Vorlage - VO/2014/103  

Betreff: Pflegeausbildung im Landkreis Diepholz
a) Verringerung des Pflegefachkräftemangels
b) Entwicklung inhaltlicher Impulse für die Ausbildung
c) Räumliche Zusammenfassung der Bildungsgänge Altenpflege, Pflegeassistenz und Krankenpflege
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:C. BockhopAktenzeichen:40.12.02.08
Federführend:FD 40 - Bildung Bearbeiter/-in: Brinkmann, Bernhard
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
09.07.2014 
Sitzung des Schulausschusses geändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
15.09.2014 
Sitzung des Kreistages geändert beschlossen   
Anlagen:
VO-2014-103_Anl_1  
VO-2014-103_Anl_2  
VO-2014-103_Anl_3  
VO-2014-103_Anl_3-1  
VO-2014-103_Anl_3-2  

Die Sicherung des Pflegefachkräftebedarfs im Landkreis Diepholz ist ein gesamtgesellschaftlich relevantes Zukunftsthema. Will man dem von der Bertelsmann Stiftung prognostizierten Bedarf von rd. 1.300 fehlenden Pflegekräften im Landkreis bis zum Jahr 2030 begegnen, bedarf es wirksamer Maßnahmen zur Gegensteuerung. Eine ausführliche Darstellung zur Entwicklung der pflegerischen Versorgungsbedarfe erfolgte mit der Druckvorlage VO/2013/166, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.

 

Der Sozial- und der Schulausschuss haben sich mit der Problematik der pflegerischen Bedarfe und Schulstandorte zur Pflegeausbildung bereits Ende 2013 befasst (VO/ 2013/166, 168 und 168-1). Zur umfangreichen Aufarbeitung der gesamten Thematik wurden daraufhin eine Lenkungsgruppe sowie drei Arbeitsgruppen, deren Besetzung in der Anlage 1 dargestellt ist, mit folgenden Themenschwerpunkten eingesetzt:

 

AG 1: „Pflegefachkräftemangel“

Auftrag: Entwicklung eines Konzepts mit konkreten Maßnahmen zur Verringerung des
             drohenden Pflegefachkräftemangels im Landkreis Diepholz

 

AG 2: „Zusammenführung Ausbildungsgänge Alten- und Krankenpflege“

Auftrag: Entwicklung konkreter Vorschläge für die Kooperation der Ausbildungsgänge
             Alten- und Krankenpflege

 

AG 3: „2. Schulstandort Alten- u. Krankenpflege“

Auftrag: Darstellung und Abwägung der fachlichen und finanziellen Kriterien für die Ent-
             scheidung über die Etablierung eines zweiten Standortes für die Pflegeausbildung

 

 

A) Verringerung des Pflegefachkräftemangels

 

Mit der Bildung der Arbeitsgruppe 1, die sich aus Vertretern aller beteiligten Disziplinen zusammensetzt, ist es nach Ansicht der AG-Mitglieder erstmalig gelungen, gemeinsam im pflegerischen Bereich das Thema Fachkräftemangel sektorenübergreifend zu diskutieren. Die AG sieht hierin die Chance, der demografischen Herausforderung offensiv mit innovativen Formen der Zusammenarbeit zu begegnen. Für die Entwicklung tragfähiger und bezahlbarer Lösungen ist eine Vielzahl verschiedener Maßnahmevorschläge zusammengetragen und inhaltlich vier Themenfeldern („Marketing/Imageaufwertung“, „Aus- und Weiterbildung“, „Schulische Infrastruktur“ sowie „Flankierende Infrastrukturmaßnahmen“) zugeordnet worden.

 

Im Handlungsfeld „Schulische Infrastruktur“ ist die 4-jährige Ausbildung in Teilzeit bereits gelebte Praxis. In der Umsetzung befindet sich zurzeit die Zertifizierung der BBZ Diepholz, die voraussichtlich Ende 2014 abgeschlossen sein wird (die BBS Syke ist bereits zertifiziert).

 

Im Verlauf der Diskussionen wurde deutlich, dass die weiteren Ideen sich in der Umsetzung gegenseitig potenzieren können. Hierzu bedarf es eines fachübergreifenden Konzepts und der Bündelung des Know-hows aller Beteiligten. Die gemeinsame Entwicklung dieser Idee zeigt die Bereitschaft, sich in Verantwortungsgemeinschaft dieser Aufgabe zu stellen. Zentraler Vorschlag der AG 1 ist daher die Initiierung eines Leuchtturmprojektes „Kompetenzzentrum Gesundheit & Pflege“ im Landkreis Diepholz.

 

Leuchtturmprojekt „ Kompetenzzentrum Gesundheit & Pflege“

Idee ist, ein Kompetenzzentrum im Landkreis zu errichten, in dem alle Aus-, Fort- und Weiterbildungsaktivitäten zum Thema Pflege gebündelt angeboten werden und das auch die Begleitung und Entlastung pflegender Angehöriger sowie ehrenamtlich Tätiger sichert und weiterentwickelt. Idealerweise bringen sich in eine solche Einrichtung neben der Schule alle Träger, d. h. sowohl öffentliche, freigemeinnützige als auch private Anbieter mit ihrem Know-how ein.

 

In einem solchen Zentrum könnten neben schulischen Bildungsabschlüssen (1-jährige BFS Hauswirtschaft (Persönliche Assistenz), 2-jährige BFS Ernährung, Hauswirtschaft & Pflege, FOS-Abschlüsse und dem Beruflichen Gymnasium Gesundheit & Pflege) auch Berufsabschlüsse zur Pflegeassistenz und zur/zum Altenpfleger/in bzw. Gesundheits- u. Krankenpfleger/in (Stichwort „Generalistische Ausbildung“) sowie weiterführende Bildungsabschlüsse (z. B. ein Bachelorabschluss durch Kooperation mit Hochschulen im Rahmen von Fernstudiengängen) integriert werden.

 

Weiterhin wären dort sämtliche Fort- und Weiterbildungsangebote für Pflegekräfte (Basis- und Fachweiterbildungen wie z. B. Wundversorgung, Diabetes- u. Ernährungsberatung, Palliativpflege, Praxisanleiterausbildung, etc.) bis hin zur Fachkraftweiterbildung (z. B. Fachkraft für Gerontologie, OP/ Endoskopie, etc.) darstellbar. Ergänzt werden könnte das Angebot um ein Beratungszentrum, in dem für die Gruppe der Angehörigen und ehrenamtlich Tätigen neben Informationsveranstaltungen auch fachliche Begleitung und Einzelberatungen durchgeführt werden.

 

Das Kompetenzzentrum könnte zudem als Motor für die inhaltliche Entwicklung neuer Ansätze und Konzepte zur pflegerischen Versorgung fungieren; über Akademieabende oder andere Veranstaltungsformen könnten Impulse und der fachliche Austausch zwischen Experten zu bestimmten Themen und Fragestellungen erfolgen. Der dazugehörige Internetauftritt könnte darüber hinaus als Informationsportal rund um das Thema Pflege (Bereiche Aus- und Weiterbildung, Angebote für pflegende Angehörige, etc.) dienen.

 

Ein solches Angebot hätte eine Strahlwirkung und würde die bestehende Angebots- und Ausbildungslandschaft im Landkreis ergänzen und positiv beeinflussen. Der Landkreis nähme damit eine Vorreiterstellung ein, die nicht nur überregionale Anziehungskraft entwickeln würde, sondern auch als Modellprojekt für andere interessant – und möglicherweise auch förderungswürdig – wäre.

 

Eine schrittweise Realisierung des Kompetenzzentrums wird als möglicher Weg angesehen. Es wäre ein Konzept mit verschiedenen Ausbaustufen (z. B. Start mit Schule, Alexianer-Altenpflegeschule und VHS) denkbar, das - nach Entscheidung des Gesetzgebers zur generalistischen Ausbildung - weiter ausgebaut werden könnte. Begonnen werden könnte damit, dass die drei zuvor genannten Beteiligten in eigener Zuständigkeit und mit eigenem vorhandenen Personal und deren fachlichem Know-how Angebote schaffen. Im 2. Schritt könnte eine gemeinsame Trägerstruktur (z. B. Gründung eines Vereins oder eine GmbH) entwickelt und weitere Akteure eingebunden werden.

 

Ein Konzept zur Ausgestaltung der Angebote in den jeweiligen Ausbaustufen, zur Personalausstattung (Koordinations- und Geschäftsführungsaufgaben), den baulichen Anforderungen, der Trägerschaft und Trägerstruktur sowie zur Gesamtfinanzierung wäre zu entwickeln. Bei der Entscheidung über die Frage für einen 2. Schulstandort wären diese Aspekte mit zu berücksichtigen (siehe Punkt C dieser Vorlage).

 

Die AG ist sich über den hohen Aufwand zur Errichtung eines Kompetenzzentrums im Klaren, hält ihn aber mit großer Mehrheit angesichts der damit erzielbaren Synergieeffekte und des hohen Wirkungsgrades für gerechtfertigt. Unter dem Dach eines solchen Leuchtturmprojektes – aber auch unabhängig davon – schlägt die AG folgende weitere Maßnahmen zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung vor:

 

Handlungsfeld „Aus- und Weiterbildung“

Mit der Errichtung eines zweiten Schulstandortes würden mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. Dieses erfordert parallel eine Ausweitung der Praxisplätze in den Betrieben. Insofern gilt es, Betriebe gezielt darin zu unterstützen, vermehrt Ausbildung anzubieten. Sollte sich auf diesem Feld ein Mangel abzeichnen, werden folgende Maßnahmen, die in der Anlage 2 detaillierter beschrieben sind, vorgeschlagen:

 

-          Förderung der Praxisanleiterausbildung

-          Gründung eines Praxisanleiterverbundes

-          Gründung eines Ausbildungsverbundes

 

Die AG sieht das Thema Ausbildungs- und Praxisanleiterverbund als ein wichtiges Thema zur Intensivierung der Ausbildungsqualität und Steigerung der Ausbildungszahlen an. Der Landkreis kann hierbei begleitend unterstützen. Die Gründungsinitiative für einen solchen Verbund muss jedoch von den Betrieben ausgehen. Das Thema soll in einem der nächsten Treffen des Runden Tisches „Altenpflege“, bei dem sich Vertreter der Pflegebetriebe im Landkreis austauschen, angesprochen und ggfs. weiter vertieft werden.

 

Handlungsfeld „Flankierende Infrastrukturmaßnahmen“

Da der immense Bedarf an pflegerischen Leistungen nicht allein durch professionelle Pflegekräfte abgedeckt werden kann, ist die Pflegebereitschaft von Nichtfachkräften zu erhöhen. Es braucht eine unterstützende und entlastende Infrastruktur mit entsprechenden Angeboten für pflegende Angehörige und Ehrenamtliche. Vorgeschlagen wird, wie in der Anlage 2 näher beschrieben, die Entwicklung von Entlastungssystemen (z. B. Besuchsdienst für pflegende Angehörige).

 

Im Wettbewerb mit Arbeitgebern anderer Regionen kann die Entwicklung einer Willkommenskultur für Pflegekräfte ein wichtiger Standortfaktor sein. Diese gilt es auszubauen.

 

Handlungsfeld „Marketing/ Imageaufwertung“

 

Nach Einschätzung der AG genießen Pflegeberufe in der Gesellschaft keine Anerkennung und erscheinen damit in der Phase der Berufsorientierung nur wenig attraktiv. Die Informationslage für junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf, für deren Eltern und allen, die direkt oder indirekt von Pflegebedürftigkeit betroffen sind, muss gezielt durch folgende Maßnahmen verbessert werden:

 

- „Sozialpraktikum“ an Schulen im Landkreis einführen

- Schülerpraktikum „Pflege“ an weiteren Schulen im Landkreis etablieren

- „Gesundheit & Pflege“ als Schwerpunktthema für künftige Berufsmessen

- Informationsveranstaltungen für Pflegebetriebe im Landkreis durchführen
  (Zugangskanäle aufzeigen)

- Imagefilme zum Pflegeberuf

 

Neben der Zielgruppe der Schulabgänger/innen hält die AG auch eine gezielte Ansprache weiterer Altersgruppen (Berufsrückkehrer/innen, Seiteneinsteiger/innen) für dringend erforderlich.

 

Maßgeblich geprägt und transportiert wird das Image eines Berufes jedoch von den Betrieben und ihrem Personal. Zentrales und bisher hier noch nicht genanntes Handlungsfeld ist insofern die „Pflege und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur in den Betrieben“. Mitarbeitergewinnung und – bindung durch entsprechende Gestaltung der Arbeitsbedingungen liegen primär in den Händen der jeweiligen Arbeitgeber. Alle zuvor vorgeschlagenen Aktivitäten sind dementsprechend als unterstützende Maßnahmen zu verstehen.

 

Aufgrund der Komplexität der Thematik und der Themenvielfalt konnten viele der zuvor beschriebenen Vorschläge in der AG noch nicht abschließend beraten werden und sind zu vertiefen. Die Arbeitsgruppe sieht die Notwendigkeit, Feinkonzepte zu entwickeln und ist bereit, ihre Arbeit fortzusetzen. Im Falle einer Errichtung des Kompetenzzentrums sollten konzeptionelle Arbeiten sinnvollerweise von dort vorgenommen werden.

 

Die Lenkungsgruppe hat sich in ihrer Sitzung am 03.07.2014 mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe befasst. Sie stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

 

B) Entwicklung inhaltlicher Impulse für die Ausbildung

 

Der ursprüngliche Arbeitsauftrag an die Gruppe, konkrete Vorschläge für die Kooperation der Ausbildungsgänge Alten- und Krankenpflege zu entwickeln, war ausgerichtet auf zwei sich  perspektivisch annähernden Ausbildungsgänge unter einem Dach. Inzwischen liegt eine Pressemitteilung der Bundesregierung vor, dass sich Bund und Länder bis 2015 über eine einheitliche Pflegeausbildung verständigen wollen.

 

Der Aufwand für die Entwicklung von Kooperationsmodellen zweier Ausbildungsgänge, die in absehbarer Zeit miteinander verschmelzen werden, scheint der AG angesichts der zu erwartenden  kurzen Laufzeit entsprechender Vorhaben nicht gerechtfertigt.

 

Gleichzeitig ist sich die AG darüber einig, dass die zu erwartenden gesetzlichen Rahmen-bedingungen in der Umsetzung vor Ort erheblichen Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf mit sich bringen werden. Alle Mitglieder stehen für diese kommende Aufgabe zu gegebener Zeit zur Verfügung.

 

Die Lenkungsgruppe hat sich in ihrer Sitzung am 03.07.2014 mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe befasst. Sie stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

 

 

C) Räumliche Zusammenfassung der Bildungsgänge Altenpflege, Pflegeassistenz und
     Krankenpflege (2. Schulstandort Alten- u. Krankenpflege)

 

Die genaue Darstellung und Begründung des Ergebnisses der Arbeitsgruppe geht aus dem dieser Sitzungsvorlage als Anlage 3 beigefügten Vermerk hervor. In diesem Vermerk wird auf weitere Unterlagen Bezug genommen, die ebenfalls dieser Vorlage beigefügt sind (s. Anlage 3.1 und 3.2).

 

Nachfolgend werden die wesentlichen Punkte aus den Anlagen wiedergegeben.

 

Im Einzelnen hat die AG nach Klärung der Grundlagen, wie die unterschiedlichen Schulorganisationen „BBS“ und „Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Alexianer“, das methodische Vorgehen festgelegt, um den vorgegebenen Arbeitsauftrag erfüllen zu können.

 

Die AG hatte sich anfänglich verständigt, die Grundsatzfrage zu klären, ob nur ein Standort für eine gemeinsame Alten- und Krankenpflegeausbildung in Betracht kommt, oder ob auch Alternativen in Frage kommen, wie z.B. gesonderte Standorte für nur Krankenpflegeausbildung oder nur Altenpflegeausbildung.

 

Zeitlich passend hatte in einer Pressemitteilung vom 16.04.2014 Bundesfamilienministerin Schwesig mitgeteilt, dass sich Bund und Länder bis 2015 einigen wollen, wie eine einheitliche Pflegeausbildung umgesetzt wird.

 

Unter diesen klaren Perspektiven schlägt die Arbeitsgruppe,  neben dem bereits bestehenden Standort Sulingen, EINEN Standort vor, der die gemeinsame Beschulung vorsieht.

 

Dort sollen alle im nördlichen Bereich des Landkreises angebotenen Bildungsgänge zum Thema „Pflege“ zusammengefasst werden, um so ein gebündeltes attraktives Bildungsangebot vorzuhalten und zwar

 

Altenpflege

Krankenpflege

Pflegeassistenz/persönliche Assistenz

FOS Gesundheit/Pflege

Berufliches Gymnasium Gesundheit/Pflege

Fort- und Weiterbildung (auch für pflegende Angehörige usw.)

 

Um die Bündelung zu verdeutlichen, erhält der Standort folgenden Arbeitstitel:

Kompetenzzentrum für Gesundheit und Pflege

 

Die Arbeitsgruppe regt an, dass sich auch außerschulische Träger, Bildungseinrichtungen oder Institutionen an der Bildung und dem Betrieb des Kompetenzzentrums beteiligen sollten.

 

Methodisch war als nächstes das Thema „Platzbedarfe“ zu klären. Zum Einen ermittelte die Arbeitsgruppe die derzeitigen Nutzungsgrößen, zum Anderen prognostizierte sie die künftigen Platzbedarfe.

 

Die Schülerzahlen bilden hierbei eine wichtige Grundlage für alle späteren Planungen.

 

Die derzeitigen Schülerzahlen sind bekannt und wurden den Berechnungen zugrunde gelegt.

 

Eine Prognose über zukünftige Schülerzahlen ist schwierig, zumal schlecht abschätzbar ist, ob die Schülerinnen und Schüler dann auch den geplanten Standort aufsuchen werden.

 

Dennoch ist die Zielsetzung klar. Dem Fachkräftemangel soll entgegengewirkt werden und ein Standbein dabei ist die Schaffung ausreichender Beschulungsplätze. Und zwar nicht nur abgestellt auf die beschriebene Datenerhebung, sondern auf eine prognostische Sichtweise. Dieses vorausgeschickt, hat die Arbeitsgruppe Prognosen erstellt, die dem künftigen Platzbedarf zugrunde liegen.

 

Die Arbeitsgruppe hat sich hierbei von dem Gedanken leiten lassen, dass die Räumlichkeiten sich nicht am unbedingten „Muss“ orientieren sollen. Es gilt vielmehr Schülerinnen und Schüler mit einem attraktiven  Angebot einzuwerben, welches auch den räumlichen Ansprüchen in pädagogischer Hinsicht als auch im Hinblick auf das „leibliche Wohl“ genügt.

 

Danach ist ein Platzbedarf in einer Größe von 2.700 m² erforderlich. Die Berechnung dieses Bedarfs ist der Anlage 3 zu entnehmen. 

 

Anschließend wurden Kriterien festgelegt, die bei der hier vorzunehmenden Standortauswahl Berücksichtigung finden müssen, nämlich

  • Besitzt der Standort die notwendige Größe, um den Platzbedarf zu decken.
  • Erforderliche Investitionskosten je Standort.
  • Mieten und vergleichbare Abschreibungen
    Lt. Auskunft der Gemeinde Weyhe, würde diese für die Zurverfügungstellung der Grundschule keine Miete fordern, ggf. sich sogar an Investitionskosten beteiligen.
  • Bauunterhaltungskosten
  • Kosten für Energie, Reinigung
  • Der jeweilige Gebäudezustand
  • Der Zeitpunkt der Gebäudeverfügbarkeit
  • Schulorganisation (einschl. Lehrerversorgung)
  • Steht eine Turnhalle für den Sportunterricht zu Verfügung?
  • Nähe zu kooperierenden Ausbildungsbetrieben oder Krankenhäuser
  • Infrastruktur beinhaltet die Anbindung an den ÖPNV, die Parkplatzsituation, technische Ausstattung und evtl. Unterbringungsmöglichkeiten
  • schulische Kosten
  • Geographische Lage der möglichen Standorte
  • Daten zur demographischen Entwicklung

 

Die konkreten Daten zu den einzelnen Kriterien sind einer Matrix zu entnehmen, die ebenfalls aus der Anlage 3 hervorgeht. Diese Daten wurden von der AG wie folgt gewichtet, bewertet, mit der Besichtigung aller Standorte abgeglichen und dann zur Grundlage des Vorschlags gemacht.

 

-            Die Klinik Twistringen und die Hacheschule Syke erfüllen den Raumbedarf. Es müssen aber zwangsläufig bauliche Veränderungen vorgenommen werden. In Melchiorshausen und am Standort der BBS Syke müssten zusätzlich Erweiterungsbauten realisiert werden.

 

-            Bei den Kosten wurden die Investitionskosten, Mieten/Abschreibungen, Baunterhaltungskosten, Kosten für Energie, Reinigung usw. herangezogen

Die Höhe der Investitionskosten gehen aus der Matrix hervor. Um sie auf eine jährliche Belastung herunterzurechnen, wurde eine 25jährige Abschreibungszeit zugrunde gelegt.
Weiter sind in die finanzielle Berechnung die Mietkosten mit aufzunehmen. Da nur für das Krankenhaus Twistringen Mietkosten entstehen, ist auch hier eine Vergleichbarkeit mit den anderen Objekten herbeizuführen. Die Vergleichbarkeit gelingt dadurch, dass bei den anderen Objekten die jährlichen Abschreibungen der Gebäuderestbuchwerte herangezogen werden. Diese Betrachtung macht Sinn, da die von den Alexianern genannte Miete in etwa die Abschreibungsinhalte wiederspiegelt.
Wiederum können Teilabschreibungswerte für das Objekt „BBS im Bestand mit Neubau“ buchhalterisch nicht gesondert ausgewiesen werden. Um dennoch vergleichen zu können, ist für den vorhandenen Bestand (600 m²) eine Kaltmiete entsprechend der Mietberechnung „St. Ansgar“ angesetzt worden.
Baunterhaltungskosten und Kosten für Energie usw. sind selbstverständlich zu beachten. Sie sind aber in etwa gleich hoch (mit Ausnahme BBS wegen sehr guter energetischer Effizienz eines Neubaus), fallen bei der finanziellen Betrachtung nicht so ins Gewicht und werden hier vernachlässigt.

 

 

Twistringen

Melchiorshausen

Syke Förderschule

BBS im Bestand mit Neubau

Investionssummen
: 25= jährlich

60.000

152.000

84.000

144.000

Miete/Abschreibung jährlich

60.000

19.141

75.952

18.720

Gesamt jährlich

120.000

171.141

159.952

162.720

 

Bei den schulischen Kosten ist noch auf folgendes aufmerksam zu machen:

BBS:
Es fallen bei zwei Standorten Fahrtkosten an, die von der Schule aus dem Landesbudget gedeckt werden müssen: Die Folge ist, dass dieses Geld nicht für andere personelle Einstellungen zur Verfügung steht. Ein Standort in Syke ist fußläufig für alle Beteiligten zu erreichen. Der Standort Hacheschule ist in 7 Minuten zu erreichen, so dass keine Fahrtkosten entstehen und eine schnelle Vertretungsregelung bzw. Kursbildung möglich ist.
Fazit: Die obige Kostenbilanz verschlechtert sich für Melchiorshausen noch.

Gesundheits- und Krankenpflegeschule:

Einbindung von Fachdozenten

Im Bereich des theoretischen Unterrichts werden z.Z. ca. 1.000 Unterrichtsstunden durch Fachdozenten aus den Kliniken (Fachärzte, Fachpflegepersonal etc.) geleistet. Der Standort Twistringen liegt sehr zentral zwischen den Klinikstandorten und kann von allen Kliniken in relativ kurzer Zeit erreicht werden.

Durch eine kurze Anreise werden der Zeitaufwand für die Fachärzte und sonstigen Fachdozenten und die Reisekosten für diesen Personenkreis auf einem vertretbaren Niveau gehalten.

Ein höherer Zeitaufwand für die Fahrt zur Ausbildungsstätte würde die Abwesenheit der Fachärzte in den Kliniken sowie die zu erstattenden Reisekosten erhöhen, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.
Fazit: Die obige Kostenbilanz verschlechtert sich für die beiden möglichen Syker Standorte und noch mehr für Melchiorshausen. 

 

-            Gebäudezustand gewichten

Es ist hierbei auf die Geeignetheit abzustellen. Dabei sind alle Objekte geeignet, bis auf Melchiorshausen. Dieses Objekt ist eher nicht geeignet. Bei dieser Bewertung greift die Arbeitsgruppe auf die in der Matrix aufgeführten Kriterien (bis auf Kosten) zurück.

 

-            Schulorganisation und Lehrerversorgung gewichten

  • Dabei sind folgende Ausführungen der BBS Syke mit zu bedenken:

Die Konzentration der Pflegeausbildung an einem Schulstandort (Anbau BBS Syke oder Nachnutzung Hacheschule) bietet Möglichkeiten, die Qualität aller pflegeaffinen Bildungsgänge an diesem Standort zu erhöhen. Der Zugriff auf ‚ein‘ Kollegium ermöglicht es, Synergien frei zu setzen. Kompetenzen aus den verschiedenen Bildungsgängen können wechselseitig zum Tragen kommen. Die Lehrerinnen und Lehrer aus den verschiedenen Bildungsgängen können sich austauschen, voneinander lernen, in verschiedenen Bildungsgängen eingesetzt werden und damit über das gesamte Spektrum der Pflegebildung ganzheitlich unterrichten.

 

Ein Schulstandort in Twistringen oder Melchiorshausen hat erhebliche Auswirkungen auf die Stundenplangestaltung und Einsatz der Lehrkräfte. Ein Standort in ca. 25 km oder 10 km Entfernung bedeutet, dass ein unerwarteter Ausfall einer Lehrkraft eine Vertretungsregelung fast unmöglich macht. Eine Kursbildung, Wahlpflichtangebote in den Schulformen am zweiten entfernten Standort mit den „Stammhaus“-Schulformen ist nicht möglich und bedeutet eine Benachteiligung für die SchülerInnen am entfernten Standort. Dies fördert nicht die Attraktivität der Schule.

 

Es können durch die Standortnähe zum Stammhaus auch kurzfristige Ausfälle durch die vorhandenen Lehrkräfte abgedeckt werden.

 

-            Nähe zu kooperierenden Einrichtungen gewichten

  • Krankenpflegeschüler/Innen: Entsprechend der Anlage 3.2 ist erkennbar, dass die Schülerzahlen aus den Standortkommunen der Krankenhäuser höher als aus den übrigen Kommunen im Landkreis Diepholz ist.
  • Altenpflegeschüler/Innen: Entsprechend der Anlage 3.2 ist deutlich erkennbar, dass die nördlichen Kommunen Stuhr und Weyhe von einer Altenpflegeschule am Standort Sulingen gar nicht erreicht werden, obwohl dort ca. 22 % der gesamten Altenpflegeplätze im Landkreis Diepholz vorgehalten werden.

Die überwiegende Anzahl der im Landkreis tätigen ambulanten Pflegedienste ist in den Landkreiskommunen Twistringen, Bassum, Syke, Weyhe und Stuhr zu finden ist.
 

-            Gesamtgewichtung und Vorschlag: Die Arbeitsgruppe hat wie vorstehend aus ihrer Sicht alle entscheidungserheblichen Gesichtspunkte zusammengetragen. Letztendlich ist nach Abwägung aller Gesichtspunkte Melchiorshausen nicht geeignet.

Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass sowohl für Twistringen als auch für Syke - wie oben ausgeführt – gute Gründe für den Schulstandort im nördlichen Bereich des Landkreises sprechen. Kein Standort drängt sich dabei gegenüber dem anderen Standort augenfällig auf. Letztendlich möchte die Arbeitsgruppe eine Entscheidung ausschließlich der politischen Diskussion überlassen und verzichtet auf einen eigenen Vorschlag.

 

Die AG ließ einen Entscheidungsvorschlag zwischen den drei verbleibenden Standort offen.

 

Die Lenkungsgruppe hat sich in ihrer Sitzung am 03.07.2014 mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe befasst. Sie schlägt einstimmig vor, dass nach Abwägung aller Gesichtspunkte Melchiorshausen nicht geeignet ist.  Sowohl für Twistringen als auch für Syke sprechen gute Gründe für den Schulstandort im nördlichen Bereich des Landkreises. Kein Standort drängt sich dabei gegenüber dem anderen Standort auf. Auch die Lenkungsgruppe möchte eine Entscheidung ausschließlich der politischen Diskussion überlassen und verzichtet auf einen eigenen Vorschlag.

 

Herr Pragal erklärte in der Sitzung der Lenkungsgruppe, dass der Landrat einen eigenen Beschlussvorschlag formulieren und Twistringen vorschlagen werde. Hierzu ergab sich eine kontroverse Diskussion.

 

 

Erläuterung des Beschlussvorschlags der Verwaltung:

Bei den beiden Standorten in Syke kommt es einerseits darauf an, ob die Förderschule (FöS) tatsächlich entsprechend der angekündigten Schulgesetznovelle „ausläuft“. Auch hier ist den Aussagen der Arbeitsgruppe zu folgen. Generell wird sich dann bei all unseren Förderschulen die Frage der Nachnutzung stellen.

 

Gerade für die Förderschule in Syke gibt es bereits einen konkreten Bedarf für eine Nachnutzung.  So hat die VHS mittelfristig erheblichen Raumbedarf, da die Stadt Syke als Eigentümerin des von der VHS angemieteten Gebäudes Eigenbedarf angemeldet hat. Es besteht ein Bedarf an 10 allgemeinen Unterrichtsräumen und 8 Büros.

 

Die FöS in Syke verfügt über 21 allgemeine Unterrichtsräume, dazu weitere Fachunterrichtsräume und Büros für die Verwaltung. Folglich wäre eine Möglichkeit der Nachnutzung der FöS in Syke, die Unterbringung der VHS. Auch für die dann evtl. leerstehenden weiteren Räume könnten sich folgende Perspektive anbieten: Nutzung durch das Gymnasium. Das Gymnasium befindet sich in unmittelbarer Nähe und könnte dann dort mit bisher schon ausgelagerten Klassen einziehen. Z.Z. hat der Landkreis den Trakt C der Realschule für das Gymnasium angemietet. Derzeit wird der Mietvertrag neu verhandelt. Bei der Dauer der Mietzeit wäre diese Perspektive zu bedenken. Erhebliche „Mieteinsparungen“ könnten so realisiert werden.

 

Sofern dennoch der Standort Hacheschule für eine Pflegeschule genutzt werden soll, wären aufgrund des Eigenbedarfs der Stadt Syke andere Räume für die Volkshochschule, ggf. auch an einem anderen Ort im Landkreis (Klinik Twistringen?), zu suchen.

 

Unter Berücksichtigung und sinnvoller Ausnutzung der vorstehend beschriebenen Gebäuderessourcen käme daher als „Pflege-Standort“ in Syke nur noch die Variante „im Bestand der BBS mit Neubau“ in Betracht. Folglich wäre zwischen dieser Alternative und der Alternative „Twistringen Krankenhaus“ weiter abzuwägen.

 

Für den Standort Twistringen sprechen zunächst eindeutige finanzielle Vorteile (s. Ergebnis der Arbeitsgruppe), die gute Verkehrsanbindung mit stündlich zwei Bahnverbindungen je Richtung, kurze Wege zum nächsten Krankenhaus und zu einem internatsmäßigem Wohnheim (steht in Eydelstedt zur Verfügung).

 

 

Der Landkreis hat des Weiteren zu berücksichtigen, dass es sich für die Altenpflegeausbildung um einen zweiten Standort im Norden des Landkreises handelt, während es für die Krankenpflegeausbildung um den einzigen Standort im Kreisgebiet geht. Krankenpflegeschülerinnen und –schüler erhalten ihre praktische Ausbildung in den Kliniken Bassum, Diepholz und Sulingen, während der theoretische Unterricht an der Krankenpflegeschule erteilt wird. Für die Attraktivität dieser Ausbildung ist eine Krankenpflegeschule an einem der Klinikstandorte oder an einem zentralen gut erreichbaren Standort in Ortsnähe zu allen drei Kliniken von großem Vorteil.

 

Im Übrigen ist zu bedenken, dass der Landkreis als Mitgesellschafter der Alexianer Landkreis Diepholz GmbH ein fundamentales Interesse an Lösungen hat, die für den Klinikverbund wirtschaftlich von Vorteil sind. Durch die Nutzung der Klinik Twistringen als Standort der Pflegeschule erzielt der Klinikverbund Mieteinnahmen, während ein potenzieller Leerstand die wirtschaftliche Situation belastet.

 

Schließlich besteht ein allgemeiner politischer Konsens, dass neben der Stadt Twistringen auch der Landkreis Verantwortung für die Nachnutzung der Twistringer Klinik nach dem Umzug der Psychiatrischen Abteilung nach Bassum trägt. Der Erhalt von Arbeitsplätzen vor Ort liegt im Interesse der Stadt und des Landkreises.  Die Einrichtung des Kompetenzzentrums für Gesundheit und Pflege trüge diesen Interessen in besonderem Maße Rechnung.Es wird nicht verkannt, dass aus Sicht der BBS Syke die Einrichtung einer Außenstelle gegenüber einem BBS-Standort organisatorisch schwieriger zu führen ist. Dennoch sieht auch die AG diese Organisationsform hier als vertretbar an. Auch die Organisation des BBZ Diepholz mit der Außenstelle in Sulingen zeigt, dass diese Form durchaus gut funktionieren kann. Die zuvor eindeutig für Twistringen sprechenden Argumente wiegen bei Abwägung daher schwerer.

 

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, in der jetzigen Klinik Twistringen den zusätzlichen Schulstandort für eine gemeinsame Pflegeausbildung einzurichten.

 

Anträge des Kreistagsabgeordneten Struthoff

  • Antrag des Kreistagsabgeordneten Struthoff vom 12.11.2013

Bitte stellen Sie dem Kreistag die Entwicklung der Schülerzahlen und die Entwicklung der Raumsituation an den Förderschulen in Syke und in der Leester Heide dar.

Des weiteren wann und unter welchen Voraussetzungen die Schüler in einer Schule zusammengeführt werden können.

Zeigen  Sie bitte Nachnutzungsmöglichkeiten  der frei werdenden Schule auf.

Begründung:

Im Rahmen der Umsetzung der Inklusion wird die „ Förderschule in der  Leester Heide“ nicht mehr mit neuen Schülern beschickt.

Die Schulleitung ist nach Syke abgezogen und wird nur noch kommissarisch durch einen verantwortlichen Lehrer betreut.

Die Landkreisschule ist mit Steuergeldern aufwendig saniert worden und verfügt über eine Sport- und Schwimmhalle. Da diese Schule über ausreichend Kapazitäten

für die Beschulung im Rahmen einer Ausbildung verfügt, muß sie als Alternative für die Standortsuche Altenppflege im Landkreis Diepholz herangezogen werden.

  • Antwort:

       Die Entwicklung der Schülerzahlen ist der Anlage zu entnehmen.

       Das Zusammenführen der Schulen ist abhängig von der weiteren Inklusionsgesetzgebung (s. nähere Ausführungen oben)

       Es gibt noch keine konkreten Nachnutzungsmöglichkeiten für die Förderschule in Melchiorshausen. Für die Förderschule in Syke kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht, die in der Sitzung des Kreisausschusses am 17.01.2014 erläutert wurden

       Die Schulleitung ist nicht „nach Syke abgezogen“ und die Schule wird auch nicht „nur noch kommissarisch durch einen verantwortlichen Lehrer betreut“. Herr Böckmann ist nicht kommissarischer Leiter. Vielmehr hat ihm die Nds. Landesschulbehörde offiziell den „Dienstposten des Förderschulrektors einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ... an der Schule in der Leester Heide in Weyhe“ übertragen (Verfügung vom 10.10.2013). Die Schule ist somit immer noch „vollwertig“ und mit eigener Schulleitung ausgestattet.

       Die Schule verfügt nicht über eine Sport- und Schwimmhalle. Diese Anlagen sind zwar zur Förderschule benachbart, stehen aber im Eigentum der Gemeinde Weyhe.
 

  • Antrag des Kreistagsabgeordneten Struthoff vom 06.11.2013

Die „Förderschule in der Leester Heide“  wird Außenstelle der BBS Syke. In der neuen Außenstelle der BBS Syke werden die Ausbildungsbereiche Pflege, Altenpflege und Qualifizierungsmaßnahmen zur Altenpflege betrieben. Die Außenstelle der BBS Syke wird so lange unterhalten, bis in der BBS Syke für diese Berufsfelder entsprechende Raumkapazitäten vorhanden sind.

Begründung:

Zum Schuljahr 2015 / 2016 wird die „Förderschule in der Leester Heide „ frei.  Diese Schule ist in einem guten Zustand. Die Komplette Infrastruktur einer selbständigen Schule ist vorhanden, wie Verwaltungsräume, Unterrichtsräume, Lehrküche, Sporthalle, Schwimmhalle. Es muss lediglich in ein oder zwei Fachunterrichtsräume investiert werden.

Die Schule liegt mittelbar an der Bundesstr. 6 und kann über den öffentlichen Personennahverkehr erreicht werden.

  • Antwort:
    Die Arbeitsgruppe hat sich zu Melchiorshausen positioniert (s. unten). Über den Antrag ist politisch zu entscheiden.

Zu A) – über den Schulausschuss und Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den relevanten Akteuren am 2. Schulstandort ein Konzept für ein Leuchtturmprojekt „Kompetenzzentrum Gesundheit und Pflege“ zu erarbeiten. Den weiteren dargestellten Maßnahmevorschlägen wird zugestimmt und die Verwaltung mit der Umsetzung bzw. weiteren Feinkonzeptionierung der Angebote beauftragt.

 

Zu B) – über den Schulausschuss

Die Verwaltung wird beauftragt, nach Vorliegen der gesetzlichen Regelung für die generalistische Ausbildung in der Pflege die Mitglieder der bisherigen AG „Kooperation in den Ausbildungsgängen“ einzuladen und gemeinsam eine Konzeption für die Umsetzung vor Ort zu erarbeiten.

 

Zu C) – über den Schulausschuss

a) Der Antrag des Kreistagsabgeordneten Struthoff vom 06.11.2013 wird abgelehnt.

b) Für die Pflegeausbildung wird in der jetzigen Klinik Twistringen ein zusätzlicher Schulstandort eingerichtet. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Alexianer Landkreis Diepholz GmbH die notwendigen Planungen aufzunehmen.

 


Anlagen

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VO-2014-103_Anl_1 (84 KB)      
Anlage 2 2 VO-2014-103_Anl_2 (135 KB)      
Anlage 3 3 VO-2014-103_Anl_3 (330 KB)      
Anlage 4 4 VO-2014-103_Anl_3-1 (13486 KB)      
Anlage 5 5 VO-2014-103_Anl_3-2 (2527 KB)