Vorlage - VO/2015/131  

Betreff: Erweiterung des Kreismuseums Syke;
Annahme von Spenden, Sponsoring
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:van Lessen (i. V.)
Federführend:FD Kulturbetriebe   
Beratungsfolge:
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
13.07.2015 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag:

Die Spende der EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg, in Höhe von 200.000 € zur Erweiterung des Kreismuseums im Rahmen der Pipeline-Archäologie und der Präsentation des Gesseler Goldhortes wird angenommen.


Sachverhalt:

Gemäß § 111 Abs. 7 Nds. Kommunalverfassungsgesetz dürfen die Kommunen zur Erfüllung ihrer Aufgaben Spenden, Schenkungen und ähnliche Zuwendungen einwerben und annehmen. Für die Einwerbung und die Entgegennahme des Angebots einer Zuwendung ist der Hauptverwaltungsbeamte zuständig. Über die Annahme entscheidet der Kreistag.

 

Die EWE Aktiengesellschaft hat mit Schreiben vom12.05.2015 mitgeteilt, den geplanten Erweiterungsbau des Kreismuseums Syke mit einer Spende in Höhe von 200.000 EUR unterstützen zu wollen.

 

Nach umfangreichen Kontakten und intensiven Gesprächen mit dem Land Niedersachsen bzw. dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ist es im Juni 2015 gelungen, den Umfang der Ausleihe des Gesseler Goldhortes festzulegen:

 

  1. Der gesamte Goldhort wird zur Eröffnung oder danach – was hinsichtlich einer öffentlichkeitswirksamen Wirkung sinnvoller erscheint – für einen Zeitraum von drei Monaten ausgeliehen.
     
  2. Eine eventuelle nochmalige Ausleihe des gesamten Goldhortes bedarf gesonderter Vereinbarungen.
     
  3. Dauerhaft werden dem Kreismuseum in der Regel drei Originale des Goldhortes – in Abhängigkeit des in der Ausstellung thematisierten Kontextes – ausgeliehen. Dafür stehen alle Objekte des Goldhortes, darunter auch Highlights wie die verzierte Fibel, zur Verfügung. Die Objektensembles werden turnusmäßig ausgetauscht. Dabei soll die Leihfrist jeweils sechs bis zwölf Monate betragen.
     
  4. Mit Ausnahme der für die Dauerausstellung im Landesmuseum vorgesehenen Exponate können alle weiteren Funde der Pipeline-Grabung im Landkreis Diepholz für den Erweiterungsbau des Kreismuseums zur Verfügung gestellt werden.
     
  5. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere für das Konzept notwendige Funde aus dem Landkreis Diepholz, die im Bestand des Landesmuseums sind und nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden, dem Kreismuseum auszuleihen.
     
  6. Hierzu wird es eine Rahmenvereinbarung mit dem Landesmuseum geben.

 

Die Rahmenvereinbarung mit dem Landesmuseum Hannover ist zurzeit in Vorbereitung. Nach deren Abschluss ist vorgesehen, zunächst den Architektenwettbewerb zur Ausgestaltung des Erweiterungsbaues und etwas zeitversetzt den Wettbewerb zur Gestaltung der Ausstellungsinhalte zu initiieren.