Vorlage - VO/2019/214  

Betreff: Rettungsdienstliche Versorgung in der Gemeinde Wagenfeld
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Unterzeichner/in:In Vertretung: gez. Kleine
Federführend:FD 38 - Bevölkerungsschutz   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit Vorberatung
17.09.2019 
Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Entscheidung
Anlagen:
Stellungnahme des Sachverständigenbüros Orgakom vom 29-08-2019  

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Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, den Rettungswagen Wehrbleck zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorübergehend für mindestens sechs Monate an einen für einen Testbetrieb geeigneten Standort in die Ortschaft Ströhen in der Gemeinde Wagenfeld zu verlegen. Diese Maßnahme ist laufend und mit einem Stichtag nach sechs Monaten zu evaluieren und dem Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit ist hierüber zur weiteren Beratung und Entscheidung zu berichten.

 

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Sachverhalt:

Die Verwaltung wurde vom Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit in der Sitzung am 18.06.2019 im Rahmen der Beratungen zum Gutachten im Rettungsdienst beauftragt, zusammen mit dem Sachverständigenbüro Orgakom neue Lösungsansätze für die Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung in der Gemeinde Wagenfeld sowie in den angrenzenden Bereichen der Samtgemeinde Kirchdorf zu finden.

Daher wurden von Orgakom und der Verwaltung nochmals verschiedene Möglichkeiten erörtert, bei denen es vor allem darum ging, eine tatsächlich realisierbare Option zu finden, die auch die Zustimmung der Kostenträger des Rettungsdienstes finden würde. Die Einrichtung eines zusätzlichen Rettungswagens (RTW) musste dabei unter Berücksichtigung der umfassenden Ergebnisse des Gutachtens vom 27.05.2019 vor allem aus Kostengesichtspunkten außer Acht gelassen werden.

Unter dieser Prämisse rückte insbesondere die Frage in den Fokus, ob ein anderer Standort des in Wehrbleck stationierten und tagsüber besetzten Rettungswagens die beste Möglichkeit zur Lösung der noch vorhandenen Hilfsfristüberschreitungen sein könnte. Von Orgakom wurden daher unter Anwendung von computergestützten Fahr- und Eintreffsimulationen verschiedene denkbare neue Standorte für diesen RTW analysiert. Das hieraus resultierende Ergebnis hat Orgakom in einer gutachterlichen Stellungnahme vom 29.08.2019 dargestellt, die dieser Sitzungsvorlage als Anlage beigefügt ist.

Hierbei ergab sich, dass die Option mit den besten Erfolgsaussichten eine Verschiebung des RTW Wehrbleck in die Ortschaft Ströhen in der Gemeinde Wagenfeld ist. Somit wird von Orgakom vorgeschlagen, den RTW Wehrbleck für einen Zeitraum von zunächst etwa sechs Monaten in die Ortschaft Ströhen zu verschieben. Ein großer Vorteil wäre, dass ein in Ströhen stationierter Rettungswagen planerisch die Hilfsfrist in der gesamten Gemeinde Wagenfeld einhalten und zugleich einige Teile der Samtgemeinde Kirchdorf, insbesondere die Gemeinde Bahrenborstel sowie die Ortschaften Kirchdorf und Scharringhausen ebenfalls planerisch sicher innerhalb der Hilfsfrist erreichen würde. Gleichzeitig bliebe die rechtzeitige rettungsdienstliche Versorgung der Ortschaften Dörrieloh, Varrel und Wehrbleck gesichert. Andere Ortschaften im jetzigen Versorgungsbereich des RTW Wehrbleck, vor allem Barver und Freistatt, würden dann vorrangig durch die Rettungswagen aus Rehden und Sulingen versorgt werden.

In der Ortschaft Ströhen müsste noch ein Standort gefunden werden, der für eine Testphase von mind. sechs Monaten die wichtigsten Voraussetzungen für die Stationierung des Rettungswagens erfüllen würde. Bei der Standortsuche kann mit einer Unterstützung der Gemeinde Wagenfeld gerechnet werden. Die Testphase könnte im Januar 2020 oder eventuell auch bereits etwas früher beginnen.

Die Effekte der vorgeschlagenen Maßnahme wären von der Verwaltung laufend und insbesondere nach Ablauf von sechs Monaten anhand der tatsächlichen Einsatzdaten einschließlich der Hilfsfristen zu prüfen und zu evaluieren.

Die Verwaltung hat mit den Kostenträgern des Rettungsdienstes bereits geklärt, dass eine solche Maßnahme unter dem Vorbehalt der anschließenden konkreten Evaluation akzeptiert und mitgetragen würde.

 

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Anlage/n:

Anlage
Stellungnahme des Sachverständigenbüros Orgakom vom 29.08.2019


 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Stellungnahme des Sachverständigenbüros Orgakom vom 29-08-2019 (1381 KB)