Vorlage - VO/2015/206  

Betreff: Prüfung einer Zusammenfassung der Förderschulen Schule in der Leester Heide (Weyhe) und Hacheschule (Syke)
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:van Lessen (i. V.)Aktenzeichen:40.12.02.05.04
Federführend:FD 40 - Bildung Bearbeiter/-in: Brinkmann, Bernhard
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
10.11.2015 
Sitzung des Schulausschusses ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Entscheidung

Im Zuge der auslaufenden Förderschulen (FöS) Schwerpunkt Lernen (LE) ist die Schule in der Leester Heide in Weyhe-Melchiorshausen bereits stark reduziert. Dort werden nur noch die Jahrgänge 7 bis 10 beschult. Für das jetzige Schuljahr 2015/16 weist die Statistik zum Stichtag 15.09.2015 für diese Schule aus:

Jahrgang

Schüler

Klassen

7

4

 

8

1

1 (kombinierte)

9

5

 

10

9

1

 

19

2

 

Hinzu kommen noch 7 Kooperationsklassen, die zwar zur FöS Weyhe gehören, aber in anderen allgemein bildenden Schulen untergebracht sind.

 

Der bisherige Schulleiter, Herr Böckmann, ist zu Beginn des jetzigen Schuljahres als Förderschulrektor ausgeschieden und hat die Leitung der Lise-Meitner-Schule (KGS Moordeich) übernommen. Seitdem ist Frau Beate Reimer als Förderschulrektorin der Schule in der Leester Heide kommissarisch eingesetzt.

 

Die vorstehend dargestellten sehr geringen Schülerzahlen lassen aus Sicht des Schulträgers Zweifel aufkommen, ob der Bestand als selbständige Schule noch vertretbar ist. Ggf. ist der Landkreis Diepholz als Schulträger gem. § 106 des Niedersächsischen Schulgesetzes gefordert, angemessene schulorganisatorische Maßnahmen zu ergreifen. Das Ausscheiden des Schulleiters und der derzeitige Einsatz einer Schulleiterin in nur kommissarischer Funktion stützen derartige Überlegungen.

 

Wie eine anderweitige Nachnutzung des Schulgebäudes aussehen könnte, ist derzeit noch offen. Unabhängig von dieser Frage ist die Zusammenfassung beider FöS aus schulorganisatorischer Sicht und aus Kostengründen angemessen.

 

Zu diesem Schluss kommt auch der Nds. Landesrechnungshof im Ergebnis seiner Prüfung zu Auswirkungen der Inklusion auf die Förderschulen Lernen (sh. auch Vorlage VO/2015/064) mit dem Fazit, dass der Landkreis Diepholz die FöS Weyhe und Syke aus schulorganisatorischen und wirtschaftlichen Gründen zusammenfassen könne.

 

Alle FöS LE laufen jahrgangsweise aus und werden in absehbarer Zeit aufgelöst sein, so dass dann eine Nachnutzung ohnehin generell zu prüfen ist. Gleichwohl bietet die aktuelle Situation an der FöS Weyhe doch Anlass, eine Lösung für diesen Standort zu beschleunigen und vorzuziehen.

 

Das Schulgebäude Weyhe bot immer nur gerade genug Raum, um hier die seit jeher kleine Schule in der Leester Heide unterzubringen. Eine zusammengefasste größere Schule kann dort deshalb nicht in Frage kommen. Als Standort wäre nur das Gebäude Syke denkbar.

 

Eine zusammengefasste FöS hätte nach den aktuellen Schülerzahlen beider Schulen insgesamt 15 Klassenverbände einschl. der drei Sprachheilklassen in Syke. Im Gebäude der FöS sind 19 allgemeine Unterrichtsräume (AUR) vorhanden, wovon zwei die Stadt Syke für die Unterbringung einer Hortgruppe nutzt. Die verbleibenden 17 AUR könnten die zusammengefasste Schule problemlos aufnehmen. Die erforderlichen Fachunterrichtsräume (FUR) sind ausreichend vorhanden. Perspektivisch würde sich die Raumsituation für eine zusammengefasste Schule noch weiter entspannen, weil auch die neue Schule weiter auslaufen würde.

 

Die Schülerinnen und Schüler der FöS Weyhe kommen aus den Gemeinden Stuhr und Weyhe. Der Aspekt der Schülerbeförderung von dort zum neuen Schulort Syke wäre noch zu prüfen. Ein größerer Aufwand ist für die Beförderung voraussichtlich nicht zu erwarten, da aus diesen Gemeinden die Förderschüler des Primarbereiches ohnehin schon die Hacheschule in Syke besuchen und auch andere Schüler zu Schulen in Syke befördert werden.

 

Der Gemeinde Weyhe sind die Überlegungen zur Auflösung des FöS-Standortes Melchiorshausen vorgestellt worden.

 

Auch der Niedersächsischen Landesschulbehörde wurden die Überlegungen vorgestellt, allerdings ohne das weitere Vorgehen abzusprechen und noch ohne Entscheidungstendenzen abzustimmen.

 

Aus vorstehend genannten Gründen sollte eine Aufhebung der FöS Weyhe durch Zusammenfassung mit der FöS Syke weiter geprüft werden. Dabei ist die Einbeziehung der Landesschulbehörde, der betroffenen Schulen und der Gemeinden selbstverständlich vorgesehen.


Die Verwaltung wird beauftragt, die Zusammenfassung der FöS Weyhe und der FöS Syke am Standort Syke unter Beteiligung der Landesschulbehörde, der betroffenen Schulen und der Gemeinden zu prüfen.