Vorlage - VO/2011/179  

Betreff: Haushaltsberatung für den Produkthaushalt 2012
- Teilhaushalt für den Produktbereich 51.00 des Fachdienstes Jugend -
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Inge Human (i. V.)
Federführend:FD 51 - Jugend   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
05.01.2012 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Erläuterungen zum ProduktHH 2012  

Von den im Produkthaushalt für das Haushaltsjahr 2012 dargestellten Budgetplanun-gen und den dazu ergänzenden Erläuterungen wi

Beschlussvorschlag:

Der Jugendhilfeausschuss stimmt dem vorgelegten Haushaltsentwurf für den Teilhaushalt des Fachdienstes Jugend zu. Dem Kreisausschuss und dem Kreistag wird eine zustimmende Beschlussfassung und die Bereitstellung der benötigten Finanzmittel zur Deckung der Aufwendungen im Teilhaushalt des Fachdienstes Jugend im Rahmen der Beratungen des Gesamthaushaltes für den Landkreis Diepholz empfohlen.

Der Zuschussbedarf für das Budget des Fachdienstes Jugend erhöht sich gegenüber dem Vorjahresbudget um rd

Sachverhalt:

Der Zuschussbedarf für das Budget des Fachdienstes Jugend erhöht sich gegenüber dem Vorjahresbudget um rd. 674.000 €.

 

Der Mehrbedarf ergibt sich im Wesentlichen aus Gründen, die politischen und fachlichen Notwendigkeiten folgen oder sich aus gesetzlichen und tariflichen Erfordernissen ergeben.

 

Für den Ausbau der Kindertagespflege ist auch in diesem Jahr erneut ein Mehrbedarf in Höhe von 140.000 € erforderlich. Die Notwendigkeit für diese Anpassung ist auf einen weiteren Anstieg der Kinderbetreuungszahlen insbesondere im Bereich der Kindertagespflege zurückzuführen.

 

Im Bereich der Familienpflege (Pflegekinder) sind seit Jahren Fallzahlensteigerungen zu verzeichnen. Für den weiteren Ausbau der Familienpflege ist ein deutlicher Mehrbedarf von 340.000 € erforderlich.

 

Ein Teil dieser Aufwendungen (rd. 40.000 €) ist auf die Erhöhung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege zurückzuführen, die durch Landeserlass vorgebeben wird.

Neben einem Anstieg der Fallzahlen ist zunehmend ein erhöhter Bedarf an pädagogischer Förderung der zu vermittelnden Kinder feststellbar. Dieser Bedarf ist durch Betreuung in besonders qualifizierten Pflegefamilien sicherzustellen. Für diese Form der Betreuung sind erhöhte Pflegesätze zu gewähren.

 

Auch führen erhöhte Aufwendungen für Leistungen an Pflegefamilien im Rahmen der „WPF“ - Westfälische Pflegefamilien im Diakonieverbund der evangelischen Jugendhilfe Schweicheln e. V. zu einem höher prognostizierten Finanzbedarf. Denn schon in den vergangenen Jahren konnte eine steigende Tendenz bei den Pflegeverhältnissen im Rahmen der „WPF“ verzeichnet werden, welcher sich nachhaltig auswirkt. Es handelt sich hier um sehr betreuungsintensive Pflegeverhältnisse, die einem erhöhten Pflegesatz unterliegen. Dieser Entwicklung ist in der Haushaltskalkulation Rechnung zu tragen.

 

In dem prognostizierten Gesamt-Mehrbedarf (rd. 674.000 €) des Fachdienstes sind höhere Personalaufwendungen von rd. 275.000 € enthalten. Ein Teil dieser Erhöhung (+155.000 €) ist auf die allgemeinen Tarifsteigerungen und Entgeltstufensteigerungen zurückzuführen.

 

Zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen zur Betreuungsquote im neuen Vormundschaftsrecht wurden rd. 40.000 € veranschlagt, weil die Rechtsänderung eine zusätzliche Stelle für einen Vormund erforderlich macht.

 

In den Personalaufwendungen sind rd. 63.000 € für den Bereich PACE enthalten. Dieser Aufwand wird durch entsprechende Erträge aus der Inanspruchnahme von Fördermitteln refinanziert und führt nicht zu einer zusätzlichen Belastung des Haushaltes des Landkreises.

 

Im Bereich der erzieherischen Hilfen ergibt sich eine positive und relativ stabil prognostizierte Finanzentwicklung, die mit rd. 76.000 € reduzierten Aufwendungen zu einer Verbesserung des Gesamtergebnisses beiträgt.

 

In den einzelnen Sozialräumen nehmen die Produktentwicklungen nach wie vor unterschiedliche Verläufe.

 

In einigen Bereichen konnten Budgetabsenkungen sowohl bei den stationären als auch bei den nicht-stationären Hilfen vorgenommen werden, während in anderen Sozialräumen Erhöhungen zu prognostizieren sind. Es ist dabei zu beachten, dass Einzelbudgetveränderungen bei einer Vielzahl von Kostenarten zu einem Ergebnis beitragen, das sich aus einer Saldierung der Einzelpositionen errechnet.

 

Insgesamt ist für die Sozialraumbudgets eine positive Gesamtbetrachtung möglich. Das Gesamtvolumen konnte relativ stabil gehalten werden.

 

Im Jahr 2012 werden erstmals Mittel für Investitionstätigkeiten in Höhe von 20.000 € zur Verfügung gestellt. Der Einsatz der Finanzmittel ist vorgesehen für eine Bezuschussung zur Schaffung von Jugendräumen mit überörtlicher Bedeutung im Landkreis Diepholz.

 

Diese Fördermöglichkeit wurde durch die im Kreistag am 27.06.2011 beschlossene Änderung der Richtlinie für die Gewährung von Zuschüssen zur Schaffung von Jugendräumen geschaffen.

 

Der Gesamtzuschussbedarf ergibt sich aus allen saldierten Budgetpositionen des Fachdienstes.

 

Eine differenzierte Betrachtung ermöglicht die Analyse der Budgetentwicklung der einzelnen Produkte und der verschiedenen Kostenarten.

 

Auf die als Anlage beigefügten schriftlichen Erläuterungen zum Produkthaushalt 2012 wird hingewiesen.

 

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses besteht die Möglichkeit, Nachfragen zu dem vorgelegten Entwurf des Produkthaushaltes 2012 zu beantworten und gewünschte Zusatzerläuterungen zu geben.


Anlage/n:

Anlagen:

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Erläuterungen zum ProduktHH 2012 (317 KB)