße) ein Gebäude des DRK Diepholz zur Verfügung. Realisierbare Alternativen sind zur Zeit nicht bekannt. Das Gutachterbüro ORGAKOM hat auf Anfrage bestätigt, dass mit dieser Übergangslösung die planerische Erreichbarkeit in der Notfallrettung in der gesamten Gemeinde Stuhr einschließlich des Ortsteils Stuhr-Kuhlen sicher erreicht wird. Dies gelte nach wie vor ebenfalls für die gesamte Gemeinde Weyhe. Gegen eine zeitweise Auslagerung des zweiten Rettungswagens von Leeste nach Brinkum sei daher nichts einzuwenden. Der Gutachter hat allerdings auch darauf hingewiesen, dass der Standort Brinkum für eine dauerhafte Lösung eigentlich zu weit nördlich liegt.

Die Kostenträger haben signalisiert, dass sie einer solchen Übergangslösung mit einem vorläufigem Standort in Brinkum zustimmen würden.

 

Da es sich bei einer solchen Übergangslösung nicht um eine endgültige Maßnahme handelt, ist eine Änderung des Bedarfsplans Rettungsdienst zur Zeit nicht notwendig.

 

Weitere Informationen zum Sachstand werden in der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit am 06.12.2011 mündlich vorgetragen.