Im Rahmen seiner Visitation im Dekanat Twistringen besuchte der Osnabrücker Bischof Dr. Dominicus Meier den Landkreis Diepholz. Im Zentrum des zweistündigen Austauschs in der Kreisverwaltung stand die Krankenhausseelsorge – insbesondere mit Blick auf das entstehende Zentralklinikum.
Landrat Volker Meyer und Erster Kreisrat Jens-Hermann Kleine begrüßten den Bischof gemeinsam mit den Bürgermeistern der Klinikstandorte, dem Geschäftsführer und der Krankenhausdirektorin der Kliniken Landkreis Diepholz, den Superintendenten der evangelischen Kirchenkreise Syke-Hoya und Diepholz, dem Dechanten des Dekanats Twistringen sowie die evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorgenden.
„Die Seelsorge ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitswesens“, betonte Landrat Volker Meyer zu Beginn des Treffens. „Gerade im Klinikalltag, der für viele Menschen mit Sorgen, Unsicherheiten und Belastungen verbunden ist, leisten Seelsorgende einen wertvollen Beitrag zur ganzheitlichen Versorgung.“
„Dasein – Begleiten – Mitgehen“, hob Valentin Wieczorek, leitender Krankenhausseelsorger, das Leitwort in den Kliniken Landkreis Diepholz hervor. Seelsorgende stehen Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen sowie Mitarbeitenden unabhängig von Konfession oder Weltanschauung als qualifizierte und vertrauensvolle Ansprechpersonen zur Seite.
Die Seelsorge ist dabei längst mehr als Krankenseelsorge. Gerade die Begleitung der Mitarbeitenden gewinnt zunehmend an Bedeutung. Seelsorgende bringen als externe Partner mit interner Erfahrung eine besondere Perspektive ein – auch bei ethischen Fragen. Sie sind in der Ethikberatung geschult, moderieren ethische Fallbesprechungen und wirken aktiv in Ethikkomitees mit.
Uwe Lorenz, Geschäftsführer der Kliniken, informierte über den aktuellen Stand des Zentralklinikums. Der Bau schreite gut voran und bisher verlaufe alles planmäßig. Neben der Fertigstellung eines neuen Krankenhauses sei es aber eine wichtige Aufgabe, die Mitarbeitenden an den zurzeit bestehenden Klinikstandorten mit ihren je eigenen „Kulturen“ zu einer neuen gemeinsamen „Kultur“ an einem Standort zusammenzuführen. Bischof Dominicus regte an, die Krankenhausseelsorge auch in diesen Prozess aktiv einzubeziehen.
Ein besonderes Anliegen war allen Beteiligten die Einrichtung eines Andachtsraums im neuen Zentralklinikum. Ein solcher Ort der Stille, des Gebets und der Besinnung sei sowohl für Patienten als auch für Mitarbeitende von großer Bedeutung, betont Bischof Dominicus. Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder unterstrich diese Sicht und bekräftigte die Bereitschaft der evangelischen Kirche, sich auch finanziell an der Ausstattung und inhaltlichen Gestaltung des Raumes zu beteiligen. Landrat Meyer und Geschäftsführer Lorenz nahmen diese Angebote dankend auf.
Der Besuch endete mit einem herzlichen Dank des Bischofs für den offenen, konstruktiven Austausch und die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Landkreis. Der Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises rundete den Termin ab.





