Vorlage - VO/2015/177  

Betreff: Sanierung und Erweiterung der Haupt- und Realschule Twistringen - Projektierungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:van Lessen (i. V.)Aktenzeichen:65.30.04.03.08
Federführend:FD 65 - Liegenschaften Bearbeiter/-in: Fenker, Jörg
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
06.10.2015 
Sitzung des Schulausschusses ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Entscheidung
21.12.2015 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Grafische Darstellung der Varianten  

  • Aktuelle bauliche Situation:

 

Die Haupt- und Realschule (HRS) Twistringen ist in einem Komplex mit vier Einzelgebäuden untergebracht:

 

          Hauptgebäude mit Aula:

 

Das Gebäude wurde fertiggestellt im Jahre 2003 als Ersatz für einen maroden Betonbau aus den 1970er Jahren. Es ist ein architektonisch gelungener zweigeschossiger Schulbau, der durch die Staffelung optisch wie ein eingeschossiges Gebäude wirkt und sich in die umgebende Bebauung wie auch in die Landschaft gut einfügt. Es stellt das „Gesicht“ der Schule dar. Eine Erweiterung in direkter Anbindung ist aus architektonischer Sicht nicht sinnvoll.

 

Die Gebäudesubstanz ist gut erhalten und es gibt bisher keinen Handlungsbedarf, der über die normale Bauunterhaltung hinausgeht.

 

          3-Feld-Sporthalle:

 

Das Gebäude wurde im Jahre 1974 gebaut. Um das hohe Gebäude der umgebenden Bebauung anzupassen, wurden die Sportfläche und der Umkleidebereich im Gelände abgesenkt auf Kellerniveau. Auch hier ist der Gebäudezustand zufriedenstellend und es gibt keinen Handlungsbedarf.

 

          16er-Trakt:

 

Dies ist ein separater 2,5-geschossiger Gebäudetrakt aus den 1970er Jahren mit 16 Allgemeinen Unterrichtsräumen. Je vier Räume sind über einen separaten Eingang mit Treppenhaus zugänglich. Der Trakt ist unterkellert, die Kellerräume sind aber aus baurechtlichen Gründen für den Schulbetrieb nicht nutzbar.

 

Die Ostfassade (Gebäuderückseite) wurde im Jahre 2009 energetisch saniert. Im Übrigen ist das Gebäude energetisch auf einem Stand von vor 60 Jahren.

 

Letzteres gilt auch für die Haustechnik. Die veralteten Installationen machen eine komplette, technische Entkernung und Neuinstallation notwendig. Die vorhandenen Elektrik-Installationen allgemein und insbesondere die sicherheitstechnischen Anlagen bieten z. B. bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen keinen Bestandsschutz mehr und wären dann komplett auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.

 

Alle Unterrichtsräume sind nicht barrierefrei zugänglich und könnten deshalb nicht inklusiv genutzt werden. Allgemein und insbesondere in dem Falle, dass Allgemeine Unterrichtsräume zu Fachräumen umgebaut und umgenutzt oder anderen Zwecken zugeführt werden sollten, ist ein barrierefreier Zugang unverzichtbar. Dieser ist wegen des Sockelgeschosses und der vier Eingangsbereiche nur mit sehr großem Aufwand herstellbar.

 

Die Überprüfung des Gebäudebestandes hat Belastungen mit verschiedenen Schadstoffen (Asbest, PAK, PCB u. a.) ergeben. Sie sind im derzeitigen verbauten Zustand unproblematisch aber im Falle von Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten auszubauen und als Sonderabfall zu entsorgen.

 

Auch aus städtebaulicher Sicht ist der 16er-Trakt nicht erhaltenswert, da er sich durch seine Höhe und Ausrichtung weder in das bestehende Gebäude-Ensemble, noch in die Landschaft einpasst, sondern als architektonisch unscheinbarer Solitär negativ heraussticht.

 

          Altbau mit kleiner 1-Feld-Sporthalle:

 

Dieser älteste Trakt des Gebäude-Ensembles wurde in den 1950er Jahren gebaut. Zurzeit sind dort noch untergebracht ein EDV-Raum, die FUR Kunst und Hauswirtschaft sowie die kleine Sporthalle mit Umkleiden. Die ehemaligen Verwaltungsräume werden für zentrale Funktionen genutzt wie Schulsozialarbeit, Beratungslehrer, Elternsprechzimmer, Besprechungen usw. Die Stadt Twistringen nutzt einen Raum zz. noch für eine Hort-Gruppe.

 

Die Gebäudesubstanz ist unstrittig marode. Dieser Zustand ist bereits seit Jahren bekannt. Eine Grundsanierung wird nicht als ausreichend angesehen, sondern mit Ausnahme der Sporthalle wird der Abbruch empfohlen. Bauliche Maßnahmen wurden im Hinblick darauf immer wieder zurückgestellt und nicht durchgeführt.

 

Das Gebäude ist vom Zustand her auf dem Stand der 1950er Jahre.

  • Der Brandschutz wird vom Bestand her den heutigen Anforderungen nicht gerecht. Es wären sehr aufwändige bauliche Maßnahmen erforderlich. Eine weitere Nutzung für den Schul­betrieb konnte ohne diese nicht sinnvollen Investitionen nur befristet ermöglicht werden, indem mit vergleichsweise geringem Aufwand Ersatzmaßnahmen vorgenommen wurden. Die Zulassung endet am 31.07.2018.
  • In der Haustechnik sind zwar bei Bedarf Kleinigkeiten nachgebessert worden (zusätzliche Elektro-Anschlüsse, Ein- und Umbau von Waschgelegenheiten u. ä.), jedoch ist in der Grund­substanz der 1950er-Jahre-Zustand noch immer erhalten. Im Falle baulicher Änderungen ist der Bestandsschutz nicht mehr gegeben.
  • Energetisch wurde seit dem Bau in keinster Weise nachgebessert. Dämmung ist nicht vorhanden, die Fenster sind noch mit Einfachverglasung ausgestattet usw. Dementsprechend unwirtschaftlich ist die Gebäudebewirtschaftung.

 

Funktionsräume und insbesondere der EDV-Raum (im Hochparterre), der FUR Hauswirtschaft, wie auch der Umkleidebereich der Sporthalle (beide im Kellergeschoss) sind nicht barrierefrei zugänglich und könnten deshalb nicht inklusiv genutzt werden. Dies ist nach heutigen Vorgaben unter Berücksichtigung der inklusiven Beschulung nicht mehr zu akzeptieren. Bauliche Maßnahmen für die Herstellung der Barrierefreiheit sind bei der Baukonstruktion baulich problematisch und sehr aufwändig, damit vor dem Hintergrund der maroden Bausubstanz nicht vertretbar.

 

Die Überprüfung dieses Gebäudes hat auch Belastungen mit verschiedenen Schadstoffen
(u. a. Asbest, PAK, PCB) ergeben. Sie sind wie beim 16er-Trakt im derzeitigen verbauten Zustand unproblematisch, aber im Falle von Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten auszubauen und als Sonderabfall zu entsorgen.

 

  • bauliches Fazit:

 

      Das Hauptgebäude und die 3-Feld-Sporthalle sind baulich in einem angemessenen Zustand und auch nutzbar.

 

      Der bauliche Zustand des 16er-Traktes und besonders des Altbaus erfordert dringenden Handlungsbedarf.

 

Der marode Zustand des Altbaus, mit 60 Jahren das älteste Gebäude, ist eindeutig. Einzig die dort befindliche kleine Sporthalle ist noch in einem Zustand, der eine weitere Nutzung sinnvoll erscheinen lässt. Alle anderen Gebäudeteile einschl. der Umkleiden sind nicht zuletzt auf Grund Ihres Alters abgängig. Die erforderlichen Maßnahmen, um das Gebäude erhalten und weiter nutzen zu können, wären nicht vertretbar. Dadurch könnten einzelne Bereiche zwar verbessert werden, trotzdem würde das Gebäude in der Bausubstanz immer ein Altbau bleiben und auch auf Dauer entsprechend aufwändige Bauunterhaltung erfordern. Dies und die notwendigen hohen Investitionen im Falle des Erhalts dieses Gebäudes (sh. unten) sind nicht vertretbar.

 

Der 16er-Trakt könnte baulich nur mit sehr hohem Aufwand annähernd den heutigen Anforderungen angepasst werden. Dementsprechend wäre auch der finanzielle Aufwand enorm (sh. unten) und nicht sinnvoll. Der Zustand, den ein Neubau bieten würde, wäre nicht erreichbar.

 

Für beide Gebäude ist auch zu bedenken, dass die dort vorhandenen Räume für die zukünftigen schulischen Verhältnisse einen nicht unerheblichen Überhang bedeuten. Die HRS Twistringen hat bei der Umsetzung des Klassenraumprinzips derzeit einen Raumbedarf von 20 allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR). Tatsächlich sind zz. 29 AUR vorhanden. 

 

 

  • Schulentwicklung:

 

Die HRS Twistringen möchte eine Oberschule (OBS) mit Ganztagsbetrieb werden. Angestrebt wird dies zum 01.08.2018. Die baulichen Voraussetzungen sollten bis dahin geschaffen sein.

 

Im Schulentwicklungsplan ist für die HRS Twistringen mittel- und langfristig eine 3-Zügigkeit ausgewiesen. Daran wird sich auch im Falle der Umwandlung zur OBS nichts ändern, auch dann wird die Schule 3-zügig sein. Diese Größe entspricht den Vorgaben für OBS in der Verordnung für die Schulorganisation (SchOrgVO) und darauf wäre der Raumbedarf abzustellen.

 

 

  • Raumnutzung:

 

Für die Nutzung von Schulräumen bieten sich heute zwei Alternativen an.

 

      Klassenraumprinzip:

Dies ist das herkömmliche klassische System, welches seit vielen Schülergenerationen eingesetzt wird. Dabei haben die Klassen einen festen Raum, in dem der weitaus größte Teil des Unterrichts stattfindet. Die Lehrkräfte wechseln zwischen den verschiedenen Unterrichtsräumen. Nur für bestimmten Fachunterricht müssen die Schülerinnen und Schüler in entsprechende Fachräume umziehen. Kurz gesagt: Die Lehrer kommen zu den Schülern.

 

      Lehrerraumprinzip:

Dieses Konzept ist in Deutschland nicht so verbreitet. Es bedeutet, dass die vorhandenen Unterrichtsräume einer Schule den Lehrkräften zugeordnet werden, sodass diese ihren Unterricht vor allem in einem individuellen Unterrichtsraum oder in wenigen Unterrichtsräumen haben. In der Konsequenz müssen die Schülerinnen und Schüler zum Stundenwechsel in der Regel auch den Unterrichtsraum wechseln. Kurz gesagt: Die Schüler kommen zum Lehrer.

 

Der Landkreis Diepholz hat den Raumbedarf seiner Schulen immer auf das Klassenraumprinzip abgestellt, wie es auch die Schulbauhandreichungen vorsehen. Im Sek. I wird für jeden Klassenverband ein Stammklassenraum vorgesehen. Die 3-zügige zukünftige OBS Twistringen hat somit für ihre 6 Jahrgänge einen Bedarf von 18 allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR).

 

Die HRS Twistringen hat ihre Raumnutzung derzeitig auf das Lehrerraumprinzip abgestellt. Die Schule möchte dies beibehalten und auch aus diesem Grund die im Altbau und im 16er-Trakt vorhandenen Räume in dieser Zahl erhalten. In der Konsequenz wäre für diese maroden Gebäude die aufwändige Sanierung unumgänglich oder es wären im Falle eines Abbruchs entsprechende Räume in einem Neubau zu ersetzen. Was das bedeutet, ist weiter unten dargestellt.

 

Beide dargestellten Alternativsysteme haben sicherlich Vor- und Nachteile. Auch aus pädagogischer Sicht gibt es keine eindeutige Empfehlung für eines der beiden. Die Nds. Landesschulbehörde (NLSchB) hat auf eine entsprechende Anfrage mitgeteilt: „Die Schulen entscheiden in ihrer Eigenverantwortung über pädagogische Konzepte, wie zum Beispiel die Umsetzung eines Lehrerraumprinzips. Aus schulfachlicher Sicht bestehen keine Einwände gegen diese Konzeption. Eine Bewertung im Vergleich zu anderen Prinzipien der Raumnutzung ist daher aus schulfachlicher Sicht nicht möglich.“

 

Gem. § 108 des Nds. Schulgesetzes (NSchG) haben die Schulträger die erforderlichen Schulanlagen zu errichten. Dies ist eine Aufgabe im eigenen Wirkungskreis und weder Kultusministerium (MK) noch NLSchB können dabei den Schulträgern Anweisungen geben. Die Schulträger entscheiden in eigener Zuständigkeit. So kann der Landkreis Diepholz selbst entscheiden, ob er den Raumbedarf für die HRS Twistringen und auch generell für seine Schulen auf das Klassenraumprinzip oder das Lehrerraumprinzip abstellt.

 

Das Klassenraumprinzip hat sich bisher bewährt. Auf dieser Grundlage wurden die Schulen immer angemessen räumlich ausgestattet. Es ist nicht erforderlich, auf das Lehrerraumprinzip umzuschwenken, das auch aus pädagogischen Gründen nicht bevorzugt wird. Deshalb sollte das Klassenraumprinzip weiterhin angewandt werden, zumal dies einen geringeren Raumbedarf und damit weniger Finanzaufwand für die Errichtung und Unterhaltung der Schulgebäude erfordert.

 

 

  • Raumbedarf:

 

Wie vorstehend erwähnt wird die OBS Twistringen langfristig 3-zügig sein und somit 18 Klassenverbände haben. Dem entsprechend ergibt sich unter Berücksichtigung des im Hauptgebäude verbleibenden Raumbestandes folgender Bedarf:

 

5AUR

2Differenzierungs-/Gruppenräume

1FUR Kunst mit Sammlungs-/Vorbereitungsraum

1FUR Textiles Gestalten mit Sammlungs-/Vorbereitungsraum

1FUR Hauswirtschaft mit Theorie-/Essraum und Vorratsraum

1Mensa mit Vorbereitung/Ausgabe und Lagerraum

1Beratungslehrer-/Elternsprechzimmer

1Raum Schulsozialarbeit

1Besprechungszimmer
 

Um eine jahrgangsweise 3-zügige Beschulung in sogenannten Jahrgangshäusern zu ermöglichen, sollen im Neubau, anstatt der notwendigen 5 AUR, 6 AUR errichtet werden. Ansonsten wäre eine Klasse eines Jahrgangs im Hauptgebäude untergebracht und damit vom Jahrgang getrennt. Außerdem könnten durch den zusätzlichen Klassenraum kurzfristige räumliche Engpässe in der Zukunft abgefedert werden.

 

 

  • Bauvarianten:

 

Die dargestellten baulichen Probleme mit dem Altbau lassen keine andere sinnvolle wirtschaftliche Alternative als den Abbruch dieses Gebäudes zu. Dies ist deshalb in allen nachstehenden Varianten gesetzt. Zum weiteren Umgang mit dem Altbau und insbesondere der dortigen Sporthalle wird auf Ausführungen weiter unten verwiesen.

 

Sowohl im Altbau als auch im 16er-Trakt sind vor der baulichen Behandlung umfangreich Schadstoffe auszubauen und zu entsorgen. Dies ist Voraussetzung in allen Varianten und kostenmäßig jeweils berücksichtigt.

 

Variante 1:

 

      Neubau mit Mensa, FUR Kunst, FUR Textiles Gestalten, FUR Hauswirtschaft und 6 AUR
Abbruch Altbau und 16er-Trakt

 

In dieser Variante würde der bestehende Raumbedarf der aktuellen Situation angepasst und in einem Neubau abdeckt. Altbau und 16er-Trakt würden komplett abgebrochen, die dort bestehenden baulichen Probleme wären beseitigt. Eine bedarfsgerechte Mensa für ca. 100 Personen pro Schicht würde entstehen.

 

Für diese Lösung ist mit geschätzten Kosten in Höhe von ca. 5.600.000 € zu rechnen.

 

Variante 2:

 

      Neubau mit Mensa und FUR Hauswirtschaft
Abbruch Altbau und Sanierung 16er-Trakt

 

In einem Neubau würden die Mensa und der FUR Hauswirtschaft neu erstellt. Der 16er-Trakt würde saniert. Die dort vorhandenen AUR würden zum größten Teil erhalten. Ein Gebäudeabschnitt würde umgebaut, um FUR Kunst, FUR Textiles Gestalten und die genannten Funktionsräume einzurichten. Es würde allerdings ein Gebäudebestand aufwändig erhalten, der aktuell nicht benötigt wird.

 

Die Kosten für diese Variante werden auf ca. 5.900.000 € geschätzt.

 

Variante 3:

 

      Neubau mit Mensa, FUR Kunst, FUR Textiles Gestalten, FUR Hauswirtschaft und 16 AUR
Abbruch Altbau und 16er-Trakt

 

Diese Variante unterscheidet sich zur Variante 1 dadurch, dass hierbei alle im 16er-Trakt vorhandenen AUR ersetzt würden, um dem Lehrerraumprinzip nachzukommen. Demnach würden 29 AUR zur Verfügung stehen. Der Bedarf nach dem Klassenraumprinzip wäre übererfüllt.

 

Kostenschätzungen ergeben ein Investitionsvolumen in Höhe von ca. 7.600.000 €.

 

Bewertung:

 

Der Altbau ist auf Grund seines Alters und der erheblichen baulichen Probleme abgängig. Unstrittig kann hier, mit Ausnahme der kleinen Sporthalle, nur ein Abriss in Frage kommen. Die hier vorhandenen Räume können an anderer Stelle kostengünstiger neu geschaffen werden.

 

Auch der 16er-Trakt weist große bauliche Probleme auf. Er könnte nur mit unvertretbar hohen Investitionen den heutigen Erfordernissen angepasst und erhalten werden. Die Aufwendungen sind so relevant, dass auch hier der Abbruch vorgeschlagen wird, zumal die Räume in dem vorhandenen Umfange nicht notwendig sind.

 

Der Erhalt der beiden Gebäude ist vor dem Hintergrund der notwendigen hohen Investitionen und dem entstehenden Raumüberhang nicht sinnvoll. Hinzu kommt, dass für einen Altbau auch nach einer Sanierung die Unterhaltungs- und Betriebskosten immer noch höher sind als für einen Neubau.

 

Altbau und 16er-Trakt sollten abgerissen und die notwendigen Räume in einem Neubau geschaffen werden. Dem wird die vorstehende Variante 1 gerecht. Diese sollte umgesetzt werden.

 

 

  • Umgang mit dem Altbau hinsichtlich Sporthalle:

 

Der komplette Altbau, einschl. Sporthalle, wird für die zukünftige OBS Twistringen nicht benötigt. Die kleine Sporthalle wird schon seit Jahrzehnten von der Schule nicht mehr genutzt. In dieser Halle führt ausschließlich die städtische Grundschule ihren Schulsport durch, die Stadt Twistringen erstattet die Unterhaltungskosten für die Sporthalle. Durch den Ersatz der im Altbau noch vorhandenen Räume in einem Neubau (sh. oben) ist der Altbau komplett verzichtbar.

 

Die Stadt Twistringen wird sicherlich interessiert sein, die Sporthalle auch weiterhin zu nutzen, weil sich für die Grundschule keine Alternative bietet. Deshalb sollte mit der Stadt Twistringen der weitere Umgang mit der kleinen Sporthalle verhandelt werden. Die Ergebnisse könnten möglicherweise in die weiteren Planungen zum Schulbau einfließen.

 


a)        Der Altbau und der 16er-Trakt des Gebäudes der HRS Twistringen werden für den Betrieb einer Oberschule als Ganztagsschule entsprechend der Variante 1 aus dem in Vorlage VO/2015/177 dargestellten Konzept abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 5.600.000 € sind im Haushalt des Landkreises Diepholz bereit zu stellen.

 

b)       Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Stadt Twistringen über den weiteren Umgang mit der kleinen Sporthalle zu verhandeln.

 


Anlagen

 

Grafische Darstellung der Varianten

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Grafische Darstellung der Varianten (322 KB)