Vorlage - VO/2013/081  

Betreff: Fortführung Schulsozialarbeit und Lernförderung VHS
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Inge Human (i. V.)
Federführend:FD 50 - Soziales   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales Vorberatung
29.05.2013 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
24.06.2013 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Schulsozialarbeit Auswertung der Berichte  

Die zum Jahresende 2013 nicht verbrauchten Sondermittel des Bundes im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes werden in das Jahr 2014 übertragen um die Fortführung der Schulsozialarbeit und der Koordinationsaufgaben im Bereich der VHS bis zum 31

Beschlussvorschlag:

Die zum Jahresende 2013 nicht verbrauchten Sondermittel des Bundes im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes werden in das Jahr 2014 übertragen um die Fortführung der Schulsozialarbeit und der Koordinationsaufgaben im Bereich der VHS bis zum 31.12.2014 sicher zu stellen.

Mit der Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes im Jahre 2011 hat der Bund befristet bis zum 31

Sachverhalt:

Mit der Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes im Jahre 2011 hat der Bund befristet bis zum 31.12.2013 den Landkreisen zweckgebundene Sondermittel zur Verfügung gestellt, z.B. zur Förderung von Schulsozialarbeit zur Inanspruchnahme von Leistungen aus dem Bildungspaket oder für Maßnahmen zur Verbesserung der Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche im Bereich außerschulischer Bildung.

 

Der Landkreis Diepholz hat diese Sondermittel zum einen dazu verwendet, um in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Schulträgern an insgesamt 3 Förderschulen und 23 Schulen im Sek. I und II - Bereich SchulsozialarbeiterInnen mit in der Regel einer halben Vollzeitstelle einzusetzen (Volumen insgesamt = 12,63 Vollzeitstellen).

 

Das Fördervolumen beträgt pro Schule im Höchstfall 27.000 € pro Jahr. Insgesamt werden damit jährlich ca. 700.000 € an Sondermitteln eingesetzt.

 

Ziel der Schulsozialarbeit ist insbesondere die Sensibilisierung und Heranführung der leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen bzw. deren Eltern an die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket.

 

Mittlerweile hat der Landkreis die Erkenntnis gewinnen können, dass der Einsatz der SchulsozialarbeiterInnen äußerst sinnvoll ist und hierdurch wesentlich mehr Kinder und Jugendliche von den Leistungen des Bildungspaketes profitieren können. Einzelheiten können der Zusammenfassung der Berichterstattung der SchulsozialarbeiterInnen entnommen werden, die als Anlage beigefügt ist.

 

Zum anderen sind die Sondermittel dazu eingesetzt worden um mit der VHS das Angebot „Lernförderung“ zu installieren und zu koordinieren.

 

Die VHS bietet mittlerweile in 47 Schulen in allen Gemeinden Lernförderangebote überwiegend in Gruppen für bis zu 5 Kinder an wobei teilweise auch Einzelförderung stattfindet. Im Jahre 2012 erhielten 844 Kinder Lernförderung, z.B. in den Fächern Deutsch, Deutsch als Fremdsprache, Mathe, Englisch, Biologie, Physik, Geschichte oder Sozialkunde. Die Kosten für die Lernförderung können die Kinder und Jugendlichen bzw. deren Eltern aus den normalen Leistungen des Bildungspaketes erhalten.

Aus den Sondermitteln bezuschusst der Landkreis 1 Vollzeit- und 2 halbe Stellen an SozialpädagogInnen sowie eine Verwaltungskraft. Diese übernehmen koordinierende und administrative Aufgaben.

 

So gilt es, z.B. den individuellen Förderbedarf der Kinder und Jugendlichen zu ermitteln und entsprechend homogene Gruppen für den Unterricht zu bilden. Lehrer sind für diese jeweiligen Anforderungen zu finden, einzuplanen und dann einzusetzen. Auch sind Abstimmungen mit den Eltern herbeizuführen, z.B. um die Mobilität sicher zu stellen, sofern insbesondere im ländlichen Bereich ein Schulbusverkehr nachmittags nicht mehr stattfindet. Alle Leistungen sind administrativ abzurechnen.

 

Insgesamt werden für diese VHS-Aufgaben jährlich höchstens 170.000 €  (156.000 € in 2012) an Sondermitteln eingesetzt.

 

Da die Sondermittel bereits 2011 vom Bund an den Landkreis gezahlt wurden, der Einsatz der SchulsozialarbeiterInnen in den Schulen und auch das VHS-Angebot aber erst im Laufe des Jahres entwickelt werden musste, stehen noch restliche Sondermittel in Höhe von ca. 900.000 € zur Verfügung.

 

Diese reichen aus, um sowohl die Schulsozialarbeit als auch die Koordinationsaufgaben im Bereich der VHS für ein weiteres Jahr zu fördern.

 

Für beide Maßnahmen ist eine Verlängerung vor allem im Interesse der leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen äußerst sinnvoll. Es wird deshalb vorgeschlagen, die nicht verbrauchten Sondermittel in das Jahr 2014 zu übertragen um in jenem Jahr die Fortführung der eigentlich strikt bis zum 31.12.2013 befristeten Aufgaben sicher zu stellen.

 

Festzustellen ist auch, dass Sondermittel für eine weitere Übertragung in das Jahr 2015 nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Dies bedeutet ein Ende der Maßnahmen zum 31.12.2014. Der befristete Einsatz der Mittel ist allerdings allen Schulen und der VHS von Anfang an bekannt gewesen und entsprechend vereinbart worden.

Anlagen

Anlage/n:

Anlagen

 

Auswertung der Berichte Schulsozialarbeit für das Jahr 2012

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Schulsozialarbeit Auswertung der Berichte (27 KB)