Vorlage - VO/2017/097  

Betreff: Themenspezifische Präventionsarbeit der Suchtberatungseinrichtungen im Landkreis

- Vorstellung der Evaluationsergebnisse und Festlegung des Präventionsthemas für die Jahre 2018 und 2019
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:In Vertretung: gez. Pragal
Federführend:FD 53 - Gesundheitsamt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales Entscheidung
31.05.2017 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
Kreistag Vorberatung
12.06.2017 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Sachstandsbericht zum Projekt Medienabhängigkeit  
Kennzahlen zum Sachstandsbericht zum Projekt Medienabhängigkeit  

Beschlussvorschlag:

Das Projekt „Medienabhängigkeit“ wird im Rahmen der themenspezifischen Präven-tionsarbeit in den Jahren 2018 und 2019 fortgesetzt. Hierfür werden jährlich 40.000 € bereitgestellt.

 

Spästestens im Jahr 2019 wird der Themenschwerpunkt ab dem Jahr 2020 benannt werden.

 

 


Sachverhalt:

Mit Beschluss des Kreistages vom 20.10.2014 wurde im Jahr 2014 erstmalig die „Richtlinie

über die Gewährung von Sondermitteln für themenspezifische Präventionsarbeit der professionellen Suchtberatungseinrichtungen“ beschlossen sowie entsprechende Mittel hierfür bereitgestellt.

 

Die Richtlinie sieht vor, dass der Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales jährlich

einen speziellen Bereich bzw. das Thema benennt, das konkret bearbeitet werden soll. Bei

Bedarf kann ein Thema auch für mehrere Jahre bestimmt werden.

 

Als Präventionsthema für die Jahre 2014/15 wurde zunächst das Projekt „Medienabhängigkeit“ ausgewählt. Hierfür wurden im Haushalt 2014 Mittel in Höhe von 20.000 € und im Haushalt 2015 Mittel über 40.000 € bereitgestellt. Auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales am 17.09.2015 wurde die Fortsetzung des Projekts „Medienabhängigkeit“ für die Jahre 2016 und 2017 mit jährlich 40.000 € beschlossen.


 

Zum Hintergrund:

Das Projekt lässt sich in die Bereiche Prävention (an Schulen, in Jugendgruppen, Konfirmandengruppen, etc.) und Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Interessierten unterteilen (siehe Anlage: Sachstandsbericht). Im Einzelnen wurden seit Projektbeginn u.a. ein Präventionskonzept und ein Flyer erstellt, Netzwerkstrukturen aufgebaut, Öffentlichkeitsarbeit betrieben, Präventionsveranstaltungen für Kinder/ Jugendliche und Erwachsene durchgeführt, die Präventionseinheiten weiterentwickelt sowie Multiplikatorenschulungen für Fachkräfte durchgeführt.

 

Für die Zukunft beabsichtigen die 3 Suchtberatungsstellen, die geschaffenen Strukturen weiter auszubauen. Konkret sollen u.a. Präventionsveranstaltungen, Elternabende und Multiplikatorenschulungen fortgeführt werden, das Beratungsangebot ausgebaut und die Leistungen weiterentwickelt werden. Einen wichtigen Baustein stellen dabei die Beratungsgespräche mit den Eltern dar, bei denen häufig Haltungsfragen und Unsicherheiten bezüglich des Medienkonsums der Kinder im Focus stehen und es um die Stärkung der Eltern im Umgang mit einem angemessenen Medienkonsum geht. Diese Gespräche bilden einen wichtigen Baustein, um eine Mediensucht zu vermeiden bzw. abzumildern.

 

Bewertung:

Das Projekt „Medienabhängigkeit“ ist im Jahr 2014 gestartet, wobei in der Anfangsphase die Projektkonzipierung und Vernetzung im Fokus standen. Auf Grund dessen, dass es sich bei dem Thema „Medienabhängigkeit“ um ein weiterhin gesellschaftlich relevantes Thema in den kommenden Jahren handelt, erachten die drei Suchtberatungseinrichtungen eine Fortsetzung als wichtig. Da für die Zukunft mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen an mediensüchtigen jungen Menschen zu rechnen ist, wird diese Einschätzung fachlich geteilt und empfohlen, eine Weiterförderung für die Jahre 2018 und 2019 auszusprechen.

 

Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz und Bedeutung dieses Themas stellt sich die Frage, inwieweit über den Zeitraum 2019 hinaus eine mehrjährige Etablierung des Schwerpunktes Medienabhängigkeit sinnvoll ist. Andererseits sieht die Richtlinie eine ausdrückliche jährliche bzw. zweijährige politische Beschlussfassung hinsichtlich des Themenschwerpunktes vor. Als weiteres Themenfeld würde sich aus Sicht der Suchtberatungseinrichtungen ggfs. das Thema Canabiskonsum anbieten.

 

Detaillierte Informationen zum Projektverlauf und den zukünftigen Zielen können dem Sachstandsbericht der Suchtberatungseinrichtungen entnommen werden. Die drei Träger        Release e.V., Caritasverband und Diakonisches Werk werden in der Sozialausschusssitzung anwesend sein und mündlich zum Projekt berichten.

 


Anlage/n:

Anlagen
- Sachstandsbericht zum Projekt „Medienabhängigkeit“

- Kennzahlen zum Sachstandsbericht zum Projekt „Medienabhängigkeit“
 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Sachstandsbericht zum Projekt Medienabhängigkeit (507 KB)      
Anlage 2 2 Kennzahlen zum Sachstandsbericht zum Projekt Medienabhängigkeit (117 KB)