Vorlage - VO/2013/156  

Betreff: Antrag der Samtgemeinde Rehden im Rahmen der Richtlinien des Landkreises Diepholz zur Förderung der kommunalen und hauptamtlichen Jugendarbeit
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:van Lessen (i. V.)
Federführend:FD 51 - Jugend   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
26.09.2013 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag:

Die Samtgemeinde Rehden erhält einmalig einen auf 36 Monate begrenzten Personalkostenzuschuss in Höhe von jährlich 5.000 € zur Finanzierung einer Jugendpflegerinnenstelle mit mindestens 19,5 Wochenstunden.


Sachverhalt:

In den Sitzungen vom 22.11.2012 und 17.12.2012 beschlossen Jugendhilfeausschuss und der Kreistag die Einführung neuer Richtlinien zur Förderung der kommunalen und hauptamtlichen Jugendarbeit. Damit sollte jungen Menschen flächendeckend gleiche Zugangschancen zu bedarfsgerechten und zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angeboten der Jugendarbeit ermöglicht werden. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens wurde mit dem Hinweis versehen, dass die Richtlinien bereits für das gesamte Förderjahr 2012 wirksam sind.

 

Schon vor dem Beschluss hatte die Samtgemeinde Rehden am 27.07.2012 einen Antrag auf Zuwendung zur Einrichtung einer Jugendpflegerstelle gestellt, der rechtzeitig vor der in den Richtlinien festgelegten jährlichen Antragsfrist zum 01.08. eines laufenden Jahres  eingegangen ist.

 

Da das Besetzungsverfahren der Stelle erst sehr viel später als geplant abgeschlossen wurde, reichte die Samtgemeinde die noch fehlenden Unterlagen am 23.08.2013 ein, so dass der vollständige Antrag erst jetzt zur Beschlussfassung durch den JHA vorliegt. Der Bitte auf vorzeitigen Maßnahmebeginn wurde seinerzeit unter dem Vorbehalt des noch ausstehenden JHA-Beschluss von der Verwaltung entsprochen.

 

Am 15.04. diesen Jahres wurde die Jugendpflegerstelle mit einer Wochenarbeitszeit von 19,5 Wochenstunden besetzt. Stelleninhaberin ist die Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin

Katharina Stüven. Der Zeitumfang der Stelle und die Qualifikation der Mitarbeiterin entsprechen den Anforderungen aus den Richtlinien in Bezug auf die Mindestwochenstundenzahl bzw. auf das Fachkräftegebot nach § 72 Abs. 1 SGB VIII.

 

Die Samtgemeinde Rehden hat sich dafür entschieden, vorerst kein eigenes Personal für diese Aufgabe einzusetzen, sondern macht von der Ausnahmeregelung der Richtlinien Gebrauch, wonach auch ein nicht-öffentlicher Jugendhilfeträger dieses Personal bereitstellen kann. Dazu schließt die Samtgemeinde mit dem Fachzentrum Kinder- Jugend- und Familienhilfe Bethel im Norden/Diakonie Freistatt der Stiftung Bethel einen dreijährigen Koopera-tionsvertrag.

 

Die Samtgemeinde Rehden plant noch in diesem Jahr die Eröffnung eines Jugendraumes im ehemaligen Sportlerheim in Rehden, der von jungen Menschen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren genutzt werden soll. Auch die Jugendpflegerin wird in dem Gebäude ihr Büro haben, um von hier aus als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen, sich um die Bedürfnisse der Jugendlichen aus der Samtgemeinde zu kümmern und um Angebote der Freizeitgestaltung zu machen. Gegenwärtig hat Frau Stüven noch ihr Büro in der Oberschule am Geestmoor in Rehden.

 

Der vorgelegte Konzeptionsentwurf zur Offenen Jugendarbeit in der Samtgemeinde Rehden folgt den in den Richtlinien aufgeführten Aufgaben einer örtlichen kommunalen Jugendpflege und den Prinzipien der offenen Jugendarbeit. Er wird in den nächsten Wochen durch die Jugendpflegerin weiter auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und die örtlichen Bedarfe angepasst.

 

Die Samtgemeinde verweist in ihren Antragsunterlagen darauf, dass die Konzeption für die Offene Kinder- und Jugendarbeit noch durch die zuständigen Gremien der Samtgemeinde beschlossen werden muss. Gleiches gilt für den Kooperationsvertrag mit dem Träger Bethel im Norden, der noch nicht unterschrieben ist. Sollten sich hier zuschussrelevante Veränderungen ergeben, müssen diese umgehend durch den Antragsteller angezeigt werden. Bei gravierenden Veränderungen kann die Förderzusage laut Richtlinien widerrufen werden.

 

Die Samtgemeinde hat angekündigt, gemäß der Richtlinien, bis zum 15.11.2013 für dieses Jahr einen ersten Verwendungsnachweis und Evaluationsbericht vorzulegen.

 

Aus Sicht der Verwaltung sind die Voraussetzungen einer Förderung im Rahmen der Richtlinien des Landkreises Diepholz zur Förderung der kommunalen und hauptamtlichen Jugendarbeit erfüllt.

 

Sie schlägt daher dem Jugendhilfeausschluss vor, die Personalstelle für das jugendpflegerisches Angebot in der Samtgemeinde Rehden einmalig und auf 36 Monate begrenzt mit 5.000 € pro Beschäftigungsjahr finanziell zu unterstützen.