Rund 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung informierten sich am Donnerstag beim zweiten „KI-Dialog Hansalinie meets Niedersachsen.ai“ an der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz über praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie KI-Prozesse auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden können.
Der Landkreis Diepholz war als kooperierende Organisation an der Veranstaltung beteiligt, die von der Wachstumsregion Hansalinie e.V. gemeinsam mit der PHWT und Niedersachsen.ai organisiert wurde. Ziel des Formats ist es, den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern und Unternehmen der Region auf ihrem Weg in die digitale Transformation zu begleiten.
Nach der Begrüßung durch PHWT-Präsident Prof. Dr. Dennis De und Landrat Volker Meyer erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle KI-Entwicklungen und konkrete Einsatzmöglichkeiten. Christian Rollwage vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Oldenburg zeigte, wie intelligente Systeme akustische Muster erkennen und beispielsweise zur Überwachung von Maschinen oder zur Analyse von Geräuschumgebungen eingesetzt werden können. Philipp Krapp von der Krapp Beteiligungsgesellschaft mbH stellte ein Beispiel aus der Unternehmenspraxis vor, bei dem eine KI eingehende Kunden-E-Mails automatisch auswertet und die Bestelldaten direkt in betriebliche Systeme überträgt. Dr. Felix Kruse von Datenschmiede.ai erläuterte, wie KI-Lösungen die Datenpflege in Unternehmen automatisieren und dadurch Prozesse effizienter und sicherer gestalten.
Im Anschluss diskutierten die Referenten gemeinsam mit Landrat Volker Meyer und Sascha Rose von der Digitalagentur Niedersachsen.next unter der Moderation von Jan Pleis (Niedersachsen.ai) über Chancen, Herausforderungen und notwendige Rahmenbedingungen für den erfolgreichen KI-Einsatz in Unternehmen. „Künstliche Intelligenz eröffnet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten und neue Ideen umzusetzen“, so Landrat Volker Meyer. „Die Verantwortung liegt weiterhin beim Menschen – entscheidend ist, die Mitarbeitenden mitzunehmen und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, die Technologien sinnvoll zu nutzen.“
Die Veranstaltung bot nicht nur fundierte Fachinformationen, sondern auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Beim abschließenden Imbiss im Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) der PHWT nutzten zahlreiche Gäste die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und eigene Erfahrungen zu teilen.