Vorlage - VO/2013/084  

Betreff: Beratungsangebote für Senioren - Weiterentwicklung der Informations- und Beratungsstellen
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:Inge Human (i. V.)
Federführend:FD 50 - Soziales   
Beratungsfolge:
Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz Vorberatung
22.05.2013 
Sitzung der Pflegekonferenz des Landkreises Diepholz (offen)   
Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales Vorberatung
29.05.2013 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales geändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
24.06.2013 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
13-05-29 Rahmenkonzept IBS  

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Beschlussvorschlag:

1.      Der Landkreis Diepholz unterstützt die Arbeit der Informations- und Beratungsstellen mit höchstens 120.000,- EUR jährlich.

2.      In jeder der 15 Kommunen wird maximal eine Beratungsstelle gefördert.

3.      Jede Beratungsstelle erhält einen Sockelbetrag von jährlich 6.000,- EUR. Der Sockelbetrag beträgt somit insgesamt maximal 90.000,- EUR verteilt auf 15 Kommunen.

4.      Der übrige Betrag i.H.v. 30.000,- EUR wird – wie bereits in der Vergangenheit – leistungsorientiert auf die bestehenden Beratungsstellen verteilt.

5.      Die Informations- und Beratungsstellen werden in Seniorenservicebüros umbenannt.

Bisherige Situation

Sachverhalt:

 

Bisherige Situation

 

Der Landkreis Diepholz fördert seit 2007 fünf Informations- und Beratungsstellen (IBS) freiwillig in Höhe von 60.000,- EUR jährlich. Die Hälfte des Betrages beinhaltet eine leistungsabhängige Förderung. Die andere Hälfte wird als Sockelbetrag auf die 5 Beratungsstellen in den Gemeinden Stuhr, Bruchhausen-Vilsen, Twistringen, Diepholz und Kirchdorf verteilt (6.000,- Euro pro Beratungsstelle). Zusätzlich gibt es je eine IBS in Sulingen und Syke. Diese werden allerdings nicht durch den Landkreis gefördert.

 

Seit 2007 fördert das Land den Aufbau von Seniorenservicebüros mit jährlich 40.000 Euro. Diese Förderung war auf 4 Jahre begrenzt, wurde dann um ein Jahr verlängert und läuft zum 30.6.2013 aus.

 

Im Landkreis Diepholz wurden die Aufgaben der Seniorenservicebüros an die vorhandenen Beratungsstrukturen, den Informations- und Beratungsstellen angegliedert. In diesem Zuge erhielt auch die Beratungsstelle in Sulingen die Förderung des Landes.

 

Um flächendeckend Beratungsstrukturen vorzuhalten, ist jede Beratungsstelle in der Regel für mehrere Gemeinden zuständig. Diese gemeindeübergreifende Arbeit der Beratungsstellen hat sich nicht in allen Fällen bewährt. Es ist deutlich geworden, dass die Beratungsstellen wesentlich häufiger von Einwohnern der Gemeinde genutzt werden als von der Nachbargemeinde.

 

Künftige Struktur

 

Nach der Beendigung der Landesförderung „Seniorenservicebüros“ steigen weder der Landkreis Diepholz noch die Gemeinden in die Förderung von Seniorenservicebüros ein. (Ausnahme Bruchhausen-Vilsen und Syke). Die Aufgaben des Seniorenservicebüros sind größtenteils weggefallen bzw. wurden von den vorhandenen Büros nicht erfüllt. Lediglich die Wohnberatung und zu einem geringen Anteil die Ausbildung und Begleitung von Seniorenbegleitern wurden noch über die Seniorenservicebüros geleistet. Diese Aufgaben werden von den Beratungsstellen künftig nicht mehr im Auftrag des Landkreises durchgeführt. Sofern Fragen zum Thema Wohnraumberatung auftreten, können sich die Mitarbeiter/innen der Büros an den Pflegestützpunkt bzw. der Wohnungsbauförderung im Fachdienst Soziales wenden. Die Seniorenservicebüro-Verträge wurden fristgerecht zum 30.06.2013 gekündigt.

 

Der Träger der IBS in Kirchdorf (Bethel im Norden mit Beratungsgebiet für die Gemeinde Wagenfeld) hat zum 30.06.2013 gekündigt. Mit dem Träger der IBS Twistringen (St. Ansgar mit dem Beratungsgebiet für die Städte Bassum und Twistringen sowie die Samtgemeinde Barnstorf) wurde auf eigenen Wunsch ein Auflösungsvertrag zum 30.06.2013 geschlossen. Die genannten Gemeinden sind somit ab 1.7.2013 nicht mit einer IBS versorgt.

Es haben aber die Stadt Twistringen und die ambulante Pflege DRK Kirchdorf und Wagenfeld – mit Unterstützung der Bürgermeister der Gemeinden Kirchdorf und Wagenfeld – ihr Interesse an der Einrichtung einer IBS bekundet. Die Stadt Syke hat einen Antrag auf Förderung einer IBS gestellt.

 

Das beigefügte Rahmenkonzept zur Fortführung der Informations- und Beratungsstellen wurde den Gemeinden und Trägern am 07. Mai 2013 vorgestellt. Mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts wird die Möglichkeit eröffnet, ein flächendeckendes und vor allem, ortsnahes Beratungsstellennetz einzurichten. Über Leistungsvereinbarungen und einer Koordination durch den Landkreis wird eine gleichbleibende Qualität sowie eine gute Vernetzung mit dem Pflegestützpunkt sichergestellt.. Die Entscheidung, wer vor Ort Anbieter der IBS wird, wird in enger Abstimmung zwischen dem Landkreis und der jeweiligen Gemeinde getroffen.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Der Landkreis erhöht ab 2014 seinen Förderansatz von bisher 60.000,- EUR auf 120.000,- EUR. Für das laufende Haushaltsjahr erfolgt die Förderung ab dem 01.07.2013 anteilig. Danach ist nach derzeitigen Erkenntnissen aus den Gesprächen mit den Kommunen ein zusätzlicher Bedarf von 9.000,- EUR erkennbar.

Anlagen

Anlage/n:

Anlagen

Rahmenkonzept

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 13-05-29 Rahmenkonzept IBS (28 KB)